Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3210324
Silofpeidzer 
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artige Getreideförder- bzw. Jageranlagen entftanden. Diefe Speicher mit ihren mafchinellen Ein- 
richtungen für Annahme, Vorreinigung, Verwiegung, Lagerung und Abgabe von Getreide {ind 
es auch, die {ich die deutfche Landwirtichaft für die {eit 1896 eingeführten Kornhäufer zum 
Vorbilde genommen hat. f 
Die landwirtfcha tlichen Kornhäufer in Deutfchland ermö liehen  
1. eine gute Lagerung und Bearbeitung, 2. eine fofortige Beleihung mitgeinem 
Teil des Wertes, 3. Zufammenftellung großer Pollen gleichartiger Ware und damit 
Vertragsabfchlüffe auf große Poften an große {ichere Abnehmer, 4. Abwarten r.- 
günltiger Verkaufskonjunkturen und 5. iofortige Abgabe ' 
der verkauften Polig]? mit geringlten lgnkoften  o]  
Bezüglich der ühlenfpeicher eiverwiefen aut[4   1 
Vielfach ilt die Mühle mit dem Silo- oder Bodenfpeicher  
vereinigt (vgl. z. B. Fig. 13); oft jedoch bildet der Speicher '   ; 
einen {elbttändigen Teil der Anlage, der nur durch ent- I H l! 
fprechende Fördereinrichtungen mit der Mühle verbunden      II  
iti. Der in Fig. 22 im Querfchnitt dargetiellte Silo ilt 1896 I      I 
von G.Luther, Braunlchweig, in Verbindung mit einer I ll ll ll  ll 
großen Mühlenanlage in Venedig gebaut. Das Hauptgebäude I    'I 'I ' 
(60,5 m lang, 12,5 m breit und 29,5 m hoch) wird durch I II I II II II I 
eine Mauer in zwei Teile getrennt, von denen der eine mit I II II ii II li  
einer äußeren Länge von rund 11 m in Geltalt eines Turmes I    II  I 
erbaut ilt. Der Turm enthält zwei Elevatoren, {elbitlätige  ll ii ii ii il I 
Wagen, einen Aufzug und die Antriebsvorrichtungen für r II    II I 
die Elevatoren und Bänder. Der andere Teil des Speichers I II II II II II  
enthält 22 Silozellen von 2,2xl0,7 m' Querfchnitt und I I i; I I I 5 
2l,5m Durchichnittshöhe. Die Gefamtlageriähigkeit in den ! l! ll 11    
Zellen beträgt 8000 t Weizen. Zwei diefer Behälter dienen I II [I II II II I 
zur Vorbereitung des täglichen Bedarfs für die Mühle. I II I! II I; II 5.; 
Befonders bemerkenswert itl der Silo durch die Bauart der   
Wände, diä {erärrächt {teläiende KzäIipeg bIIdÄn. M h! VET_ Y 4M r 
Zu en e enwan ungen . o en er ü en-   7  
{p ei cher ift auch in Deutfchland nicht immer Holz benutzt; Illm Iälmml" 
wegen der großen Feuersgefahr hat man {ehr häufig in den IM  
letzten Jahren Eifen und Mauerwerk verwendet. Einerleits leiif w ß  
lind die Lagerungen kleiner als bei Handelsipeichern, und f;   i 
zweitens kann bei etwa eintretender Erwärmung der Frucht I2   _  "i   3.:    i 1  
ein fofortigjes VermalIxlIen vorgkenämmen weädenl; So {ind I?    1'     
z- B- mit en von age aempi am urgv aus' Fl .22.Mütiien{11olnVenedi , ebau v n 
geführten zylindrilchen _Ei{en{ilos (950t Fjaffungsvermögen) g o. Luther,  Braunäctgweigf o 
der Bernburger Saalemiihle durchaus keine fchlechten Er- 
fahrungen gemacht worden. Die zuweilen eingetretene Erwärmung der Frucht {oll {tets durch 
alsbaldiges Umltechen des Zelleninhaltes völlig unfchädlich gemacht werden können. Man_ift 
geneigt, diefe gunltigen Ergebniffe namentlich auf die mit der Reinigung verbundene kraftige 
Luftung der Frucht {owohl bei der erften Annahme als auch bei jedesmaligem Umtiechen. 
fowie weiterhin auf die vorgefehene Lüftung des allfeitig freien Raumes über den Silozellen zurück- 
zuführen. Iägrähichnittläh wiIdggllleä 14 Tage ämgeitogggrö (imüSgmräierfhäufiger  {im Wqinter). 
Gleic a s von age aemp i er t erei e a en e iopeic er in 
Münfter gebaut. Für die Zellenwandungen wurde hartes Mauerwerk (Klinker) mit Eifen- 
einlagen I41] verwendet. Der jährliche Umfatz beträgt 30000 t.  Von Gebrüder Seck, 
Dresden, ausgeführte Siloanlagen befinden {ich unter anderm in Riefa (3200 t), Zeitz (1200 t), 
Dortmund (2100 t), Thorn (1000 t), Bergen (2500 t), Riga (650 t), Namur (3000 t), Montelimar 
(1600 t), Briiffel (1000 t), Budapeft (1500 t), Kriiiinehamn (1800 t), Marfeille (2400 t) uiw. 
Außer für Getreide werden Silos vornehmlich verwendsethlfür Mehl [42]i Zement  
Kalk  Müll, Staub, c amm u. dgl. 46], Malz [47] 
 a. Luftförderer), Salz  Zucker  als Milch- 
! {ilos für Rübfamen u{w. [49I; insbefondere aber auch für 
I!   I  g Kohlen  und 
  ZI! III; g Bodenfpeicher. Ueber ErzfilosLI51]. 
g. E    g Im allgemeinen hält {ich das Mehl in Säcken am bellen, 
  ' -  und auf größere Entfernungen wird es niemalslofe befördert. 
 pgga,  Dennoch werdeninVerbindung mitMifchvorrichtun en und 
a, 3'525 n ß   zur bequemen Abfackung heute vielfach Mehllilosinggroßen 
g. i!  g Mühlenangewendet.Meittbefinden {ich dieMifchmafchinen 
f"  l w l ' unter den Auslätffen der Zellen. Die Silobehälter werden 
"I; Ä 3.35 '   mit einem Faffungsraum von 2500 bis 11500 kg gebaut. 
  r u ä Fibg. 23 und 24 {teilen größere Kammern in Quer- und 
zßwiiI-l  I? g Langsfchnitt dar, und zwar für rund 20000 kg FaiTung. 
Ä F1"  III-II   4 Wie die Mühlen, fo haben auch die meitten Mälzereien 
u i  ä 1?"   ll und Brauereien ununterbrochenen Beträemändßda licä, väas 
77' Iäl   T  T 7 die Förderun des Rohttoffes, d. h. er er e un es 
  .   J   Malzes, anbelangt, unter ähnlichen Bedingungen arbeiten 
i-iigßs und 24. Nlehlfilos von c. o. Kapler, wie lemi f" findet m" m ewig" ganz ahmen ausge" 
Berlin. bildete Transport- und Lagereinrichtungen.
        

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