Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3264733
stellen, deren Züge erst mehr oder geradezu staunenswertgroszeThiitig: 
minder willkürlich erfunden iverden teil uiid zwar ausschließlich im Erz: 
mußten, führte zu bisher unerhörter guß, so das; Origiiialwerke von ihni 
Fruchtbarkeit gerade auf diesem bei der größeren Gefahr der Zer: 
Gebiet der Kunst, dem sich doch störnng, der die Erz1verke wegen 
die Meister ersten Ranges nur in der Wiederoerwendbarkeit des Ma: 
Ausiiahniefallen zugewendet zu ha: terials ausgesetzt waren, nicht er: 
ben scheinen. halten sind. Doch besitzen wir eine 
Was at,tische Kunst bei Lösung sehr gute Marniorkopie einer be: 
mehr dekorativer Aufgaben leisten rühniten lysippi1cheii Statiie, den 
konnte, davon giebt die aimiutigste Apoxyoinenos lsich schaben: 
Vorstellung das Denkmal des der J.JlthletJ im Vatikan. Nicht nie: 
Lysikrates C834 v. Chr.J, ein chanische Naturnachahinung, aber 
schlanker kleiner Rundbau mit Sau: eine außerordentlich wahrheitsvolle 
len korinthischen Stils, gekrönt von feine Wiedergabe der natürlichen 
einem mit Akanthusblattern um: Erscheinung war das Ziel seines 
kleideten Knauf, der einen dem Schaffens und wird in der bei 
LhsikrateZ als Preis für feine Lei: ruhiger Gesamthaltung durch uiid 
stung bei dithyranibischen Auffüh: durch bewegten geschmeidigen Ge: 
rungen zuteil gewordenen ehernen statt des Athleten in vollendetem 
Dreifuß zu tragen bestimmt war; Maße erreicht; die Art des Stan: 
den Fries schmückt eine ebenso form: des knüpft an das polykletische 
vollendete wie hnmorvolle Dur: Schrittmotiv an, ohne doch den 
stellung eines Abenteuers des Die: Eindruck des ruhigen Stehens zu 
.nyfos mit Seeräubern. Ebenso be: beeinträchtigen. Von Göttern hat 
,,;zeichnend ist der schöne Marmor: Lysipp vorwiegend den Zeus häufig 
F.sa,srkophag mit trauernden dargestelltunddasphidiasischeJdeal 
;s7rSaue1i aus Sidon, an dem zwi: in seinem Sinn umgeformt. Be: 
Eber: zierlichen ionischen Halbfäulen sonders zur Entfaltung der Eigen: 
ain.:e,ine Balnstrade gelehnt acht: act seiner Auffassung geeignet war 
zehn Frauen klagend dargestellt sind Herakles, den er in den verschieden: 
und darunter am Sockel in ganz sten Lebenslagen und Altersstufen 
kleinem Maßstab sigurenreiche Jagd: vielfach gebildet hat. Aber auch 
bildet, die in ihrer Lebendigkeit an Porträts hat Lysipp geschaffen, 
den Fries des Lysikratesdenkmals vor allem zahlreiche Bildnisse Alex 
erinnern und durch die stellenweise xtU1deks  Gks, der von keinem 
sehr gut erhaltene Beinalung. für andern Bildhauer.portrcitiert sein 
die Vorstellung voniiirspriingltchen wollte, darunter solche, ivo er in 
Aussehen weniger .gut erhaltene: großeren. Gruppen mit seiner Ums 
Friese von besonderer Bedeutung gebung imnSchlachtgetümmel oder 
sind. aufnder.Lowen1agd vereinigt ist. 
132. Lysippos. Auf andere Bah:  Loweii1agd und Schlachtbild und 
neu aber wurde die Plastik geleitet in diesem. ein sicheres Bildnis Ale: 
durch Lysippos von Sikyon, der xanders sind auf den beiden Haupt: 
die alten UeberlieferungenPolyklets seiten des herrlichen So rkop h a gs 
mit den Neuerungen des Stopas aus Sid o1i dargestellt, den man 
verbindeiid einen neuen Kanon der danach  sicher fälschlich  als 
menschlichen Gestalt schuf, schlanker Sarkophag Alexanders bezeichnet 
und freier als der des argivische1i hat; andere Jagd: und Kampfscenen 
Künstlers. Lysipp entfaltete eine füllen die Nebe1iseiten und die über
        

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