Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3266214
Nro. 2l6. 
Dr. Er. knapp. 
lich und logisch. Ueberall beob: ist er Am 21. Dezember x401 geboren ev 
achtet mais das iixriiiiihIishs Des:  
wachen destSim;;s sur volFre F;r:  1428 sehst 
men, wei ere auine. oii er U m ge . 
etwas nüchternen, zeichnerisch:sil: Sein. Lehrer war nach Vasari 
hoiiettenhaften Auffassung geht nian Masolino C1383s1440 s27D, von 
zu malerischer Breite über. Das dem jedoch nur späte Arbeiten in 
Streben nach feinerer Durchbildiiiig Castiglione d7Olona aus den Jahren 
der Form, lebhafteren Bewegungs: 1428 und 1485 erhalten sind. Diese 
iiiotiven, kiinstlerisch ivirksamerein erscheinen viel altertümlicher, trotz 
Aufbau in der Komposition, ist mit des vorgeschrittenen Naturalismus, 
dem neuen Geist des Realismus der liebevollen Detailarbeit. Masac: 
erwacht. cio entwickelt gleich in seinen frühen 
Die Aiitike hat auch etwas dabei Fresken CS. Elemente zu RomJ ein 
geholfen. Die wenigen erhaltenen feines Naturgefühl für naturali: 
Statuen stärkten das plastischFsEm: 1stische, dr8;iia;isch besiegte j;Dar: 
pfinden. Aber eine Renai ance tellung. ro artig it die reu: 
als Wiedergeburt antiker Formen zigung, deren geivaltige Auffassung 
giebt es nur in der Architektur. übertroffen wird durch die Fresken 
Diese giebt freilich die Umrahmung, der Vrazicaccikapelle IS. Cur: 
und die hohe Einfachheit der For: miiie, FlorenzJ. Der hohe Geist 
men mußte immer wieder klärend Giottos, an dessen Fresken in S. 
wirken.   Croce man denken muß, lebt in 
Anders als der Germane, der Masaccios Genius mächtig auf. An 
immer mehr für sich arbeitet, tritt Stelle der jugendlichen Freude in 
der Jtaliener der Natur gegenüber. der realistisihen Durchbildung, wie 
Während die van Eycks als feine sie in den ersten Fresken zum Aus: 
Beobachter, Empiriker das geben, dr1icke.koinmt., tritt. bald der ernste 
was sie sehen, das beobachten, was männliche Sinn sur moiiumeiitale 
sie brauchen, behandelt der No: Größe, der nur iiarh einem harmo: 
mane die Sache theoretisch, wissen: nischen Ganzen strebt. Der Künstler 
schaftlich, und was er errungen, koiiinit zu einer malerischen. Auf: 
wird Eigentum aller. Lehren uber fas1ung,. zu. einer Gesamtwirkung 
Perspektive. Drei Bücher der mit Hilfe einer überrascheiiden Be: 
Malerei von dem Architekten Leon herrschuug des Lichtes. Ueber die 
Battistci Alberti.  würdevolleii Gestalten in den herr: 
Die Bücher über Perspektive von lich reichsaltigen Mänteln, über die 
Pietro della Fraiicesca,LucaPacioli, charaktervollen Typen der Heiligen, 
das Buch der Malerei von Leo: der Bettler .und Kranken fällt von 
Jnardo u. a. seien erwähnt. Das oben das Licht voll herab. Dabei 
ganze 15.J.ahrhundert.brauchten die zeigen die in trefflicher Koinposi: 
.trunstler, sich durch die neue .Welt tion zu einaiider geordneten Figuren 
durchzuarbeiten. Florenz übernimmt hervorragend ausdrucksvolle Be: 
auYh jetzt die Führung. ivegnugen. Man beobachte beson: 
.316.Masaccto. Als der Geioal: ders den herschreiteudeii Petrus, 
  
O , ; r irr a u er: 
Mcisaccio empor, das Zwischenglied strahlende Licht, durch die Perspek: 
zwischen Giotto und Michelangelo. tive und das Ueberschneiden der 
Jm Kasten S. Giovanni im .Amoti;a1e Figuren eine iiatnrwahre Raum:
        

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