Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3205750
Riemenfpanner 
Riemen trieb 
681 
in cm und verjüngen lich bis zum Kranz auf das 0,8fache. Die Nabe kann  
Länge haben, muß aber zwilchen Felt- und Loslcheiben um 1 mm über den Kranz vorliehen. 
Die Feftlcheibe Fig. 3 ilt mit Feder und Spitzlchraube befeltigt. Die Losfcheibe Fig. 4 enthält 
eine Oelkammer, oder lie litzt auf einer Buchle, die zugleich den Stellring erfetzt, oder auf 
einer vorragenden Lagerhiille (Schnaufe), oder lie läuft auf zwei Kugelringen. Von dem Um- 
ltand, die Loslcheibe mit etwas kleinerem Durchmeller und kegeligem Uebergang zu verlehen, 
hat der Normenauslchuß Abltand genommen.  Stahl-Riemenlcheiben in verlchiedener Bau- 
art, Fig. 5, eignen lich für höhere Cielchwindigkeiten; lie lind leichter und in großen Abmel- 
fungen billiger.  Hölzerne Scheiben haben lich allgemeiner eingeführt, da lie leichter und 
billiger find als gegoliene, wenn auch nicht lo ausdauernd. Der Kranz beltelit aus vielen verletzt 
geleimten Felgenltücken, Fig. 6 und 7, oder aus gebogenem Rotbuchen- oder Elchenholz, Fig. 8. 
Sie lind ltets geteilt und werden meilt ohne Keil auf die Welle geklemmt. Lindner 
Rlemenlpanner dienen dazu, die Enden 
eines über die Scherben gelegten Treibrie-  13.51 "zum:   i  
mens zum Zweck ihrer Verbindung, unter  
Spannung des Riemens, zu nähern (f. die .    
Figur).  Lindner  
Riementrieb ili als Mittel zur Kraftüber- irg;  {a     
tragung ausgezeichnet durch Billigkeit der  
Anlage und der Unterhaltung, Anpallungsfähigkeit, Geräulchloligkeit, Nach- 
giebigkeit bei Ueberlaltung und Ausrückbarkeit. 
Der endlos gelchlollene Riemen liegt mit Spannung ge-  
mäß der Riemenberechnung (f. d.) auf der Kraft- und  
5,46  Laltlcheibe, die man gewöhnlich die treibende und getrie-  
[Q bene Scheibe nennt. Die geraden Läufe unterlcheidet man  
als ltraffes (ziehendes) und loles (gezogenes) Trum. Die 
51g L Ueberletzung nl: n, ergibt lich aus  ni; lie wird    
indes durch den Schlupf um 19201„ und mehr beeinträch-  i, 
tigt. Bei 11:30 mfsek erreicht man die zulällige m! 
Höchltgelchwirldigkeit gußeilerner Riemenlchei-   
ben.  Der Riemen lauft auf eine Scheibe (oder   
Leitrolle) nur richtig auf, wenn er von einem '  Figß  
Ablaufpunkte herkommt, der in der Ebene der ' 
Scheibe liegt. Im offenen Triebe fällt er daher nach der kürzeren Seite ab, wenn 
 die Wellen nicht parallel liegen. Beim Auflaufen auf einen Kegel verzieht er lich 
 leitwärts und lieigt nach der höheren Seite auf; nur wenn er gleitet, wie beim 
Anlaufen während der Belchleunigung,  
rutlcht er nach unten ab. Auf doppelt-  i;   
kegeligen, beller aber gewölbten Schei-       
 ben hält er üch daher auf Mitte. i    
XI i  Meilt genügt es, die Laltlcheibe I   
  ballig zu machen, die Kraftfcheibe E ä  
 aber (außer bei lchnellem Lauf),    
  zur Schonung im liraffen Trum,    
 flach oder gerade zu halten. Aehn- xxmllzß  
 lich verhält lich dengekreuzte u? f! ä  
 oder gelchränkte Trieb, Fig. l, für Ä   
 gegenläufige Drehung. Der halb-  m s    
F. 2 gelchränkte oder I-lalbkreuz- agil   
'g'  trieb braucht gerade Scheiben    f i- 
von größerer Breite, weil hier der Riemen, haupt-      Flg. 5. 
fachlich auf der Laltlcheibe, nach außen wandert,  
Fig. 2. Beim Antrieb von fenkrechten Zentrifugen- und Fräslpindeln gleitet der Rlßmejl Zllefß fäß 
bis zur Höhe der liegenden Antriebwelle hinauf, linkt aber, wenn die Spannung im lole auf- 
laufenden Trum nachläßt, bis tief auf die Bordfcheibe. Halbkreuzriemen werden, in Rücklicht 
auf die einleitige Kantenzerrung, als lolche für Rechts-_ und Linkstrieb belonders hergeltellt. Bei 
Anordnung einer Leitrolle aber verlchränkt lich der Riemen gleichleitig, wie in dem Vtiinkel- 
trieb Fig. 3.  Der Spannrollentrieb (Lenix), Fig. 4, empfiehlt lich belonders fur kurzen 
Achlenab and, ltarke Ueberletzung, lteile Triebe und für alle Fälle, in denen eine Verminderung 
des Achsdruckes auf rund zjs erwünlcht ilt, Ueberlaltungen durch zu ltrammes Auflpannen ver- 
mieden werden lollen _und das Nachlpannen zu erübrigen ilt. Der endlos geleimte Riemen (ohne 
Lafchen) wird durch eine Spannrolle am lolen Trum von außen nahe der kleineren Scheibe 
leicht angelpannt (f. Riemenberechnurig); die Rolle loll nicht zu klein fein, leicht laufen 
und kann um die Wellenachfe oder einen Jelten Punkt" lchwingen, durch ein Hebel- oder 
Seilzuggewicht nach Bedarf belaltet und bei lchwankendem Betrieb durch einen Schwingungs- 
dämpfer beruhigt. S. „Malchinenbau' 1925, S. 1023; ebend. S. 59 ili der Pendelmotor dargeitellt, 
wobei der Elektromotor mit der Spannrolle um eine feitlicheAchle lchwingt.  Das Viror- 
getriebe Fig. 5 von Vierordt 8: Cie., Kehl a. Rh., geliattet durch Verltellurig der Spann- 
rolle am Kei riemen (Norm: _KrM5Q1[3) eine Aenderung derUeberfetzung fur Motorräder, 
indem die äußere Scheibe auf viergängigem Gewinde lich Jeweils lelbltändig einlteilt. Ueber 
Verluche an Keilriemen f. „Malchinenbau" 1925, S. 376. Lindner
        

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