Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3213669
Thallium 
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trifche Sengen) dienen, denen tich die Entfchlichtungsmafchin en anfchließen. Das 
Syftem Mohr bezweckt, die verfchiedenen Operationen des Bäuchens, Chlorens, Säuerns und 
Wafchens in einem Keffel auszuführen. Andernfalls bedarf es in der Strangbleicherei der 
Strangwafchmafcliine, worauf das Gewebe auf dem Strangöffner geöffnet, auf dem 
Wafferkalander entwäffert und auf Zylinder- oder Spannrahmentrockenmafchinen 
getrocknet wird. Dem gleichen Zweck dient neuerdings auch die mechanilche Hänge 
mit mechanifcher Warenbeförderung. 
2. Die Merzerifation des Strähngarns erfolgt auf Strähngarn-Merzerilier- 
m a fch i n en, die der Stückware auf zufammenhängenden Anlagen, beltehend aus Imprägnier- 
foulard (Durchtränken mitNatronlauge), Streckrahmen mit Spritzvorrichtung, Entlauger 
und Neutralifiermafchine. 
3. Das Färben von lofer Baumwolle und Garn gelchieht meilt auf Färbeapparaten (nach 
dem Packfyltem) mit kreifender Flotte und ruhendem Material; Kops und Kreuzfpulen werden 
auf durchlochten Spindeln und ebenfo Ketten auf durchlochten Färbebäumen gefärbt (und 
nachträglich gefpült). Zum Entwäffern (und teilweife zum Oxydieren) Gnd Luftftationen mit 
Saug- und Druckkeffeln vorgefehen; doch empfehlen lich, wo dies möglich ilt, Schleudern zum 
Trocknen, wegen ihres wefentlich billigeren Betriebs. In der Stückfärberei lind die Auffetz- 
kafte n (J igger) in ihren verfchiedenen, dem Verhalten der Farbltoffe angepaßten Formen am 
weiteften verbreitet, daneben die Hafpelkufen zum Färben im Strang und die Färbe- 
foulards, die {ich mit Oxydationsmalchinen (z. B. für die Anilinfchwarz-Färberei) 
verbinden laffen. Das Wafchen der Stücke nach dem Färben gefchieht gewöhnlich auf Breit- 
wafchmafchinen, die in befonderer Ausführung als Breitwafch-, Beiz-, Seif- und 
Säuremafchinen auch für die Vor- und Nachbehandlung fowie für einige FärbeprozelIe 
verwendet werden. Zum Entwäffern dienen Ausquetfchmafchinen, Wafferkalander 
und zuweilen auch Schleudern; zum Trocknen verwendet man außer den oben erwähnten 
Trockenmafchinen auch Heißluftkammern (Hotflue). 
4. In der Druckerei kommen als Vorbereitungsapparate die Breitftreck- und Egalifier- 
mafchinen lowie die Scher- und Bürftmafchinen in Frage. Die Walzendruck- 
mafchinen lind zwar meift mit Tiefgravur verfehen, neuerdings aber haben lich, wie beim 
Tapetendruck, Reliefwalzen eingeführt. Von befonderer Wichtigkeit für den Druckerei- 
betrieb lind die Trockenmanlarden und die Dämpfapparate, die in verfchiedenen 
Ausführungen Verwendung finden; vor allem ilt hier der Schnelldämpfer zu erwähnen. 
5. Sehr mannigfaltig lind die der App retur der fertigen Waren dienenden Vorrichtungen, 
unter denen zu erwähnen lind, außer den Trocken-, Breit treck- und Egalifiermafchinen, 
die Einfprengmafchinen und die Kalander, die je nach dem in bezug auf das Aus- 
fehen der Oberfläche der Waren erltrebten Zweck, als Roll-, Friktions- oder Matt- 
kalander, ferner als Seiden- bzw. Silberglanz- und Prägkalander gebaut und mit 
entfprechend gravierten Walzen verfehen lind. Hierzu gehören auch die hydraulifch e 
Revolvermangel, die Appreturbrechmafchine, die Meß-, Lege-,Winkel- und 
Dubliermalchine, verbunden mit der Warmpreffe. 
