Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schiffbauhölzer bis zyprische Erde
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3207626
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3208880
Sdzraubenbagger 
Sdzraubenbewegung 
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Vierkantanfatz (Fig. 2) oder mit Nafe, Zylinder-, Senk-, Schlitz-, Riiig-, Flügel- 
und Rändelfchrauben, fowie Schaft-, Stiftfchrauben (Fig. 3) und Gewindeftifte (ohne 
Kopf), l-lolzfchrauben; bezüglich des Endes: Rundkuppe, Kegelkuppe, Zapfen, 
Spitze, Ringfchneide; einzeln nach vielen Normen [1] und [2] in Vorbereitung. 
Die Köpfe haben kleinere Schlütfelweiten als die Muttern. Kopffchrauben 
(Fig.1), die in das Gewinde eines Bauteils eingefchraubt werden follen, geben, 
weil tie während der Drehung im Schaft unter Verkürzung federn, keine fo fette 
Verbindung wie die gewöhnlichen Mutterfchrauben und die an Mafchinen weniger 
benutzten Schloßfchrauben (Fig.2). Stiftfchrauben (Fig. 3) mit oder ohne Zwifchen- 
bund (mit 1d oder 1,311 oder 2,511 Einfchraubende für Stahl, Stahlguß, Bronze 
oder für Gußeifen bzw. für Weichmetall) vermeidet man gern, befonders wenn iie 
gelegentlich herausgenommen werden müffen. 
Literatur: [1] Normblattverz., Berlin.  [2] Dinbuch 9 üb. Schrauben. Llndner 
Schraubenbagger, bei dem Abfenken von Rohrbrunnen oder engen ge- 
mauerten Brunnen in weichem wie im Kiesboden verwendbar (f. Brunnengrtin- 
duiig), beftehen aus einem Getiänge, an deiIen unterem Ende iich ein flach- 
gängiger Schraubenbohrer befindet. Nebenftehende Figur zeigt eine Ausführungsart  1. 
für weichen, fchlammigen Boden. Ammurm     
Schraubenberechnung umfaßt die Beanfpruchung des Schrauben- 
kernes, den Flächendruck im Gewinde und die Ueberfetzung der Schrauben- 
Kraft unter Reibung. biggeß 
Man bezieht die axiale Belaftung auf den Kernquerfchnitt, der 0,5 bis 0,6 von d" für 
dem Gewindedurchmeffer beträgt:  19a. Wenn die Schraube unter Be- 
laitung angezogen oder als Fugenfchraube vorgefpannt wird, fo tritt noch eine Torlions- 
fpannurig auf, die im Mittel 0,40" beträgt, fo daß die Gefamtfpannung s:1,2a ausmacht. 
Als zuläffige Spannung für Schrauben gilt kz:100 bis 1000 kgjcm", und zwar 100 für 
kleine Schrauben, die unter  nicht als Kontiruktionsteile verwendet werden, 200 für Stopf- 
büchsfchrauben mit häufiger Verftellung, 300 für ungünftige Belaliungsfälle, 400 für Fugen- 
fchrauben, 500 für nicht unter Laft angezogene Schrauben, 600ä800 für fauber gefchnitrene 
Stahlfchrauben, 7004900 für iiarke Ankerfchrauben mit ruhender Lafl und folche von gutem 
Bauiioff. An Flanfchen, berechnet für eine Druckfläche einfchließlich der Dichtungsfläche, fteigt 
die Spannung mit dem Durchmeffer von 50 bis 600; nach den Normen für handelsübliche 
Schrauben für  von 160 auf 385 bis 535 und für SM-Stahl von 275 auf 500 
bis 645; nach den Bauvorfchriften für Landdampfkeiiel bei  bei guten 
Schrauben, guter Bearbeitung der Flächen und weichem Dichtungsmaterial von 155-370 bzw. 
