Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3212505
T ankan lagen 
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nügender Raum für die Bemannung, gute Lüftung, Innehalten des Ladeprofils fiir die Beförderung 
auf Eifenbahnwagen. 3. Ausreichender Schutz der Befatzung, des Motors und des Betriebsiloffs. 
4. Kleiner fpezififcher Bodendruck durch genügende Kettenlänge und -breite. 5. Große Motor- 
ftärke zur Erzielung guter Kletterfähigkeit (Ueberwindung von Steigungen  6. Gefchwindig- 
keit bis 50 kmlst, Fahrbereich mindeitens 150 km. 7. Unabhängigkeit von Brücken, deshalb 
wafferdichter Abfchluß der Innenräume, evtl. Schwimmfähigkeit. 8. Ausitattung mit (icheren 
Führ- und Nachrichtenmitteln zur Verwendung bei Nacht, Nebel und Rauch. 9. Befeitigung 
der Kippgefahr durch tief liegenden Schwerpunkt; der Kettentrieb ift fo niedrig zu halten, wie 
es die Anforderungen an Steigfähigkeit geilatten. Wenn der Schwerpunkt in der Mitte der Fahr- 
zeuglänge liegt, fo können Grabenbreiten von etwa 40ofo der tragenden Kettenlänge über- 
fchritten werden. Will man dies Maß vergrößern, fo tind Ausleger (Verlängerungsfchwanz) er- 
forderlich. 10. Die Raupenkette muß vorn weit über den Wagenkaiien übergreifen, der untere 
Teil der Raupe foll in allen Anfahrlagen an das Hindernis itoßen, der Stirnpanzer darf den 
kletterfähigen Teil der Kette nicht überragen, der Seitenpanzer die Bewegungsfreiheit in weichem 
Boden nicht beeinträchtigen. 
Bei ihrem neuen Tanktyp haben die Engländer den Motor nach hinten verlegt und zwifchen 
Motor- und Vorderraum (Bemannung) einen luftdichten Abfchluß  Schott  angeordnet, durch 
den Hitze und Gafe von dem Mannfchaftsraum abgehalten werden. 
Literatur: Dutil, Les chars d'assaut, Nancy-Paris-Straßburg 1919; Der Kampfwagen, Beil. 
z. Mil. Wochenbl., Berlin 1924125; Krüger, R., Tanks, Entiteh., Bauart u. Verwend. (Autotechn. 
Bibl., Bd. 66), Berlin 1921; Schwarte, Die Technik im Weltkriege, Berlin 1920; Volckheim, Der 
Kampfwagen in d. heut. Kriegfühn, Berlin 1924; Zimmerle, Waffenlehre, Berlin 1924. Wille 
Tankanlagen. Die in den letzten Jahren am meiften bekannt gewordene Erfcheinungs- 
form der Lagerftatten flüfliger Brenniloffe ift die Straßentankilelle zur Betriebsftoffverteilung im 
kleinen. Die Brennltoffbeförderung erfolgt hierbei allgemein mittels Handpumpe, der zur Er- 
mittlung der Zapfmengen geeichte Meßapparate vorgefchaltet lind. 
Neben diefen Kleinanlagen fpielen auch die großen Umfchlaglager und Zentralitationen 
zur Verforgung der Einzelanlagen fowie die zahlreichen Spezialanlagen für induftrielle Betriebe 
aller Art, chemifche Wäfchereien und Reinigungsanftalien, Kunltfeide-, Automobil- und Motoren- 
fabriken, Verkehrsunternehmungen ufw. eine große Rolle. Die an derartige Lagerungen zu 
ftellenden Sonderanfprüche laffen häufig an Stelle des Hand- oder Kraftpumpenbetriebes die 
Anwendung des Druckverfahrens wirtfchaftlicher erfcheinen, bei dem der Brennftoff mittels 
Druckgafes aus unterirdifchen Behältern gefördert wird. Das in befonderen Mafchinenitationen 
erzeugte Gas bietet, gleichzeitig als Schutzmedium verwendet, einen hohen Sicherheitsgrad 
gegen Brand und Exploiionen. 
