Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3206288
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Rollenlager  Römerßraßen 
Techn. Rundfchau 1912, S. 275; Zentralbl. d. Bauverw. 1911, S. 285 (Verlchieb. eines Kirch- 
turms); Zeitfchr. d. Ver. deutfch. Ing. 1912, S. 1529 (umlauf. Sand- u. Formenförderer); ebend. 
1913, S. 1264 (Strohballen ufw.); ebend. 1914, S. 281 (S. 285) [Wanderer-Werke, Chemnitz].- 
[8] Walther, Fördertechn. u. Frachtverk. 1925, S. 314.  [9] Buhle, "Hütte", 25. Aufl., Il. Bd., 
S 804; Derf., Das Echo 1927, S. 1166. Bunte 
Rollenlager haben Walzen an Stelle der Kugeln in Kugellagern (f.  
Zylindriiche Walzen  die in voller Zapfenlänge mit verteiltem Druck anliegen, nutzen 
das Rollenmaterial befier aus als Kugeln, bedürfen aber guter Parallelführurig. Beffer laufen 
kurze, etwas tonnenförmig abgewölbte Rollen in einem Käfig  falls {ie zwiichen vorftehenden 
Schultern der Laufringe liegen, können fie auch mäßige  
 Längskräfte aufnehmen. Wenn der Außenring l-Iohlkugel-  
 form hat, der {ich die Tonnenwölbung anpaßt, und die  
 Bahn des Innenrings ein wenig flacher gewölbt ilt, be- 
    {teht günllige Anlage, auch wenn {ich der Zapfen 
-  fchräg einllellt, Fig.1  Längslager, wie das Kran-    
 -  gehänge (Fig. 2), brauchen kegelige Walzen, deren yiyfw 
   Spitzen in der Achfe liegen, während {ie am äußeren ggegi Egge-g 
h]: Rinlg)? deätKäffligsh mit liohrender äeibäilng deä ge-    
 , wö en irn "c en an ie en.- ie erwen un o   
 der Rollenlager bezieht {ichgauf Fälle mit {tarkem lgruck   E 
Fig. 1. und mäßiger Geichwindi gkeit. Die Belaitung einer Walze, g,  ä 
für Querlager auf V5 von z Walzen bemeffen, ift P: k l d,  
ungefähr mit k: 400,'(1 4-n[100)kglcm2. Bei ungehärteten Walzen und Bahnen,  
wie bei Laufrädern und Auflagern eiferner Brücken (f. d.) rechnet  
man mit k:30.    
Literatur: [1] Zeitfchr. d. Ver. deutfch. Ing. 1902, S. 1463 u. 1341 (Stribeck). 
 [2] Ebend. 1921, S. 1260, Rollenlager f. Schienenfahrz.  [3] Botfch, Ma{chinen-  
teile, Leipzig 1922. 1111m, Fw- 1'- 
Rollinie (Roulette), die Kurve R, die von einem mit der Kurve C feit 
verbundenen Punkt P befchrieben wird, während diefe, ohne zu gleiten, auf 
einer fetten Kurve I' rollt. 
Es fei 17 : qi (5) die Gleichung der fetten Kurve P in cai-tefifchen Koordinaten; r: f  
die Gleichung der beweglichen Kurve in Polarkoordinaten, bezogen auf den Punkt P als Pol; 
x, y feien die cartelifchen Koordinaten eines Punktes der Rollkurve; fo ergibt {ich die Differential- 
gleichung der letzteren durch Elimination von E, 17, r und f! aus 17  y  r: f  
dy 
 r  
 r   dx _dr_  dy dn  dydn) 
Y 77  x 2-yd3-r    
wie] 11H 
d x d x 
Jede Kurve kann als Roulette aufgefaßt werden. Die bewegliche Kurve kann alsdann noch 
willkürlich angenommen werden; dann ift die fefte Kurve bellimrnt oder auch umgekehrt. Die 
Normale der Roulette geht durch den Berührungspunkt der feften und der beweglichen Kurve. 
Beifpiele von Rouletten: Rollt eine logarithmifche Spirale auf einer Geraden, {o befchreibt ihr 
alymptotifcher Punkt eine Gerade. Rollt eine Parabel auf einer Geraden, fo befchreibt ihr Brenn- 
punkt eine Kettenlinie. Fernere Beifpiele liefern die zyklifchen Kurven (f. Bd. 4, S. 614, und 
Trochoiden). Die Rouletten fpielen in der Theorie der Zahnräder eine Rolle. 
Literatur: [1] Aouft, Anal. infinitesim. des courbes planes, S. 200, Paris 1873.- [2] Befant, 
Notes on Roulettes and Glissettes, Cambridge 1870.  [3] de Sauffure, R., Surla gener. des 
courbes par roulement, Geneve 1895.  [4] Cefäro, E., Lezioni di geom. intrinseca, Kap. 5, 
Napoli 1896.  [5] Lang, F., Die Gleich. f. Rollkurven, Marburg i. Oe. 1914. Wülffing 
ROÜTCIIICIIÜ, Backlteinichicht, in der die Steine auf einer ihrer Schmalfeiten {tehend an- 
einandergemauert werden. Man unterfcheidet liegende und itehende Rollfchichten. Eritere werden 
meift als Gebälkauflager angeordnet. Sanft 
ROUTCHIHIICIIE, eine Reihe etwa 2 m langer, durch 20 cm lange Gummifchläuche ge- 
lenkig miteinander verbundener Blechröhren, die auf kleinen Rädern aufruhen, deren lotrechte 
Achfen nach allen Seiten eine Bewe ung gellatten. Sie werden zum Begießen der Straßen be- 
nutzt, wobei das eine Ende an das gteigrohr eines Hydranten angefchraubt wird. Brix 
Rolliteine lind die Eiiizeibeitiiiiaieiie einer Rollfchicht, allo steiiie, die auf einer iiiiei 
Schmalfeiten ltehend vermauert werden. Als Quaderwerden {ie zum Abdecken geböfchter 
Mauerflächen verwendet. Senf! 
Römerftraßen urnipannten mit einem ausgedehnten Netz von 10220 geographifchen 
Meilen Gefamtlänge das zur Zeit Trajans (989117 n. Chr.) feinen größten Umfang erreichende 
Römifche Reich. Die Tabula Peutingeriana  S. 256) gibt ein Bild diefes Straßennetzes, von 
dem einzelne Teile noch heute erhalten und zum Teil noch in Benutzung lind, wie z. B. die 
312 v. Chr. entltandene Via Appia und die 187 v. Chr. angelegte Via Flaminia  S. 227). 
Weitere Ueberreite finden {ich in Deutfchland  in der Schweiz (Alpenpäffe  S. 244) fowie 
in Frankreich  Oefterreich und Bosnien  
Die Linienführun entfprach insbefondere bei den l-iaupt- und Heerltraßen mehr den 
militärifchen Bedürfniffen. is wurde möglichft gefucht, die gerade Linie einzuhalten und des 
helleren Ueberblicks wegen Höhenrücken zu benutzen. In Italien felbit unterfchied man ,viae
        

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