Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3267022
hat auch die. römisrhe Landschaft für ldas Große, Gewaltige.lebte 
großen Eindruck auf ihn gemacht. damals schon in ihm. Aber von 
Jm1ner bilden ihregroßenklassischen der Gefahr, Akademiker wie jene 
Linien denHintergrund, mit feiustem zu werden, befreite ihn sein Natur: 
Geschmack seht er antike Architektur studium. Er durchzog die Cam: 
und dazu in schönem Rhythmus pagna, marschierte nach Ostia zur 
hewegtee Figuren hinein. Alles Küste, wo er an der Küste weiter 
Ist wohl gegeneinander abgewogen, wanderte. Eine große Anzahl von 
meist sogar so stark mit dem Ver: Naturstudien Lea. 500J von ihm 
stande überlegt, daß man trotz der sind erhalten. Niemals jedoch hat 
Schönheit von Linien, Formen, trotz er Bilder direkt nach der Natur 
der freilich kühlen Harmonien, nach entworfen. Seine erstenbedeutenden 
einem frischen, naturwüchsigen Ton, Bilder zeigen sogleich den ihm 
wäre es auch eine Disharmonie, charakteristischen Aufbau, freilich 
perlangt. Bewundern muß man noch etwas theatermäßig:dekorativ  
Immer wieder das außerordentliEhe mit stark betonten Seitenknlisfen. 
Schönheitsgefühl, sei es für den Bald setzt er hohe nach oben sich 
Fluß der Linien, der graziös be: mächtig zusannnenballende Bäume, 
Zvegten Figuren und den Schwung in deren Schatten ein Haus steht, 
1hkerGewandung,sei es fürdenherr: bald läßt er auf ansteigendem 
Iichen mächtigen Aufbau der groß: Hügel eine alte Ruine aufragen. 
artigen.Landschaften. Komposition u. s. w. Die Kompositionenwerden 
und Zeichnung sind seine Glanz: mit den Jahren freier, geistreicher, 
Punkte. Er meidet sorgfciltige die Linienführung immer feiner. 
Durchmodellierung der Figuren, Den Hauptreiz all7 seiner Bilder 
da er im eigentlichenSinneplastische machen die unendli6h schönen Luft: 
Einzelwirkungen in den als Ganzes stimmungen, die immer froh und 
tIUfgefaßten Bildern nicht wünscht. heiter das Tonspiegelbild einer 
Jm Gegenteil legt er gerne einen glücklichen Seele sind. Alles, den 
matten dämpfenden Ton über das aufsteigenden Morgen, den glühen: 
Ganze,mildertmöglichstdie Farben, den Mittag, die Nacht, mit großer 
welche zuletzt freilich allzu kühl, Vorliebe den in Rot über dem 
leblos werden. leicht zitteruden spiegelnden Meer 
387. Claude Gell6e gen. le glühenden Abendhi1nmel, hat er 
L.orrain Cgeb.,1600 zu Chamague, gemalt. Seine Studien dazu hatte 
gMg früh als Bäcker nach Rom, er an der Küste gemacht und am 
kam in Tassi7s Werkstatt, 1626 in schönsten sind die Stücke, wenn 
Nancy, dann in Rom, wo er diesSonne über dem Meere noch 
U; Nov. 1682 starbJ. Der Be: einmal anfglühend hält, um dann 
Wunder der ,,heroischenU oder zu versinken. Das leicht bewegte 
idealen Landschaftsmalerei, hat er Meer hat er mit großer Meister: 
M Rom durch Tassi oder direkt schaft gemalt. Jn dem hellen 
Unter den Einflüssen des Caraeci, Sonnenglanz an einem klaren Tage, 
Yes Paul Brit und Elsheimers wie in dem glühenden Durch: 
sich einen Stil ausgearbeitet, der ,leucl1tender Luft bei leicht nebligem, 
M Jeder Beziehung ein idealer woltigem Himmel,ist eigentlich sein 
iChSMt. Die nötigen Naturstudien größtes Können zu suchen. Er 
mUkhke er auf Anregung seines war Lichts, Lnftmaler, nicht Kolorist
        

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