Als führende Spezialbetriebe für Lagerung, Transport und Meffung feuergefährlicher Flüfiig- 
keiten gelten die Martini 8: Hüneke Mafchinenbau-A.-G., Berlin, und die Fabrik 
exploüonsficherer Gefäße, Salzkotten, Berlin. Sowohl das Syilem ,Martini 8: Hüneke" 
zur Brennftofförderung mittels Druckgafes als auch die fchutzgaslofen Salz kottener Pumpen- 
tankanlagen iind zum Schutze gegen Brand- und Exploiionsgefahren mit beitimmten als zu- 
verläfüg anerkannten Sicherheitselementen ausgerüfter. Als betriebliche Vorteile des Syftems 
„Martini 8: Hüneke" lind hauptfächlich zu nennen: 1. Die felbiltätige Flüffigkeitsförderung 
mittels Druckgafes, die Benützung einer einzigen Kraftquelle zur Speiiung ausgedehnter Groß- 
lagerungen mit weitverzweigtem Leitungsnetz; 2. die felbiltätige Dichtigkeitskontrolle für alle 
Teile der Lagerung; 3. die Selbfterzeugung der Druck- und Schutzgafe; 4. die Ausdehnung 
des Schutzes gegen Brand- und Explofionsgefahr auch auf die abzufüllenden Transportgefäße; 
5. Roftfchutz infolge der oxydationsverhütenden Eigenfchaften der Schutzgafe. 
Eine auch heute noch als vorbildlich zu bezeichnende Großanlage nach dem Martini- 
Hüneke-Syttem mit einem Faffungsraum von insgefamt einer Million Litern Brenniioff ltellt 
z. B. das Umfchlaglager im Berliner Olthafen dar, das tich feit etwa 15 Jahren ununterbrochen 
in Betrieb befindet. Die Lagerbehälter mit einem Einzelfaffungsraum von teilweife 1000001 
itehen unterhalb des Lagerhofes, mit einer ftarken mehrfachen lfolierung verfehen, im Erdreich. 
Die Brennftoffzufuhr kann fowohl von der Wafferfeite her aus Tankfchiffen als auch von der 
Landfeite aus Eifenbahnzifternenwagen vorgenommen werden, und zwar erfolgt die Einfüllung 
aus den letzteren unter natürlichem Gefälle durch Verbindung des Zifternenauslaufes mit den 
längs des Gleifes angeordneten verfchließbaren Einlaßgruben. Zur Brennttoffausgabe lind auf 
dem Lagerhof eine Reihe von Zapfpfeilern errichtet. Zur Feititellung des jeweiligen Brennttoff- 
vorrates befitzt jeder Behälter eine Schwimmeranzeigevorrichtung. Zur Bereitilellung der not- 
wendigen Betriebs- bzw. Schutzgafe dient ein Mafchinendoppelaggregat, das in einem befon- 
deren Häuschen untergebracht ilt und für die Erzeugung von durchfchnittlich 24 mßjst Gas aus- 
reicht. Als Betriebsftoff kann Benzin, Benzol oder Leuchtgas dienen. Das Generatorgas wird 
gereinigt, entwäffert und auf etwa 7at verdichtet im I-iochdruckbehälter aufgefpeichert. Von 
hier gelangt das Gas zu einem Reduzierventil, mittels deffen die Herabrninderung auf den Arbeits- 
druck von etwa 112 at erfolgt. Zapfitellen, Anzeigevorrichtungen, Ueberfüll- und Zapforgane für 
Brenntioff- und Gasverteilung und längs der einen Wand des Ausgaberaumes angeordnet, vor 
der {ich gleichzeitig Wagen zur Ermittlung der jeweiligen Abgabemengen in die Fäffer befinden. 
Die mit dem Syftem gewährleiftete ficherheitstechnifche Zuverläffigkeit kommt befonders 
zum Ausdruck bei Lagerungen für Betriebe, die, wie beifpielsweife chemifche Wäfchereien und 
Färbereien, den Brennltoff für den Arbeitsprozeß häufig in erwärmtem Zultand benötigen. Bei 
den Martini 8: Hüneke-Wafchanlagen diefer Art wird die Sicherheit zwangsweife dadurch er- 
reicht, daß die Einftillung von Frifchbenzin in unmittelbarerAbhängigkeit vom Vorhandenfein 
des Schutzgasdruckes fteht. Die Benzinzapfventile laffen {ich erlt öffnen, wenn die Gasfpannung 
zine beilimmie Höhe erreicht und dadurch die Steuerorgane freigegeben hat. Der Wafchvorgang
        

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