Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3206576
in der Chemie Zeichen für Schwefel (sulfur); als Zahlzeichen im Griechifchen M: 
1200,01 
 200 000. 
Saatbeizmittel dienen dem Zweck, die Jungen Keinipflanzen vor der Ge- 
fahr einer Erkrankung durch Parafiten zu fchützen. 
Man verwendet hierzu heißes Walier oder Dampf, um die Paraliten abzutöten, ferner Chemi- 
kalien, wie Kupfervitriol und Formaldehyd. Letzteres wird insbefondere zur Bekämpfung des 
Weizenlteinbrandes verwendet. An weiteren Präparaten-lind zu nennen ein Sublimatpräparat Fu- 
la riol; eine Mifchung von Kupfervitriol mitFulariol kommt als Weizenfulariol in den Handel.- 
Uspulum ill Chlorphenolquecklilber, dem Aetznatron und Natriumlulfat beigemilcht lind; es 
dient zur Bekämpfung der Streifenkrankheit bei Gerlte und als Beizmittel bei Ciemülelamen. Zur 
Beizung der Rübenknäuel wurde auch konzentrierte Schwefelläure empfohlen. Segetan wird 
von der Gelelllchaft für Schädlingsbekämpfung, Frankfurt  erzeugt und belteht im welent- 
lichen aus einerLöfung von Kupferoxydammoniak und Silber- bzw.Quecklilberzyanid. Die Sacharin- 
fabrik Magdeburg llellt Germil an her gegen Steinbrand und Streifenkrankheit. Tillantin (gegen 
Steinbrand) enthält Arien. Kalimat enthält Phenol und Formaldehyd, Fungolit dagegen Queck- 
lilber. Betanol wird gegen Rübenwurzelkrankheit empfohlen. Filcher 8: Scharer empfehlen 
Trichlorathylen undTetrachlorkohlenltoff als Beizmittel, die J. G. Farben-Induftrie Akridin-Farbltofle. 
Literatur: Chemiker-Ztg. 1925, S. 757 u. 766. Mezger 
Saatleitungen dienen als Verbindungsllücke zwifchen den Säeorganen 
(f. d.) und den Saatfcharen, um die Saatkörner in den Boden zu leiten. 
Es lind röhrenartige Gebilde, die bei den ältelten Säemaichinen (f. d.) in Form von 
ineinander gelteckteri Trichtern ausgebildet wurden. Die einzelnen Trichter (Fig. 1) lind unter- 
einander durch vier Kettchen verbunden, womit erreicht wird, daß die Verbindung (Saat- 
leitung) zwifchen dem oberhalb befind- , 
liehen Säeorgan und dem Saatlchar a i  
auch dann erhalten bleibt, wenn mit i, 5  
Hilfe des Scharhebels h die Höhenlage i  g   
des Saatfchares u beliebig verändert  :   
wird (für die Arbeit oder für den Trans-  E 3   
port der Säemafchine).   E 4;,   
Die Kettentrichter oder Trichter- ' C l Y!  4  
röhren (Fig.1) werden heute noch an _ b  ä   
Säemalchinen gebaut, daneben aber ugü-r. .4 V  Q q J, 
auch die log. Kugelgelenkröhren (Fig. 2), z, l i" h ügiä-a-i 
die nur eine geringe Hölienverfchlebung  z. a 2 9 
zulalIen. Eine fehr große Gelenkigkeit .1 v  v.  
zeigen die aus Eilenblechltreifen fchrau-  .3) _ [M4 a 
bengangförmig zulammengedrehten Ä ötfü- w 5 
Schraubengangröhren (Fig. 3), die man Fig.  
fällchlich zumeilt ,Spiralröhren' nennt. Flz- 1- Kelleflfäßhmhre  a 
 Beinahe tbem" Pachglfmß und i" Q5133 äääifiieiiiingiiiim.  ß 
feiner Lage leicht veränderlich lind die Fig. 4. Metallfchlauchröhre. a 
Metallfchlauchröhren (Fig. 4), während Fi8-5- Tßlßllmpröhrß- 
die von Ru d. S ack benutzten Telelkop- 
röhren (Fig. 5) zwar in der Höhe lehr leicht verlchiebbar, jedoch in der Seitenlage nur ver- 
gleichsweile wenig verllellbar lind. Die feitliche Verftellbarkeit ilt für diefe Saatleitungen des- 
halb von Wichtigkeit, da bei der Veränderlichkeit der zur Verwendung kommenden Schare 
(z. B. ltatt 12 nur 4) oft ein Säeorgan mit einem Saathebel verbunden werden rnuß, das 
mehrere Zentimeter links oder rechts neben dem Säeorgan zu liegen kommt. Nßdllweh 
Sacharate, die Verbindungen, die der Rohrzucker mit Balen, wie Kalk, Strontian, 
Baryt, einzugehen vermag (l. a. Kohlenhydrate und Zucker). 
Sacharlmeter (Sacharometer), Zuckermelfer, Vorrichtungen, um den 
Gehalt wäfferiger Zuckerlöfungen zu beltimmen. 
Es lind zweierlei Apparate zu unterfcheiden, die Aräometer (l. d.) und die Polari- 
meter (f. Zirkularpolarilation). Die Aräometer geben entweder, als Sacharometer ge- 
teilt, fogleich den Gehalt in Hundertlieln an, falls die Löfung bei der bezeichneten Normal- 
"temperatur, etwa 15", gemeffen wird,_oder aber lie erfordern eine Berechnung des Zucker- 
gehalts aus dem gerneflenen fpez. Gewicht. Dazu können Tabellen verwendet werden, wie lolche 
für Lölungen von Sacharolein  nach Angaben Gerlachs in  für die Temperatur von
        

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