Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3216626
Wedzjeljirommafdzinen 
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Stromquelle, hingegen gefchwächt (eventuell bis auf Null), wenn es mit dem negativen Pol 
von D verbunden ift, denn in diefem Falle ttößt das Gitter die Elektronen ab. Die Schaltung 
zur Erzeugung von Wechfelftrömen zeigt die Fig. 17. In ihr; ifi C der Kondenfator, der durch 
die StromquelleB geladen wird, wenn die Gitterfpannung Null oder pofitiv ift. Die in der 
Spule L erzeugten Induktionslinien durchfetzen auch die Windungen D und erzeugen dort 
Spannungen, die das Gitter potitiv oder negativ laden, wobei im letzteren Falle der Strom- 
kreis der Batterie B unterbrochen wird. Die Induktionslinien der Spule L könnten auch, 
noch die Windungen einer weiteren Spule durchfetzen und dort elektromotorifche Kräfte von 
der Frequenz f erzeugen (f. Transfo rmator und  
Literatur: [1] Elektrotechn. Zeitfchr. 1927, S. 868.  [2] Holzt, Schule des Elektrotechn., 
Bd. ll, Leipzig 1929.  [8] Vieweger, Aufg. u. Löf. aus der Gleich- u. Wechfelilromtechnik, 
Berlin 1926.  [4] Pohl, Einführ. in d. Elektrizitätslehre, Berlin 1927.  [5] Arnold, Wech{el- 
ftromtechnik, Bd. l, Berlin 1923.  [6] Ring, Die fymbol. Meth. z. Löf. v. Wechfelftromaufg, 
Berlin 1928. Vieweger 
Wechfelftrommafchinen arbeiten mit Feldmagneten und Anker ohne 
Kommutator und dienen zur Erzeugung von Wechfelftrömen (f.  vgl. a. 
Drehftrom und Umformer. 
In einer Drahtfpule wird {tets eine elektromotorifche Kraft erzeugt, wenn die Zahl der 
von der Spule eingefchloffenen Induktionslinien {ich ändert (vgl. Induktion). Bei den Ma- 
fchinen, die zur Erzeugung elektrifcher Ströme; dienen, wlrird nun die Aenderung der von. 
 f, der Spule einge chloffenen nduk- 
y l tionslinien dadurch bewirkt, daß 
    x,   {ich Magnetpole vor der Spule vor-  4„ 
gwjßtiää  j a;   beibewegen. In Fig. 1 ift eine 1 l e" n, V 
w; N  Anordnung dargettellt, bei der {ich ' d,  
 Z äxäxä   por dden Spulen A, B, g abvgeclÄ-r c 
  Xy-xe y en die Nord- und üd oe 
  und S vorbeibewegen. Betrfachten C 
HE, wir z. B. die SpuleA in dem dar- 0 t 
geftellten Augenblick, {o umfchließt  
{ie das Maximum von Induktionslinien, die von unten nach oben H92 "'21 
treten; bewegen {ich die Pole nach rechts, {o gelangt der 
Zwifchenraum Z vor die Spule, und es gehen jetzt keine lnduktionslinien durch; {teht der 
Südpol S vor der Spule, {o umfchließt {ie wieder ein Maximum, die lnduktionslinien gehen 
aber jetzt von oben nach unten hindurch. Bei der weiteren Bewegung nimmt der lnduktions- 
fluß abermals auf Null ab, um endlich wieder, wenn der nächlte Nordpol unter der Spule fleht, 
das urfprüngliche Maximum einzufchließen. Um ein klares Bild von dem fnduktionslinien- 
verlauf in der Spule zu erhalten, kann man die jeweilige Stellung des Pols als Abfziffe, den zu- 
gehörigen Induktionsfluß als Ordinate auftragen, wie dies Fig. 2 zeigt; in I befindet {ich der 
Nordpol unter der Spule, in II der Zwifchenraurn Z, in III der Südpol, in IV der nächfie 
Zwifchenraum, in Vder nächtte Nordpol. Die Formel  (vgl. Induktion) 
liefert die elektromotoritche Kraft, die in jedem Augenblick in der Spule erzeugt wird; in 
diefer Formel bedeutet Q die von der Spule zur Zeit r eingefchloffene Induktionslinienzahl, 
w die Anzahl der auf die Spule gewickelten Windungen. Es ift aberäilztgr, mithin 
die E.M.K.e der Größe tg r proportional. Demnach kann man aus der Kurve Fig. 2 die Kurve 
für die E.M.K. herleiten. So ift im Punkte I tg r :0, alto e:O, in II wird tg 1 ein negatives 
Maximum, alfo e ein pofitives Maximum, in III gleich Null, von 1]! ab wird 1 ein {pitzer 
Winkel, alfo tg r potitiv, demnach e negativ, in IV wird e ein negatives Maximum, in Vwieder 
Null, ufw. Fig. 2a gibt den Verlauf der E.M.K. an. Man erkennt hieraus, daß die E.M.K. der 
Größe und Richtung nach veränderlich itt, was im gefchloffenen Stromkreife auch von dem 
zugehörigen Strom gilt. Eine Periode umfaßt die Zeit von O bis C. 
Die Magnete {ind in der Regel Elektromagnete, und zwar wird der zu ihrer Erregung 
erforderliche Strom durch eine kleine, direkt mit der Wechfelttrommafchine gekuppelte oder 
durch Riemen angetriebene Gleichftrommafchine erzeugt. Der Strom wird der rotierenden 
Magnetwicklung durch Schleifringe zugeführt. Fig. 3 zeigt {chematitch die Anordnung einer 
vierpoligen Mafchine. Der Wechfelftrom wird den Klemmen KK  
entnommen, während zu den Klemmen-j-la-k der Gleichftrom  S  
zugeführt wird. Die Spulen {ind hier hintereinander gefchaltet,   IX 
{o daß die elektiomotorifche Kraft der ganzen Mafchine viermal  45:-  
fo groß ift wie die einer Spule. Eine Periode wird vollendet,    
wenn über der betrachteten Spule wieder ein gleichnamiger Pol  K j 
fteht. Betitzt die Mafchinep Nordpole, {o wird eine Periode nach Ngt  iöG?  {N 
l :p Umdrehungen vollendet. Macht das Magnetgeftell nUmlJmin, r g  3 "1 
{o gibt np:60 die Anzahl der Perioden pro Sekunde (die Fre- Ä a H!  
quenz) an, die in der Regel durch das Zeichen f bezeichnet   
wird; es betteht demnach die Beziehung np:60:fHz (HEIM)- jßä I," 
Zum guten Brennen der Bogenlampen {ind mindeftens 40 Perioden x15  
erforderlich; will man al{o die Umdrehungszahl n klein halten,  
{o muß die Anzahl der Nordpole p groß gewählt werden.  tKk [m14 p;g_3_
        

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