Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3267019
Nro. 382s 
s386. 
Dr. Ist. knapp. 
glanz in besonders zarter Harmonie, 
zeichnen seine Bilder aus; wenn sie 
auch selten die glückliche Komposition 
der Bilder seines Meisters besitzen. 
382. Franz Mieris C1635481 
LesidenJ. Jn der Schule G. Dou7s 
eignete er sich eine ausgezeichnete, 
solide Technik an, die er in seinen 
glänzenden Stücken des hohen 
Genres geschickt verwertete. Jst 
seine Malweise auch emailartig 
glatt, so geben die leuchtenden 
Farben, blendenden Seiden, über: 
haucht von einem kühlen Silberton, 
seinen Bildern doch wirksame Reize, 
trog gewisser Leerheit im Ausdruck 
und Handwerksmäszigkeit der Aus: 
führung. 
383. Kaspar Netscher C1639 
Heidelberg  1684.HaagJ. Schüler 
Terborchs, nahm an Stelle von 
dessen flüssiger Malweise und vor: 
nehmer Tonung die mehr glatte 
Technik mit leuchtenderen Farben 
des Mieris an. Bei freierer An: 
ordnung hat er manches schöne Bild 
gemalt. Auf Godfried Schalken 
wie auf die glatten Akademiker, 
deren bedeutendster Adriaen van 
der Werff C1659  1703 Rotter: 
damJ als Hof: und Porträtmaler 
des Kurfiirsten Joh. Wilhelm v. d. 
Pfalz endete, kann nicht näher ein: 
gegangen werden. 
384. Deutschland. Die Ehre der 
deutschen Kunst im 17. Jahrhundert 
hat ein Maler Adam Elsheimer 
C1578 Frankfurt  1620 Rom, wo 
er seit 1600 lebteJ gerettet. Erst in 
Rom bildete er durch das Studium 
der alten Meister und der groß: 
artigen römischen Landschaft den 
ihm eignen Stil aus, welcher 
von allergrößter Bedeutung für 
die Entwicklung der Licht: und 
Landschafts1nalerei wurde. Ohne 
seine feine Helldunkelmalerei im 
Jnterieur, ohne die von glühenden: 
Sonnenlicht durchstrahlten Land: 
schaften, ist vieles undenkbar. 
Rubeus, Rembraud wie Claud 
Lorrain haben von ihm gelernt. E 
ist der Begründer der Sti1nmungs 
landschaft, indem er die verschiedene: 
Beleuchtnngen am Tage undsbe 
Mondschein wiederzugeben suchte 
Freilich malt er noch mit Lokal 
farben, die er jedoch harmonisc 
zu einander stimmt. Ferner ver 
sucht er mit großem Geschick zur 
erstenmal die Figuren als Staffag 
der Landschaft in diesStimmun 
des Ganzen hinein zu arbeitet 
Seine kleinen Bildchen haben eine 
besonderen, intimen Reiz und sin 
belebt von natiirlicher Frische, d 
sie auf tiefem Studium der Natu 
beruhen. 
385. Frankreich. Mit der Ort 
nung der inneren Verhältnisse, de 
Unterdrückung der unruhigen Par 
teien, des Adels wie der Hugenotte 
durch Richelieu, entwickelte sich zuer 
die Litteratur und erst allmiihlic 
die Malerei. Jm allgemeinen ware 
noch fremde Mächte am Hofe thätix 
da  die größten Künstler. i 
Jtalien, in Rom die Quelle ihre 
Schaffens gefunden. Die unbk 
schränkte Monarchie zuerst gewal1 
sam, pruukhaft, dann mehr un 
mehr degeneriert, schwächlich, ver 
langte eine, die Herrscher, die Hof 
gesellsrhaft verherrlichende ode 
pikante, sinnliche Kunst und ms 
der Befreiung von diesen Fessel 
entstand eine echte, eigne Volks 
kunst, die mit ihren frischen ge 
waltigen Leistungen unser Jahr 
hundert beherrscht.  
386. Nicolas Ponssin Cgeb.159 
zu Villers:Normandie, 1624 in Ron 
1640ss42 in Paris, dann wiede 
in Rom, wo er 1665 starbJ san 
erst in Rom das Ziel feiner Sehn 
sucht, die Elemente seiner Kuus 
Nicht die Bolognesen, denen e 
anfangs freilich nachstellte  nu 
Domeuichino hat,starker auf ih 
gewirkt ss, sondern die Autike un
        

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