Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3215159
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Univerfol 
Unterbrecher 
Univerfol, Reinigungsmittel. Eine gelbe, klare, ölige Flüfiigkeit, die, mit Waffer 
(l:l0) vermifcht, (ich fchlüpfrig und fettig anfühlt; mit einer größeren Menge Waffer gemifcht 
enttteht eine milchig getriibte Flüffigkeit. Die mit Univerfol behandelten Textilwaren werden 
zwar vollkommen gereinigt, behalten jedoch ihren natürlichen Fettgehalt. J- K. Andes 
Unrunddrehbank, dient zur Herftellung von Körpern, deren durch das Drehen ent- 
flehende Mantelfläche aus Punkten beiteht, die von der Drehachfe verfchiedene Entfemungeri 
haben. S. a. Paftigdrehen (Bd. 2, 8.485), Hinterdrehbank (Bd. 2, S. 486) und Ovalwerk. 
Unrunde werden in DIN 251 als technifche Grundnorm behandelt. 
Die Enden iind mit r auf die Länge L von beftimmten Maßen abgerundet, die Breitfeiten 
mit R auf die Breite b. Annähernd hat die fchmale Form b:R:0,45 L und r:0,16 L; 
die mittlere b:2R:0,7 L  (10518) mm und r:0,l6 L; die breite b:2R: 
(0,70eO,77) L und r:0,2 L.  Ueber unrunde Scheiben für Steuergetriebe f. Zeitfchr. d. Ver. 
deutfch. Ing. 1905, S. 1581. Llndner 
Unrunde Räder übermitteln von einer gleichmäßig umlaufenden Welle eine 
ungleichförmige, in jedem Spiel wechfelnde Drehgefchwindigkeit. 
Gewöhnlich benutzt man nur elliptifche Räder (Bd. 3, S. ll), fo vielerlei Formen 
auch fonfi noch möglich Iind.  
Literatur: f. Kinematik. l-indner 
Unterbau der Eifenbahnen, im Gegenfatz zum Oberbau (f. d.) alles, was zur 
Unterttützung des Oberbaus erforderlich ift, alfo der Bahnkörper (f. Bd. 1, S. 396, Fig.1 
u. 2) mit allen Bauwerken ufw., die unterhalb der Bettung des Gleifes liegen. Auch die Tunnel 
und Ueberbrückungen kann man im weiteren Sinne zum Unterbau rechnen, da ihre Herftellung 
erforderlich ift, um die fortlaufende Unterlage für den Oberbau zu fchaffen. 
Bei Ausführung des Unterhaus find fowohl bei Schüttung der Dämme als auch bei Her- 
ftellung der Einfchnitte und Tunnel die Befchafienheit der Erdarten und die geologifchen Ver- 
hältniiie zu beachten, damit Rutfchungen vermieden werden. Bei Dämmen an fteilen Hängen, 
auf geneigten, nicht tragfähigen Erdfchichten (z. B. geneigte Tonfchichten) im Untergrund, im 
Watier oder in Mooren find befondere Sicherungen erforderlich (f. Damm, Bd. 2, S. 220). Bei 
Ausfchachtung der Einfchnitte ift namentlich auf die Befchaffenheit des auszuhebenden Mate- 
rials, das Fallen der Schichten und auf watferführende Schichten Riickficht zu nehmen. Letz- 
tere werden, um Rutfchungen nach Möglichkeiten vorzubeugen, am betten vor Beginn der Aus- 
fchachtung durch Sickerungen entwäffert, die mittels offener Schlitze oder, wenn die Schichten 
fehr tief liegen, mittels Stollen und Schächten einzubauen lind (f. Ei nfchnitt und Böfchungs- 
arbeiten). Zur Erfparnis an Crrunderwerbskoften oder an Erdarbeiten, letzteres befonders an 
[teilen Hängen, werden vielfach Stütz- und Futtermauern (in Mörtel- oder Trockenmauerwerk) 
hergeßellt, namentlich im Anfchluß an Bauwerke zur Sicherung des Laufs von Waldbachen, 
an fteilen Lehnen (Lehnenviadukte), bei Flußverlegungen u. dgl. 
Literatur: Winkler, Vortr. üb. Eifenbahnbau, Heft V, Unterbau, 3. AufL, Prag 1877; Handb. 
d. Ing.-Wiff., l. Teil, 2. Bd., 4. Aufl., Leipzig 1905. Kahler 
Unterbrecher (Selbftunterbrecher), Vorrichtungen zur Erzeugung pulfierender 
elektrifcher Ströme durch felbfttätiges Oeffnen und Schließen eines Gleichttroms. 
Sie finden Anwendung bei elektrifchen Läutewerken (f. Alarmvorrich- 
tungen) und bei Induktionsapparaten (f. Induktion).  
Die einfachfte Form (bei Alarmglocken und kleineren Induktionsapparaten heute noch im 
Gebrauch) itt der Platinunterbrecher, nach feinen Erfindern auch als Wagnerfcher 
5 y oder Neeffcher Hamsmer bezeichnlet. (Die gigur zeigt Sie Bchaltung; 
 Nach Schlie en des chalters S e t er trom von er a erie 
llllh  durch die Stillfchraube R zum Anier A und durch die um den Stift P 
fchwingende FederF zum Magneten M, der dann den Anker A anzieht. 
   4 Hierdurch wird der Stromübergang bei R unterbrochen, der Anker federt 
 zurück, fchließt den Strom, öffnet ihn fogleich wieder uff. Die Zahl der 
M l,- eü-il Unterbrechungen ift gering (bis 50 in der Sekunde). Durch VerbefTerungen 
' der Federanordnung erreichten Deprez, Ca rp entier u. a. Unter- 
P brechungen bis 100 i. d. Sek. Die Kontaktftelle des Ankers trägt ein 
Platinplättchen, die Schraube einen Platinltift.  Höhere Zahlen liefern 
die Saitenunterbrecher (angegeben von Wien, Nernft, Arons), bei denen ftatt des 
Ankers eine Eifenfaite vom Magneten in Schwingungen verfetzt wird. Für größere Stroiriftärken 
verwendet man die Queckfilberunterbrecher (zuerft von Tesla angegeben), bei denen 
das Unterbrechen durch fchnell wechfelnde Berührungen eines Metallftiftes mit einem Queck- 
[ilberfpiegel oder durch zeitweifes Auftreffen eines Queckfilberftrahles auf eine bewegte Metall- 
fläche erzeugt wird. Die Bewegung des Metallftiftes, deffen Ende aus Platin befteht, erfolgt beim 
Foucaultunterbrech er durch Federwirkung, wobei ein Elektromagnet die Antriebskraft 
liefert. Die Zahl der Unterbrechungen ilt hierbei jedoch nicht groß. Da die Unterbrechung 
plötzlich erfolgen muß, befindet {ich über dem Queckülber eine Schicht Petroleum oder Alkohol; 
diefe Flüffigkeiten vereiteln das Auftreten eines Lichtbogens. 
Mehr Unterbrechungen erzielt man durch die Queckfilberftrahlunterbrecher. 
Durch ein vertikales Rohr mit feitlichem horizontalem Stutzen, wird dauernd Queckfilber ge- 
trieben, während es um die vertikale Achte in rafche Drehung verfetzt wird. Das Queckiilber 
tritt dann in einem feinen Strahle aus dem Stutzen im Kreife herum aus. Stellt man nun einen 
Blechzylinder mit Ausfparurigen konzentrifch um das Rohr, fo wird es durch den Strahl mit
        

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