Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3205633
Rhenium 
Richten, 
Ridztappara te. 
vnafdzinen 
669 
Rhenium ilt ein neues, von Noddak, Tacke und Berg in der Gruppe 
der Platinerze aufgefundenes Element, und zwar Nr. 43 des periodifchen Syftems. 
RHEOCHOFG, ein ltetig veränderlicher elektrifcher Widerftand, der aus zwei parallel 
nebeneinander gefpannten Wideritandsdrähten betleht, die durch einen verfchiebbaren Brücken- 
draht verbunden iind. fo daß man eine ltetig zu- bzw. abnehmende Drahtlänge von einem 
Strom durchfließen laffen kann. Reidi 
Rheometer, f. v. w. Galvanometer (f. S. 69); f. a. Verb rauchsregler. 
Rheotan, Neufilberlegierung aus Kupfer, Zink und Nickel (von Geitner, Auer- 
hammer bei Aue in Sachfen), die zu elektrifchen Widerftänden (f. d.) verwendet wird.  
Spez. Widerltand c:0,47, Temperaturkoeffizient a:0.00023; vgl. a. Nickelin. Hvlzt 
Rheumafan itt eine nach dem D.R.P. Nr. 154548 hergeltellte überiettete Salizylfäure- 
feife, die zu Einreibungszwecken Verwendung findet und neben freier Salizylfäure auch deren 
Methylefter enthält.  
Rhodanammonium, photographifche Verwendung, wirkt ebenfß wie 
Rhodankalium (Schwefelzyankalium) als Fixiermittel für Silberhaloide. Es findet hauptfächlich 
als Zufatz zu Goldbädern beim Tonen photographifcher Silberkopien Verwendung. 
Literatur: Valenta, E., Photogr. Chemie, Halle a. S. 1921. .1. M. Eder 
Rhodanverbindungen (f. a. bei Zyanverbindungen) iind Schwefel, 
Kohlenltoff und Stickftoff enthaltende Verbindungen. Beionders erwähnenswert 
iind folgende: 
Ammoniumrhodanid, NH,- SCN.  Goldrhodanid, Aii(SCN)3_ Es bildet mit 
Kaliumrhodanid ein Doppelfalz, das in der Photographie zur I-lerilellung von Tonbädern Ver- 
wendung findet, während fein Doppelfalz mit Ammoniumrhodanid zur Tauchvergoldung An- 
wendung findet  Nr. 134428).  Kaliumrhodanid, KSCN, dient als Ausgangs- 
material fiir viele andere Rhodanfalze und in der organifchen Chemie zur Herftellung von 
Thioharnftoffen aus Aminen.  Silberrhodanid, AgSCN, dient in der Maßanalyfe zur 
Silber- und Rhodanbeftimmung. Eine Silber-Ammonrhodanidlöfung, verletzt mit Pyrogallol, 
Kaliumbromid und Natriumfultit, dient zur Verftärkung von Silbernegativen in der Photographie. 
Literatur: Ullmann, Enzykl. d. techn. Chemie, Bd. 9, Berlin 1921. Mezger 
Rhodium, Rh, iit .ein filberweißes, leicht dehnbares und hämmerbares Metall 
vom Schmelzpunkt 1970"; fpez. Gew. 12,6, Atomgewicht 102,9. 
In reinem Zuftande wird es nicht einmal von Königswalier gelött. Rhodium wird zu 
"Tiegeln verarbeitet, die gegen Aetzkali, Zinkchlorid, Zink, Kupfer und Königswaffer widerftands- 
fähig lind.    Mezger 
Rhombus, gleichfeitiges, fchiefwinkliges Parallelogramm. 
RhllfOl, aus dickem Leinöl und Harzen beftehend, ergibt durch Verdünnen mit Terpen- 
tinöl auf einfache Weife Lacke. 
Rhufollinoleat, Präparat zur Herltellung von teinölfirniffeii auf kaltem Wege. 
Richten, Richtapparate, -mafchinen. Richten bezeichnet die Befeitigung 
von Krümmungen und Beulen, die z. B. Walzwerkserzeugniffe nach dem Walzen 
aufweifen oder die z. B. Draht und dünnes Rundeifen durch Aufwickeln zu Ringen 
erhalten haben; es ilt ferner vielfach bei Teilen       
nötig, die z. B. beim Härten, Glühen eine 
Wärmebehandlung erfahren und fich hierbei     
verzogen haben, um ihnen ihre richtige Form ff 
wiederzugeben.  
Im letzteren Fall wird meilt durch Hammerfchläge    
oder mittels Preffen (Fig. 1, Wellenrichtpretfe mit Vor- V3 "i"  
richtung zum Prüfen des Rundlaufens der Werkitücke)      
gerichtet. im befonderen wendet man an: e   , , 
a) Bei Draht: dünner Draht kann durch Hin- i?     
durchziehen zwifchen zwei Reihen gegenfeitig verfetz-  i     
ter Stifte, die auf einem Brett (Richtholz) angebracht  ' r  
tind, geradegerichtet werden. Bei ftärkerem Draht    
wendet man Richtapparate an, die aus mehreren gegen- hg" 1' 
    einander verletzten, nachftellbaren Backen 
f"         (Fig. 2) oder Rollen beftehen. Die Rollen- 
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