Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3214107
Trä g er. 
zujammengejetzte 
Trägheitsellipfe 
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das Syflem tlatifcli unbeilimmt wäre. Träger veränderlichen Syilems ünd z. B. Fachwerkträger 
mit Ciegendiagonalen (f.  Träger von ftatifch beftimmter oder tlabilerArt heißen auch 
äußerlich ftatifch beftimmte bzw.äußerlich ftabile Träger, Träger von ttatifch 
betlimmtem oder tlabilem Syilem innerlich itatifch beftimmte bzw. innerlich 
la b i l e Trä ge r. Damit ein Träger ohne Einfchränkung flatifch beflimmt und {labil fei, muß fowohl 
feine Art wie fein Syftem ilatifch bellimmt und ftabil fein, womit der ganze Träger innerhalb 
der üblichen Beanfpruchungsgrenzen nur durch elallifche Formänderungen und Temperatur- 
änderungen bedingte Verfchiebungen erleidet und alle äußeren und inneren Kräfte durch die 
Ciefetze der Statik allein beftimmt werden können. 
Literatur: [1] Weyrauch, Kennzeichen ilat. bellimrnt. u. ftab. Trägerarten, Zeitfchr. f. Bau- 
kunde 1881, S. 55.  [2] Derf., Theorie d. ilatbeftimmt. Träger f. Brücken u. Dächer, Leipzig 
1887.  [3] Derf., Beifp. u. Aufg. z. Berechn. d. ftat. beilimmt. Träger f. Brücken u. Dächer, Leipzig 
1888.  [4] Föppl, A. u. L., Drang u. Zwang, 2. AufL, I. u.II. Bd., München u. Berlin 1924 u. 
1928, u. weit. Lehrb. d. Fettigkeitslehre.  [5] Müller-Breslau, Die graph. Statik d. Baukontln, 
1. Bd., 6. Aufl., Leipzig 1927; Il. Bd., I. Abt., 5. Auil., 1922; II. Bd., II. Abt., 2. Aufl., 1925.  
[6] Derf., Die neuer. Meth. d. Fetligkeitslehre u. d. Statik d. Baukontlr, 5. Aufl., Leipzig 1924.  
[7] Grüning, Die Statik d. eb. Tragwerks, Berlin 1925.  [8] Beyer, Die Statik im Eifenbeton- 
bau, Stuttgart 1927, u. weit. Lehrb. d. Bauflatik.  [9] Handb. f. Eifenbeton, 12. Bd., Hochbau, 
Il. Teil, 11. Kap.: Schalen u. Rippenkuppeln v. Difchinger, Berlin 1928. Maler-Leibnitz 
Träger, zufammengefetzte (kombinierte) oder kombinierte Syfteme 
nannte man früher häufiger als jetzt Tragwerke, die aus zwei oder mehreren 
ungleichartigen Teilen, wie Kette und Verfteifungsbalken, Bogen und Zugllange, 
Bogen und Balken ufw., bettehen (vgl. I-Iängebrücken, Bogen [mit Zugband], 
Bogenfehnenträger, l-Iängewerke und unterfpannte Balken, Spreng- 
W C 1' k e). Maier-Leibnitz 
Tragfedern der Eifenbahniahrzeuge lind zwifchen den Achslagern 
und dem Rahmen-(Unterqüeltell der Fahrzeuge eingefchaltet, um die beim Rollen 
der Räder über Schienenltöße und fonitige Gleisunebenheiten auftretenden Stoß- 
wirkungen aufzunehmen und möglichlt vom Fahrzeug felbil fernzuhalten; f. a. 
Federaufhängung. 
Als Tragfedern werden heute faft durchweg Blattfedern benützt (Fig.l u. 2), die aus einer 
größeren Anzahl Federblätter zufammengefetzt und durch einen, meitl warm aufgezogenen Feder- 
bund zufammengehalten werden. Seitliches Verfchieben der einzelnen Blätter gegeneinander 
wird durch eingewalzte Längsrippen und -nuten, die ineinander greifen, verhindert, Fig. 3. Die 
Blattfedern erhalten im entlalieten Zuftand 
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 n:  . 2,2. 
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Fig. 1. Lokomotivtragfeder. Fig. 2. Wagentragfeder. 
eine derartige Sprengung nach aufwärts, daß lie unter der Laft annähernd gerade gebogen 
werden. Ihre Geilalt ill für Lokomotiven, Tender und Wagen grundfätzlich gleich, Länge und 
Blattzahl dagegen itl; der geforderten Weichheit entfprechend verfchieden.  
Bei Lokomotiven und Tendern beträgt die Länge der Federn meitl g 
90041200 mm, bei Güterwagen 90041400 mm und bei Perfonenwagen 
120042300 mm; der Blattquerfchnitt ift meift 90x13 mm, neuerdings bei .90 
Federn der D.R.B. auch l20x I6 mm. Als Werklloff wird better Flußftahl F,g_3_ 
(Federllahl) benützt, der in ungehärtetem Zulland eine Feftigkeit von min- 
deftens 70 kglmmz belitzt. Die D.R.B. verlangt neuerdings mindeilens 85 kglmmz bei 1201„ Deh- 
nung; in federhartem Zuftand foll die Fefiigkeit mirideitens 140 kg1mm2 betragen. Dauner 
Trägheitsellipfe, geometrifch abgeleitet. 
Es fei F der Flächeninhalt einer ebenen Figur (f. Fig. 1), S ihr Schwerpunkt und dF ein un- 
endlich kleines Element der Figur; a und b feien zwei in der Ebene gelegene Achfen und x undy 
ihre Abtlände vom Elemente dF. Das Produkt dF-y nennt man das flatifche Moment des 
Elementes in bezug auf die Achfe a. Nach der Theorie des Schwerpunktes itl das llatifche 
Moment der ganzen Fläche  Erfetzt man nun die Flächeninhalte zlF durch 
die itatifchen Momente AF-y und beftimmt deren Schwerpunkt, fo findet man einen von S 
verfchiedenen Punkt A. Mit Hilfe diefes Punktes kann der Wert Z: 2 (JF -y  x), das Jßntfi- 
fugalmoment" der Figur in bezug auf die Achten a und b berechnet werden. Da A der Schwer- 
punkt der ftatifchen Momente zlF -y iit, fo ift nämlich das Zentrifugalmoment gleich der Summe 
der ftatifchen Momente multipliziert mit xß oder   xa- Läßt man b 
mit a zufammenfallen, fo geht das Zentrifugalmoment in das Trägheitsmoment Jfür die Achfe zz 
über und es ift J:E(AF 3312): F-ys-ya. Der Punkt A ift von der Lage der Achfe a ab- 
hängig; zu jeder Achfe a gehört ein beftimmter Punkt A. Geht die Achfe a durch den Schwer- 
punkt S, fo fällt A ins Unendliche, weil in diefem Falle  J dagegen von Null ver- 
fchieden iti. Fällt umgekehrt die Achfe a ins Unendliche, fo haben alle Elemente gleiche
        

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