Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3269531
682 II. 
II. 11emNgs 
tieft eingegraben, der Grund der Steinplatten füllt; hierzu dienen 
Vertiefungen bleibt möglichst rauh im frühen Mittelalter vornehmlich 
und unterschneidet die Ränder. Jn rote, auch wohl schwarze Granaten 
diese Vertiefungen wird Gold oder Edle als .verroterie cl0is0nn6e, 
Silber hineingehämmert, bis eine Z ellenv erglasung, früher 
völlig glatte Fläche entsteht. Muster fälschlich als Merowinger:Email 
mit größeren Flächen, etwa sigür: bezeichnete TechnikJ. Runde Steine 
licher Art, würden schlecht haften; in natürlicher Form, der Länge 
am leichtesten lineare Muster, in nach durchbohrt, kommeniaus dem 
welche man Golddrähte hineinklopst Orient und werden als Zierknäufe 
oder kleine spitzig geschwungene verwendet, aufgereihte Perlen bilden 
Blätter. Diese Technik war bei den Abschlußborten. Die mit Bildwerk 
hochberühmten Waffen des Orients, künstlerisch geschnittenen Steine, 
besonders von Damaskus, sehr be: die Gemme und der Cameo, gehören 
liebt und wird daher auch als einer besonderen Kunstübung an. 
,,Damascenierentt bezeichnet. Die Im Mittelalter werden antike ge: 
große Menge der arabischen Orna: schnittene Steine ohne Rücksicht auf 
mente in der Metallarbeit der Re: die heidnischen, selbst anstößigen 
naissance, die eigentlichen ,,Ara: Darstellungen, ebenso antike Glass 
besken0, sind von solchen Waffen nachbildungen derartiger Steine, 
entnommen. Diese Technik hat da: ,,Glaspastentt, zum Schmuck von 
her, obgleich sie dem Edelmetall Goldgefäßen einschließlich des Kirs 
nicht unmittelbar angehört, für die chengerätes vielfach verwendet. 
Goldsund Silberarbeiteingreisende Halbedelsteine werden zu 
Bedeutung. JnJtalien undDeutsch: allen Zeiten in Verbindung mit 
land wurden eiserne Kassetten und Gold und Silber verarbeitet, die 
Handgerät tauschiert. wertvolleren unter ihnen, Onyx, 
Durch Auflegen von Edel: Achat, Chalcedon, Bergkristall, Las 
steinen hat man seit den ältesten pislazuli, welche für kostbarer als 
Zeiten die Metallarbeiten farbig jedes Metall gelten, werden nur. 
belebt. Die Edelsteine werden ent: in Gold, die bescheideneren Steine, 
weder in die durchbrochene Fläche wie Serpentin und Alabaster, auch 
eingelassen, so daß sie lichtdurch: in Silber und Zinn gefaßt. Alte 
lässig bleiben Cz jour gesaßtJ, oder kostbare Steinkörper, der Fassungen 
sie werden in besonderer Fassung beraubt, erhalten sich, und werden 
auf die Fläche ausgesetzt CKasten: inspätererZeitneugefas3tCS.Marco 
fassungJ. Je kostbarer ein Stein inVenedigJ. AndieSteinekniipfeIT 
ist, desto mehr wird ihm die Metall: sich alchemistische Vorstellungen von 
arbeit untergeordnet, die Vehand: besonderer Heil: und Wunderkraft, 
lung der in ihrer natürlichen Ge: welche ihre Bedeutung für das 
statt möglichst erhaltenen oder auch Trinkgerät erhöhen. CDie herrliche 
künstlich geschliffenen Steine wird sten Stücke in den alten Krone 
dann zu einer eigenenKunst, derJu: schähen von Wien und Madrids 
welierkunst Cvgl. Schmuck Nro. 685J. der Kristallkasten des Hauptmeisters 
Weniger wertvolle Steine werden dieser  Kunst Valerio Vicentinv 
dagegen zur farbigen Musterung sss 1546 in Florenz.J Die Werts 
der Metallkörper verwendet und schätzung der Steine, besonders des 
auch wohl zerschnitten; man bildet Bergkristalles, sinkt, als man im 
Muster aus kleinen Metallzellen, XV1I. Jahrhundert hartes Kristalls 
welche man mit entsprechendenlglas herzustellen vermochte.
        

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