Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3210172
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Signalmajil 
Signalordnung 
Signalmali, ein meilt mit Stenge und Signalrahe ausgerüiteter Malt für 
Kültenllationen, der zum Srgnalilieren Verwendung findet. 
Signalmalte finden im Eifenbahnwefen Verwendung für Haupt- und Vor- 
lignale (f. Signalordnung). 
Sie beftehen aus Malien von angemeflener Höhe, die in neuerer Zeit gewöhnlich in leichter 
eiferner Gitterkonltruktion ausgeführt werden und die am oberen Ende die erforderlichen Signal- 
flügel tragen. Mit einer an dem Malte angebrachten Führung ift ein Laternenaufzug verbunden, 
der auch die beweglichen Blenden trägt. Diele Blenden werden vom zugehörigen Flügel aus 
bewegt, können aber mit den Laternen zufammen herabgelaffen werden. Bei älteren Bauarten 
lind die Blenden fett mit den Flügeln verbunden (f. Stellwerke).  Sollen die Signale 
zwilchen Gleilen autgellellt werden, die nahe aneinander liegen, fo können Schmalmafte 
Verwendung finden. Signale mit Schmalmalien weilen eine belonders gedrängte Bauart auf. Die 
fchmalften belitzen in einer Höhe von 1 m bis 3,05 m über Schienenoberkante nur eine Bau- 
breite von 100 mm, fo daß diefe Signale noch bei Gleisabliänden von 4,5 m zwilchen den Gleiten 
aufgeftellt werden können. Derfelbe Zweck wird erreicht, wenn die Signale an Auslegern oder 
belonderen Signalbrücken beteiligt werden, deren Stützen dann dort Platz finden, wo der 
vorhandene Gleisabftand es geltattet. Gerffenbvrg 
Signalordnung. Eifenbahn-Signalordnung  vom Bundesrat in neuer 
Faltung vom l.Augult 1907 an eingeführt, Aenderungen vom 12. März 1910 
(Rerchs-Gefetzblatt 1907, S. 377, und 1910, S. 515). Gültig für die Haupt- und 
Nebenbahnen Deutfchlands.  
Zur Erteilung der in der S.O. vorgelehenen Signale dürfen andere als die dort vor- 
gefchriebenen Formen nicht verwendet werden. Zur Erteilung von Signalen, die in der S.O. 
nicht vorgelehen lind, dürfen die Formen der S.O. nicht benutzt werden. In einzelnen Ver- 
waltungsbezirken eingeführte, in der S.O. nicht vorgefehene befondere Signale lind in einem 
Anhang zufammengeltellt, der mit der S.O. zufammen das Signalbuch  bildet.  
Die Signale gliedern lieh in 10 Gruppen (mit römilchen Zahlen), lind aber unabhängig davon 
fortlaufend numeriert (mit arabilchen Zahlen). Zu den einzelnen Signalen lind Ausführungs- 
beftimmungen erlaffen  Allgemein wird beftimmt: Wird im Einzelfall ein Signal nicht 
deutlich wahrgenommen, lo hat der für die Beachtung des Signals verantwortliche Beamte die 
Bedeutung anzunehmen, welche die größere Vorlicht erheifcht. 
1. Läutefignale (f. d.) (Signal 194).  
II. Wärterfignale. Auftrag zum Langfamfahren oder Halten der Züge (Handlignale, 
Scheibenlignale, Knalllignale, l-lorn- oder Pfeifentignale). Signal 5: Langlamtahrlignal. 
Der Zug foll langfam fahren. Dem Zuge entgegen eine runde gelbe, weißgeränderte, mit A 
bezeichnete Scheibe (mindeltens 300 m) vor der langlam zu betahrenden Strecke (Anfang- 
lignal) und eine runde grüne, weißgeränderte, mit E bezeichnete Scheibe hinter der lang- 
fam zu befahrenden Strecke (Endlignal). Bei Dunkelheit: Anfanglignal: Zwei gelbe Lichter in 
fchräger Stellung nach rechts lteigend; Endlignal: Zwei grüne Lichter in lchräger Stellung 
nach rechts fallend.  Das Anfanglignal wird auch verwendet zur Ankündigung eines Halt- 
lignals (Signal 6b). Auf zweigleiliger Strecke Anfang- und Endlignal rechts des langfam zu 
befahrenden Gleiles, bei eingleiliger Strecke Anfanglignal rechts, Endlignal links.  Sign al 6: 
Haltlignal. Der Zug foll halten: a) Handlignal: _Rote Signalflagge, oder irgendein Gegen- 
l'tand oder der Arm allein wird im Kreife gelchwungen, bei Dunkelheit eine l-landlaterne, die 
bei ausreichender Zeit rot zu blenden ilt.  b) Haltlcheibe: Eine rechteckige rote, weißgeränderte 
Scheibe. Rechts vom Gleife auszultecken. Bei Dunkelheit eine rote Laterne an der Scheibe.  
c) Knalllignal: Drei Knallkapleln hintereinander auf demlelben Schienenltrange (in einem Ab- 
ltande von mindeltens je 15 m auf dem rechten Schienenftrange). 6c ilt zufammen mit 6b zu 
geben zur Deckung eines liegengebliebenen Zuges und bei Nebel.  d) Horn- oder Pfeifen- 
lignal: Mehrmals drei kurze Töne. 
III. Hauptfignale. Ein Hauptlignal zeigt an, ob der dahinterliegende Gleisablchnitt von 
einem Zuge befahren werden darf oder nicht. Es belteht aus einem fenkrechten Mali, an dem 
ein bis drei Flügel und für die Dunkelheit ebenloviel Laternen fenkrecht untereinander an- 
gebracht lind, die rot oder grün oder auch ganz ab- 
geblendet werden können (Fig. 1).  Sign al 7: Halt. VW"         
Ein Signalflügel (bei mehreren Flügeln der oberlle) liebt i  ß  j ß 
wagrecht nach rechts (die 2. und ä. Flügel ftehen fenk- t  "  I, T! 
recht nach oben vor dem Malt, lo daß lie nicht lichtbar     11' M!) 
lind). Bei Dunkelheit ein rotes Licht (bei mehreren  4;?   (i;  jÜl  
Laternen zeigt die oberfte Laterne rotes Lieht, die andern     ß  ilt  i, .  
lind ganz abgeblendet).  Signal 8: Fahrt frei. 3 I;       
a) Für das durchgehende Gleis: Ein Flügel fteht nach ; g  -    - l 
rechts fchräg aufwärts (unter etwa  bei Dunkelheit i:   i" ;  t 
ein grünes Licht. b) Für ein abzweigendes Gleis: Zwei  (i   l a: i) f 
Flügel ltehen nach rechts lchräg aufwärts. bei Dunkel-    f- g i-i l 
heit 2 grüne Lichter (fenkrecht untereinander). c) Für  w     t-(i l 
ein anderes abzweigendes Gleis: Drei Flügel liehen nach    . - ,  i?)  
rechts fchräg aufwärts, bei Dunkelheit 3 grüne Lichter.       _ 
(Kennzeichnung der Abzweigung für den Lokomotiv-      5'"  
fülirer nötig, da die Abzweigung nur mit verminderter    1.. 5 1.4.1 
Gefchwindigkeit befahren werden darf. Dreitlügelige Fig, i.
        

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