Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3211315
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Stauanla gen 
worin c den entfprechenden Beiwert der Formel von Ganguillet und Kutter für die mift- 
lere Gefchwindigkeit in Flüffen und Kanälen bedeutet. 
Ueber die Werte der Funktionen f der Verhältnifle g- und i vergleiche die nachfol- 
gende Tabelle. a a 
Tolkmitt ermittelt unter Vorausfetzung eines parabolifchen Querprofils mit einer mitt- 
leren Tiefe a (ungeftaut) und t (gellaut) und bei größter Stautiefe T am Wehr: 
i: J: a4: t4 (7) 
und T t  
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 s J 494a) den k) 
Hierbei iR tzll-qL-Z und lz-l-i- i; über die Funktionen vp vgl. ebenfalls nach- 
ftehende Tabelle. a a 
 
z  z z z z r  z 
1," 1G) 7 WG) T  K?) 7  Wlai) 
         
         
        
        
        
        
        
        
      
      
    
Oft genügt es, die Staukurve einfach als Parabel durch ihren Scheitel in der Wehrkrone 
und mit ihren Tangenten bei C im Abftand S zu konltruieren. Die Staukurve geht naturlich 
bei Wafferiiberfall über das Wehr von dem Ueberfallfpiegel aus, und der Ruckftau und die 
Staulänge werden größer.  
Ueber die Berechnung der über die Krone eines Stauwerkes oder durch eine Oeffnung 
in demfelben abzuführenden Waffermengen f. Hydraulik. 
Einteilung und allgemeine Anordnung von Stauanlagen. 
Außer der Einteilung der Stauanlagen in Stauwehre, die bei Abführung von Ueber- 
fchußwaffer entweder iiberftrömt werden, und zwar mit vollkommenem Ueberfall(Ueberfal1' 
oder vollkommene Wehre) oder mit unvollkommenem (Grundwehre oder unvollkommene 
Wehre, bei ge- ' 
y 2 f z; rin ererErhe- 7 x 
f f buäg über die ß  
  r 61121212113,  - 
 l A 4 len oder Stau- ß 
Fig. 2. Pig. a. Fig. 4. Tchwelle" 89' 11m5 
 nannt), 
die über die fefte Schwelle angehoben einen Ausfluß über oder unter dem Unterwaffer ergeben 
(Grundabläffe), und in Staudämme bzw. Staumauern, die zum Aufftau meift fehr großer 
Waffermengen dienen und deren Krone nicht oder nur felten überftrömt wird, teilt man 
namentlich erftere nach der Lage der Stauvorrichtung zum Stromftrich ein in gerade, 
fcliiefe und gekrümmte Wehre (Fig. 2, 3, 4). 
Größere Ueberfallbreite hat eine geringere Ueberfallhöhe zur Folge; die iiberftrömende 
Waffermaffe wirkt infolgedeffen mit geringerer Energie auf die Sturzpritfche; auch find bei 
verfchiedenen Ueberfallwaffermengen die Schwankungen des Staufpiegels geringer; lange, 
fcliräg oder gekrümmt in den Fluß eingefetzte Wehre lind alfo in Flußläufen mit ftoßweife 
auftretenden Hochwafferfluten und niedrigen Ufern mit wertvollem Ufergelände vorteilhaft; 
das gleiche gilt für die fog. Streichwehre (Fig. 5). Beim feitliclien Anfchluß des Wafier- 
ableitungskanales ilt auf eine Einführung mit möglichft geringem Gefällsverlult und auf Fern- 
haltung von Sinkltoffen, Schwimmkörpern und Ciefcliiebe zu achten. Zu letzterem Zweck wird 
die Sohle des Einlaufes höher als die Flußfohle gelegt bzw. durch eine in einen Grundablaß 
des Wehres führende Rinne eine Schwelle gebildet. Die fchiefen Wehre lenken die Strömung 
beffer zum fpitzen Uferwinkel hin, um hier einen abzweigenden Kanal zu fpeifen; der Angriff 
auf das gegenüberliegende Ufer erfordert aber eine gründliche Befeftigung an diefer Stelle. 
Die I-lochwaffer verlegen bei fiarker Gefchiebeführung das rechte Ufer. 
Die im Kreisbogen angeordneten Wehre mit Krümmung gegen das Oberwaffer werden 
der gleichmäßigen Wirkung des überttürzenden Waffers auf die Flußfohle und der geringen 
Uferangriffe halber mit Vorteil dann verwendet, wenn die Ufer aus Felswänden beltehen. 
Durch fog. Streichwehre (Fig. 5), bei denen der Ueberfall feitlich einer Kanalwand in das 
Unterwaffer geht, wird die Spiegellage im Ableitungskanale innerhalb kleiner Schwankungen 
gehalten und bei plötzlichem Anfchwellen des ZuflulTes ein unwillkommenes Anlteigen im Ab- 
leitungskanal verhindert. 
Nach der Bauart des eigentlichen Staukörpers unterfcheidet man: Staudämme bzw. 
-mauern aus Erde, Mauerwerk, heute meift aus Beton und Eifenbeton. Sie find je nach ihrer
        

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