Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3213502
Telephon 
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adern in beliebiger Unterteilung untergebracht werden. Fig. 129 zeigt einen Kabelverzweiger 
für Straßen, Fig. 130 den Querfchnitt durch einen Endverfchluß. 
Der Endverzweiger der Reichspoft (Fig. 131) belitzt eine trogartige Klemmenplatte, an die 
der eigentliche Kabelendverfchluß von unten angefetzt wird. In der Grundplatte lind trichter- 
förmige Löcher für die einpaarigen Einführungskabel vorgefehen. Die Endverzweiger werden 
für 5, 7, 10 und I4 Doppelleitungen hergeftellt. 
In fchwächeren Fern- 
fprechnetzen, wo man tich 4.  337-1-.- 5A  QW? 3:1 -4? 154,3?" 
darauf befchränken muß,  kt"   3  I     ä  
nur die Leitungen in der    t   -Ü i" a    g 
Nähe der Zentrale zu ver- _A: g wg.   ä  n v  w,      v3 
kabeln und die eigent-  t;  lt    itlff, ggf? e  X1  
liebe; {Änfchlußleitunfgin JFFi-bll-ä. in.) igijw   Ja Q4? Ä." -3  
als refeitungen zu ü  "t   t   i.  "   a. 
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Ueberführungkaften mit  g u! Äwa. w;  n: f; a;  Q5140! y; i);  
Luftleerblitzableitern und wir]   i'- 
Starkllromficherungen (Ab-  j,     fi g "I    
fchmelzficherungen) zur    Ifiww-J" 
Verwendung, die auf zehn-          
teiligen trogartigen Klem-  m; 131 
menplatten (Fig. 132) mon- 
tiert lind. Die Oelfüllung und fonltige Ausgeftaltung diefer Klemmenplatten entfpricht den 
Klemmenplatten der Linienverzweiger und der übrigen vorbefchriebenen Schaltapparate. 
B. Telephonie ohne Draht. 
Die Verfuche zur Löfung des Problems der Telephonie ohne Drahtleitung latTen {ich in 
vier Gruppen einteilen: 1. die telephonifche Uebermittlung durch die Luft. die Erde oder das 
Waffer unter Benutzung der Induktionswirkungen und der Stromleitung; 2. die Uebertragung von 
Schallwellen durch den Luftraum mit Hilfe von Lichtftrahlen (Lichttelephonie); 3. die Be- 
nutzung des elektrifchen Bogenlichtes zur Uebertragung von Gefprächen durch den Luftraum 
(lichtelektrifche Telephonie); 4. die drahtlofe Telephonie mittels elektromagnetifcher 
Wellen, auch läadifiärlephonirehgenzärgvnäi Beräeutthngdfür gie Päaxis haberä nur dlge auf {ger 
Verwendung er eexomagneti c en e en eru en en nor nungen er angt. ie er en 
praktifchen Erfolge auf größere Entfernungen tind mit den Lichtbogenfendern von Poulfen, 
Telefunken und De Foreft, dann mit den Hochfrequenzmafchinen von Feffenden, 
Alexanderfon, Telefunken und Goldfchmidt erzielt worden. Ein drahtloferFernfprech- 
dienft und Rundfunkverkehr, wie er jetzt beliebt, wurde aber erft nach Einführung der Glüh- 
kathpdlenlrähren als Erzeuger, Empfanger und Verflarker elektromagnetifcher Schwingungen 
mog rc  
1. Drahtlofe Telephonie mittels Induktion oder Stromleitung. W. H. Preece fpannte 
zwei gut geerdete Drähte parallel zueinander auf den gegenüberliegenden Uferneines Sees 
aus. Es gelang ihm hiermit eine Verftändigung mittels Telephons auf 4,5 km. 
2. Lichttelephonie. Auf der Senderftation werden die Schallwellen auf mechanifch-opti- 
fchem Wege in Lichtwellen umgefetzt und auf der Empfängerltation diefe wieder in Schall- 
wellen unter Benutzung der elektrifchen Eigenfchaften des Selens. Bei geeigneter Anordnung 
leitet dals Seleg urlrteir dem (Einflstiflfe voll; Lichtvlräellleln den lelektlrätgähen Strom zvtrei- bis zehnmal 
beffer a s im un e n. n er e enze e von u mer ( ig. wird unglaiertes Porzellan 
in Geftalt eines Zylinders oder Täfelchens verwendet. In dem Porzellankörper {ind feine Nuten 
eingepreßt, in welche die Zuführungsdrähte erwärmt hineingewickelt werden. Das Selen wird 
in gefchmolzenem Zuftande aufgetragen und durch Erhitzen in die krittallinifch-metallifche 
Modifikatiop übergeifülärtk die {den elektrifclhternDStrogi leitgtt täte Zetljle ärird in eine Glasbirne 
eingefcltmo zen un iee lutleer gemac  ie irne a ewin efa ung und Kontakt wie 
eine Glühlampe. 
Vorbildlich waren die photophonifchen Verfuche von Graham Bell. Er konzen- 
trierte mittels einer Linie L, (Fig. 134) ein Sonnenltrahlenbündel auf den Diaphragmafpiegel S; 
nach erfolgter Reflexion wurde das Lichtbündel durch eine zweite Linie L, wieder in parallele 
Strahlen zerlegt. Diefe wurden auf der Empfangstlation von einem parabolifchen Reflektor R 
aufgefangen, in deffen Brennpunkt eine empfindliche Selenzelle S, aufgetlellt iit, die mit einer 
Batterie B und einem Telephon T zu einem Stromkreis zufammengefchaltet ift. Ruhmer 
hat folche photophonifchen Apparate für Reichweiten von 2 km hergeftellt. 
3. Lichtelektrifche Telephonie. Sie wurde ermöglicht durch die Entdeckung des 
Jprechenden elektrilchen Flammenbogens' von Simon im Jahre 1897. Simon er- 
zielte eine Uebertragungsweite von 3 km. Um die Ausbildung der Simonfchen Er- 
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Fig. 133. Fig. 134. Fig. 135.
        

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