Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3212325
Stufenfdzeiben 
Sturmwarnungen 
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Stufenbahnen können nur in abgelchlollenen Räumen ausgeführt werden. Als Vorteile 
lind anzulühren: große Betriebslicherheit, lteter Ab- und Zugang der Fahrgälte, daher kein 
Stillltand, keine Anfammlung von Perfonen an Halteltellen, großer Maffenverkehr, günltige 
Ausnützung der Betriebskraft. Nachteile lind: große Anlagekolten, Stillftand des ganzen Be- 
triebs bei einer Störung und Aufrechterhaltung des vollen Betriebs in der Zeit des fchwachen 
Verkehrs. Sie haben bis jetzt eine weitere Verbreitung nicht gefunden. 
Literatur: [1] Zentralbl. d.Bauverw. 1889. -[2]Zeitfchr. d. Oelterr. lng.- u. Arch.-Ver. 1891 u. 
1892; Ztg. d. Ver. Deutlch. Eilenbahnverw. Nr. 56, 1893.-[3] Die Schmalfpurbahn, Nr.6, 1896, u. 
Nr. 2, 1897; Die elektr. Stufenb. auf d. Berliner AusltelL, Glalers Ann., Bd. 37, 1896; Die Stufenb. 
als elektr. Verkehrsmittel, Uhlands Verkehrsztg. 1899, Nr. 19.  [4] Plateform mobile, Le Genie 
civil, T. XXXIV, Nr. 16; Die neuer. Verkehrsmittel am Ausltellungsplatze in Paris, Mitt. d. Ver. 
f. d. Förder. d. Lokal- u. Straßenbahnw. 1900.  [5] Eine Untergrundltufenb. in Paris, ebend. 1901 ; 
Oelterr. Eifenbahnztg. 1899, 1900 u. 1901.  [6] Creidel, Die Stufenb. nach amerik. Syltem, Leipzig 
1896.  [7] Rölls Enzykl. d. Eifenbahnw., 9. Bd., Berlin-Wien 1921. Kühler 
Stufenlcheiben laffen mehrfache Ueberletzungen für Riemenantriebe zu. 
Man benutzt lie hauptfächlich an Werkzeugmalchinen (z. B. Bd. 1, S. 785; Bd. 2, S. 476) 
fii_r den Riemen- oder Schnurantrieb vom Vorgelege zum Spindelltock, wobei zwei gleiche 
oder verfchieden große Stufenfcheiben (auch noch Riemenkonus genannt) Fig. 1 mit gleichhohen 
Abftufungen der Durchmelier in entgegengeletzter Größenfolge zufammengehören. Zum Um- 
legen von Keilriemen (Fig. 2) oder von chnüren, über die Rillenränder hinweg, muß man die 
Scheiben etwas nähern. Für eine Drehbank von h cm Spitzenhöhe findet {ich der größte Durch- 
mefler zu (648) Vh, der kleinfte (344) Vh und (1,552) 17h als Breite der Bahn; der Riemen 
hat 1 cm weniger. Wird die Mafchine bei den verfchiedenen Drehzahlen auf gleiche Arbeits- 
leiitung eingeftellt, fo hat die Vorgelegwelle mit gleichbleibender Drehzahl ltets gleichviel PS 
auf den Riemen abzuletzen, alfo auch einheitliches Moment, folglich auf ihrer kleinften Stufe 
die größte Riemenzugkraft. Die Belaltung des 
Riemens ändert lich infolgedelfen, z. B. von  
6 bis 12 kgfcm, bei kleinen Bänken von 3 bis 6. Wlnl  
DemgegenüberhabenEinlcheibenantriebe g    
mit Räderkaiten für den Wechlel immer die   
gleiche Riemenbelaftung. Wählt man das Ver-   
hältnis der kleinften zur größten Stufe wie 1:2 1,]   
und nimmt gleichhohe Abfätze, wie üblich, fo   
wechfelt die Drehzahl von Stufe zu Stufe mit '    Fig. 2. 
faft gleichem Verhältnis, wie es erwünfcht ilt, F'g'1-   
und zwar bei 3 Stufen mit 0,5 oder 1:2; bei  
4 Stuten mit  bei 5 Stufen mit  Die Gelamtände- 
rung beträgt 1:4. Wählt man die kleinfte zu 0,45 der größten Stufe, lo erreicht man 1:5. Um 
weitere Grenzen zu erhalten, verbindet man die auf langer Nabe lofe laufende Stufenfcheibe 
der Spindel mit einem Ritzel zur Zahnradilberletzung über eine ausriickbare Nebenwelle auf 
das neben der größten Stufe feltlitzende, gleich große Zahnrad (Fig. 1), das iich mit der Stufen- 
fcheibe auch unmittelbar durch einen Steckttift kuppeln läßt. Bei gleichmäßiger Fortletzung der 
Drehzahlen kommt man mit der gebräuchlichften vierltufigen Scheibe auf die Grenzen 1:25.  
Die Rücklicht auf gleicheAnfpannung eines offenen Riemens erfordert, daß die Summe zweier 
zufammenarbeitender Durchmeller D, und D, bei der Achfenentfernung E um (Df-Dz) 212MB 
kleiner als die Summe bei  wird; z. B.: 199-300-398 mm oder 200-301,5-400 mm. 
 Von der Normung hat man abfehen müffen, weil die Anforderungen zu verfchieden- 
artig tllld. Lindner 
Stuhlwand, beim Dachftuhl (r. Bd. 2, S. 209) {amtliche die Kehlbalken tragenden Stuhl- 
wandpfetten und Jchwellen, die in einer Ebene parallel zu_m Firlt liegen bzw. liehen. 
Stülpwände werden bei Baugrubenumichließungen im Wafler 
(f. Baugrube) ltatt der Spundwände (f. d.) bei geringer Walfer- g  
tiefe verwendet.  
Sie beftehen aus zwei Reihen von 4ä5 cm ftarken Brettern, die lich gegen-  
feitig überdecken (Fig.1). Die Bretter der zuerft einzulchlagenden Reihe erhalten g 
eine zentrifch angefchnittene Schneide, diejenigen der zweiten Reihe des inni-   
geren Anfchluffes wegen eine einleitig angefchnittene (Fig. 2). Hier und da lind  
die Bretter der zweiten Reihe lchmaler als die der erlten oder bilden bloß Deck-  
leiften für die Fugen der erlten. Die Wafferdichtheit der Stülpwände itt nicht be- Fig.l. Fig. 2. 
deutend. Arnmarm 
Stunde (lat. hora) ilt die Einheit der alten Kompaßteilung. 
Sie ift gleich 15", entfpricht allo dem Winkel der Erddrehung in einer Stunde  Der 
Marklcheider gebraucht den Ausdruck „Die Stunde hängen" für die Abgabe der Richtung auf- 
zufahrender Strecken im Bergwerk. 
Literatur: Brathuhn, Lehrb. d. Markfcheidekunft, Leipzig. Haußmann 
Sturmhaken. 1. Eilerner Haken zum Feftlegen geöffneter Fenlterflügel. 2. Starker eiferner 
Haken mit Spitze an langer, ltarker StangezumEinreißen von Bauteilen in Brandfällen. 
Sturmwarnungen, von meteorologifchen Zentralliellen ausgehende War- 
nungen vor herannahenden Stürmen durch das telegraphilch angeordnete Hilfen 
von Sturmfignalen an den längs der Küfte errichteten Sturmwarnungsttellen. 
Lueger, Lexikon der gelamten Technik. 3. Aufl. VI 29
        

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