490-540, bei weniger vollkommener Ausführung von 105-245-330-360, bei Nieteifen- 
qualität von 200-460-620-680. Wichtig iit, daß Kopf und Mutter zentrifch auffitzen. Bei 
acm Stützung feitwärts der Achfe entfteht eine Biegefpanriung abzßaafdl, fo daß bei 
0:11,18 oder d[l0 {ich die Gefamtfpannung fchon verdoppelt. 
Der Flächendruck im Gewinde beträgt p:Qjnn t(d- i), wenn n Gange von der 
Tiefe t in der Mutter anliegen. Bei H cm Mutterhöhe und z Gängen auf l" itl n:zH[2,54. 
Bei den üblichen Verhältnilfen wird  Man wählt für 
Bewegungsfchrauben H: 1,2 119211 und erreicht p:25 für Gußeifen, 501-100 für Metall- 
muttern, bei Befefiigungsfchrauben mit H:0,8d aber p:200ä400 kglcm". 
Die Ueberfetzung der Kraft berechnet iich auf nur 1:2. Bei dem Steigungswinkel a 
im mittleren Gewinderadius r und tgg:,u für flaches, :'l,l28;z für Whitworth- und 1,156 n 
für metriiches Gewinde, ferner bei ezetwa 1,35 r für die Stützung der Mutter beträgt mit 
ß zl], I-ljs die Umfangskraft P: Q [tg  a) 4- b elr] 20,5 Q und die Kraft zum Löfen einer 
Befeftigungsfchraube P' :Q[tg  elr]:0,4 Q. Erfi der große Hebelarm am Kraft- 
angriffspunkt gegenüber dem kleinen Radius r gewährt die vermeintlich ttarke Schrauben- 
iiberfetzung. er Wirkungsgrad einer Bewegungsfchraube beträgt nur 14010; für eine vier- 
gängige ift P:O,7Q und ry:40olo. Llndner 
Schraubenbewegung oder Windungsbewegung vollfiihrt ein unveränder- 
liches Syitem von Maffenpunkten (ltarrer Körper), wenn es iich um eine Achfe 
dreht und längs diefer Achfe verfchiebt; der Drehwinkel heißt Amplitüde und 
die Verfchiebungsiirecke Translationsgröße oder Höhe der Schraubenbewegung. 
Der ttarre Körper kann bei geeigneter Wahl diefer Komponenten der Bewegung aus einer 
Lage in eine beliebige zweite übergeführt werden; Drehung und Schiebung Iind hierbei voll- 
fiändfg unabhängig voneinander, fo daß lie gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge ausge- 
führt werden können.  Die allgemeine Elementarbewegung eines ftarren Körpers ift eine un- 
endlich kleine Schraubenbewegung um eine Momenta nachf e (f.  Alle Punkte des Syftenis 
befchreiben bei der Schraubenbewegung Schraubenlinien um diefelbe Schraubenachfe. Wird 
das Syflem (S) aus einer Anfangslage in eine Endlage 8' übergeführt, fo erhält man die 
Translationsflrecke, wenn man Anfangs- und Endlage irgend eines Punktes auf die Schrauben- 
achfe projiziert. Führt man die drei Punkte M1, M2, M, in die Endlagen M1', My, M; und 
trägt die Strecken M, M1', M,  M3 M; von einem gemcinfamen Pol aus geometrifch ab, fo 
bilden die Punkte Mf, Maß M; ein Dreieck, deffen Ebene fenkrecht zur Schraubenachfe liehen 
muß, weil die Projektionen von M,  M,  M3 M,' auf die Schraubenachfe gleich tind. 
Zufammenfetzung zweier Schraubungen f. Bd. 1, S. 208.  Die Auffindung des atzes, daß 
jedes unveränderliche Syiiem durch eine Schraubung: aus einer ertien in eine beliebige zweite 
Lage übergeführt werden kann, verdankt man Giulio Mozzi (1768). Eifenmann
        

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