Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3217279
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Zahnbahnen 
1871 bei der Bahn Vitznau-Rigi (Fig. c) erftmals angewendet wurde. Für die Höllentalbahn 
Xlbläahdtinlägigatän Biffinger 8: Klofe 1887 die Leiterftange noch weiter verbeffert (Fig. d). 
a tufenzahnitangen aus 2 oder 3 gezahnten Flacheifen angewendet, deren Zähne 
gegeneinander um die Hälfte oder ein Drittel verfetzt und die mittels eiferner Stühle auf den 
Schwellen befeiiigt iind (Fig. e). Etwas abweichend hiervon hat T elfner eine aus Winkeleifen, 
deren vertikale Schenkel gezahnt iind, zufammengefetzte Zahnftange bei der Bahn San Ellero- 
Saltino bei Florenz angewendet. Bei der Pilatusbahn mit 4800m Steigung hat Locher 1885 
eine liegende doppelfeitig gezahnte Stange (Fig. f) ausgeführt, in die beiderfeits wagrechte 
Zahnräder eingreifen. Bei der Jungfraubahn iit man auf Vorichlag Strubs 1896 wieder auf 
eine einteilige Zahnftange übergegangen, die aus einer hohen kräftigen Breitfußfchiene mit 
birnförmigem Kopf beiteht, in den die Verzahnung gefchnitten iii (Fig. g).11nd 1917 hat Peter 
für Neigungen bis 5000m, und mehr eine einteilige Zahnftange in Vorfchlag gebracht, beitehend 
aus einer Breitfußichiene mit 100 mm breitem, beiderieits gezahntem Kopf (Fig. h), in den zwei 
wagrechte Zahnräder oder aber (bei anderer Geftaltung der Zähne) ein fenkrechtes, eigenartig 
gezahntes Rad eingreift. Die Bauarten Strub und geter iind 
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  Die Zahnbahnen unterfcheiden üch in ihrer Anlage von 
ß Ü ä den wirtfchaftlich angelegten Reibungsbahnen grundfätzlich 
 "b  nicht. Sie können ein- oder zweigleitig. voll- eder iehmalfpurig 
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i! i! ß ß ß Neigungen der Reibungsitrecken zwifchen 20 und 40'700, die 
"w; c iuh  der Zahnftrecken zwifchen 50 und 1250100. Die Steigung reiner 
  Zahnbahnen fchwankt von 45  bis 377 "Im, bei ttehenden Ver- 
 zahnungen und geht bis 500'700 bei liegenden. Die Kriimmungs- 
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 d  liehen Bahnen vorteilhafter.  Der Oberbau befteht aus 
zwei breitfüßigen Fahrfchienen und der in der Mitte des Gleifes 
liegenden Zahnitange. Die Fahrfchienen iind mittels Klemm- 
am 2:: giäiäaäbääi attestiert.2123x222?" beißt-et 
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a Bauart Blenkiniop, 1812 (Gußeifen). b Bauart Marih, 1858. c Bauart Rlggenbach, 1871. d Bauartßiiiingeräz Klofe, 
1887 (Flußftahl). e Bauart Abt, 1882. f Bauart Locher, 1885. g Bauart Struh, 1896. h Bauart Peter, 1917. 
weder unmittelbar oder, wenn größere Höhenlage gegenüber den Fahrfchienen (bis 80 mm) gewählt 
ift, mittels eiierner Sättel auf den eifernen Querfchwellen befettigt und an den Stößen verlafcht. 
Um das Wandern des Oberhaus zu verhindern, wird derfelbe bei den meiften Bahnen im Unter- 
"bau verankert, indem etwa alle 100 m vor den Schwellen Winkeleifen oder Schienenttücke ein- 
betoniert werden [1] S. 108 und [2] S. 42.  Spurerweiterungen können bei geringen Radltänden 
und Uebergangsbogen-bei geringer Fahrgefchwindigkeit ganz entbehrt oder doch wefentlich 
befchränkt werden, ebenfo kann in Krümmungen die Ueberhöhung des äußeren Schienenttrangs 
gering angenommen werden. Von Wichtigkeit itt die Ausrundung der Gefällswechiel. Bei reinen 
Zahnbahnen mit Zügen, aus Lokomotiven und Wagen beitehend, follte der Kriimmungshalbmefler 
der Ausrundung mindettens 300 m (bei konvexen Gefällswechfeln womöglich nicht unter 500 m) 
und bei gemiichten Bahnen mindeftens 2000 m betragen [2] 8.41.  Der Uebergang von einem 
Gleis auf ein anderes wird mit Schiebebiihnen, beweglichen oder fetten Zahnliangenweichen 
bewirkt. Bei gemitchten Bahnen muß am Beginn der Zahnftrecke ein federndes Eintahrftü ck 
von etwa 3 m Länge angeordnet werden, das an die fefte Zahnltange anfchließt.  S ch i enen- 
gleich e Wegübergänge müffen befonders forgfältig angeordnet werden, wenn die Leiter- 
ttange die Fahrlchiene überragt [1] S.1l2, [2] S. 47 und  
Zufammenftellungen ausgeführter reiner Zahnbahnen und gemifchter Bahnen finden [ich 
in [l] S. 128, [2] S. 21.  Der Betrieb gefchieht teils mit Dampf-, teils mit elektriichen Loko- 
motiven oder Motorwagen. Elektrifcher Betrieb wird jetzt beinahe allgemein angewendet. 
Zahnradlokomotiven [12] werden zwar unter Beachtung der für den Lokomotivbau 
allgemein gültigen Regeln gebaut; es wird aber durch den Eingriff der Räder in die Zahnttange 
große Zugkraft bei geringem Gewicht zu erreichen gefucht. Aut die Ausnutzung der Reibung 
zwifchen den Triebrädern und Fahrfchienen wird meitt verzichtet     
Die Perfonenwagen lind bei Tourittenbahnen meift Auslichtswagen mit nur einer 
Wagenklaffe in einfacher Austtattung. Sie lind 2- oder 4-achtig und unterfcheiden {ich von ge- 
wöhnlichen Eifenbahnwagen nur durch Anordnung eines Bremszahnrads mit l-lebelwerk und
        

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