6. Die Veredlungsmafchinen für Baumwolle können zum Teil ohne weiteres auch für 
Wolle übernommen werden. In vieler Beziehung macht aber die große Verfchiedenheit des 
Fafermaterials ganz andere chemifche und mechanifche Verfahren und im Zufammenhang da- 
mit andere Mafchinen und Apparate erforderlich. Dies gilt z. B. für die Wollwafchmafchinen 
(Leviathan), die Ausquetfchmafchinen, Trocken- und Karbonilierapparate, 
Zylinder- und Kurbelwalken, Abfaugevorrichtungen, Kratzen- und Natur- 
kardanrauhmafchinen, Verftreich- und Poliermafchinen, Naßdekatur- 
mafchinen und Brennböcke, Schermafchinen, Muldenpreffen und Ratinier- 
mafchinen, Fertigdekatiev, Dämpf- und Bürftrnafchinen. 
7. Einen Ueberblick über die größeren deutfchen Fabriken auf dem Gebiet des Textil- 
veredlungsmafchinenbaus (außerdem gibt es noch eine große Zahl von Fabriken für Spezial- 
artikel der Textilinduftrie) gibt die folgende Zufammenftellung: 
Außer der Gemeinfchaft deutfcher Textilmafchinenfabriken, in der ver- 
einigt lind die Firmen Th. Blaß, Seifhennersdorf; Ernit Geßner, Aue; A.Montforts, M.-Glad- 
bach; C. H. Weisbach, Chemnitz; Franz Zimmers Erben, Warnsdorf und Zittau; Zittauer 
Malchinenfabrik, Zittau, lind hier vor allem noch die folgenden Unternehmungen zu nennen: 
J. P. Bemberg, Barmen-Rittershaufen; F. Bernhard, Leisnig; B. Cohnen, Grevenbroich b. Köln; 
Eduard Eifer 8: Co., Görlitz; C. A. Grufchwitz, Olbersdorf i. Sa.; Friedrich Haas, Lennep, 
Rhld.; Ernft Hamburger, Görlitz; C. G. Haubold, Chemnitz; Gebr. Heine, VierfenlRhlrL; 
L. P. A. Hämmer, Aachen; Moritz Jahr, Gera-Reuß; Rudolf Jahr, Gera-Reuß; Johann Kleine- 
wefers Söhne, Krefeld; Paul Klug, Crimmitichau; H. Krantz, Aachen; Friedr.Krupp  Effen; 
J. G.Lindner, Crimmitfchau ;  ; Obermaierä Co., LambrechtlPfalz; U. Pornitz 
8: Co., Rudolph 8a Kühne (Otto Pierron), Bocholt i. W.; Benno Schilde, Hersfeld; H. Schirp, 
Vohwinkel-Elberfeld; B. Thies, CoesfeldlW.; Waggon- u. Mafchinenbau-A.-G., Görlitz. Budwrer 
Th, chemifches Zeichen für Thorium (f.  
Thallium, T1, Atomgewicht 204, ilt ein dem Blei fehr ähnliches metal- 
lifches Element, von weißglänzender Farbe. 
Es hat einen Schmelzpunkt von 301 o, ilt giftig, fchmied- und hämmerbar fowie in der Kälte 
fchweißbar.  Es wird aus dem Fliigltaub der Schwefelfäurefabriken und aus Zinklaugen, ferner 
aus dem Crookelit und Berzelianit gewonnen. An Verbindungen lind zu erwähnen: das Thal- 
liumazetat, TlC2H302, vom Schmelzpunkt 110"; das Thalliumkarbonat, TIQCOS, vom Schmelz- 
punkt 272"; das Thalliumchlorür oder Thalliumchlorid, TlCl, ein weißer käliger Niederfchlag, der
        

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