Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3204209
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Preßkolberz 
Preßlzzft 
(E, 9 da das Prellen nunmehr wechelfeitig erfolgen kann. Der Form- 
 411i] kalten wird in die Prefle ein- und ausgefahren bzw. gedreht. 
lt]  I4  Die Vorrichtung zum Trennen von Formkalten und Modellplatte 
  ilt fett leitwärts von der Prelle oder, ebenlo wie die Wendeplatte, 
jjjl "lläuel  'r im Wagen felblt angeordnet. Zu dieler Klalle von Malchinen 
 gehören auch die Drehtilchformmalchinen(vgl.  
 Preßtormmafchinen für Formen ohne umlchlie- 
I  ßendeFormkalten(Fig.6,BadilcheMalchinenfabrik, 
lglew-I.    Durlach) belitzen zwei Formkalten und eine doppelleitige aus- 
 fahr- oder auslchwenkbare Platte, die bei Fig. 6 zwecks leichter 
 P;   Reinigung der Modelle drehbar ilt. Die Arbeitsweile ilt folgende: 
 0,75515": i" "Vgl. Einfüllen des Sandes in den unteren Formkalten, Einlchwenken 
 ii_fj_  der Modellplatte, Auffetzen des oberen Formkaltens und Füllen 
134 33'  deslelben, Empordrücken der beiden Formkalten und der 
   zwilchen ihnen befindlichen Modellplatte gegen das Widerlager 
l  fies M) der Prefle, wodurch der Sand im oberen Kalten gepreßt wird, 
  hierauf Prellen des Sands im unteren Kalten; beim darauffol- 
 (F435 genden Niedergehen der Formkalten zieht lich die Modellplatte 
   von dem zurückbleibenden oberen Kalten und hierauf der untere 
  impft?    Kalten von der zurückbleibenden Modellplatte ab. Die Modell- 
  i; platte wird dann ausgefahren, der untere Kalten gegen den 
 1:" a? oberen gedrückt und mit ihm verbunden; der obere Kalten wird 
H 6 hierauf an den Säulen feltgeklemmt und die Sandform aus den 
g'  innen mit lchräger Fläche verlehenen Kalten durch den mittleren 
Preßltempel mittels einer Unterlage hinausgerückt.  Die Sandformen ohne umlchließende 
Formkalten eignen lich nur für flache Modelle; Modelle, die einen großen Teil der Preßfläche 
einnehmen, lind unzulällig, da lonlt beim l-Ierausprellen die Form zerdrückt wird. 
Literatur: [1] Filcher, Herm., Die Werkzeugmalch, Bd. 1, 2.Aufl., Berlin l906.- I2] Zeitlchr. 
d. Ver. deutlch. Ing. 1906, S. 1195 u. 1237; ,.Stahl und Ellen" 1905, S. 1307 u. 1362.  Ebend. 1905, 
Nr. l8.  [4] Geiger, C., Handb. d. Eilen- u. Stahlgießerei, Bd. ll, 2. Aufl., Berlin 1927.  
[5] Treiber, E., Gießereimalch. (Samml. Crölchen, Bd. 548). Widmaler 
Preßkolben wirken als Tauchkolben in hydraulilchen Preflen, oder  
üe drücken in Formpreflen auf eine knetbare Malte.  , 
An liegenden oder hängenden Prellen tragen lie eine Rückzugvorrichtung;  
diele greift entweder außen am Preßkopf an mit Ketten und Gewicht oder mit  
Stangen von Rückzugzylindern, oder lie wirkt innen unter Wallerdruck auf eine 1 XN 
Kolbenringfläche in dem Haupt- oder einem Nebenzylinder. Die Berechnung be- Q Q 
trifft, außer der Druck- (oder Knick-) Beanlpruchung des Kolbenquerlchnittes, auch Q ä 
die Spannung im l-lohlzylinder (l. d.) nach der Figur. In der einfachen Formel i 
5lR:pln kann man für Gußeilen bei 50-1-300, höchltens 450 at etwa o:V800p ä ß 
wählen, für Stahl bei 30021000 at doppelt lo viel. Dabei ergibt lich die höchlte Q I 
Spannung in der Wand zu k:1,7  nämlich 2001-800 für Gußeilen 5 i 
und k : l00OT2000 kglcmz für Stahl. Llndner Q 
 Preßkuchen, Preßling, im allgemeinen, die bei der Ablcheidung von s 
Flülligkeiten durch Prellung in der Prelle zurückbleibenden Rückltände (vgl. Fil- es 
terprellen,Oelfabrikation,Saftprellen). Bauer x .9 
Preßluft (Druckluft) ilt verdichtete Luft, die meilt in belon-  
deren Geblälen erzeugt wird. 
Für die Erzeugung von Preßluft höheren Drucks dienen nur die Luft komprefloren 
(l. Bd. 4,  429, und  ferner Kraftübertragung, pneumatilche [Bd. 4, S. 5141) und aus- 
nahmsweile die Wallerltrahlgeblale (l. Strahlapparate und   Vergleich über die 
Wirtlchaftlichkeit beider in   Die Luftkomprelloren werden feltltehend oder  zwecks 
Erzeugung von Preßluft an beliebiger Stelle  fahrbar gebaut, wobei im letzteren Fall der 
Betrieb meilt durch Verbrennungsmotoren erfolgt. In einzelnen Fällen wird die Preßluft in Be- 
hältern (Kelleln, Stahlflalchen) aufgelpeichert und unabhängig von der Erzeugungsltelle zur 
Verwendung gebracht. 
 Die Preßluftfindet außerordentlich vielfeitige Anwendung. Sie hat als Kraftquelle den Vorteil 
leichter ortsveränderlicher Zuleitung zur Verbrauchsltelle, gegenüber der Elektrizität ferner den 
Vorteil, daß lie in einfacher Weile Druck- und Schlagwirkungen hervorzubringen geltattet, 
daß  bei Umletzung in rotierende Bewegung  die Preßluftmotoren geringe Empfindlich- 
keit gegen Staub und Feuchtigkeit lowie hohe Ueberlaltungsfähigkeit belitzen, gegenüber dem 
Preßwaller (f. Kraftübertragung, hydraulilche), daß keine Rückleitungen erforderlich lind 
und durch Leckwalfer keine Befchmutzung ulw. ltattfindet. 
Die Preßluft bildet ferner ein trockenes Beförderungs- und Zerltäubungsmittel ulw. 
Bei ihrer Verwendung als Kraftquelle ergibt lie gegenüber Handarbeit ein Vielfaches der 
Leiltung und geltattet meilt eine Kraftwirkung an Stellen, wo Handarbeit unmöglich ilt. 
Eine Preßluftanlage befleht aus dem Komprellor, einem Windkellel, der Rohrleitung 
mit Armaturen, den Anlchlußlchläuchen und den Preßluftmalchinen und -apparaten. 
Die Komprellorleiltung wird durch Aenderung feiner Drehzahl oder mittels einer auto- 
matilchen Leerlaufregulierung verändert, um lie dem jeweiligen Luftbedarf anzupallen; letztere 
arbeitet in der Weile, daß bei Ueberlchreiten eines beltimmten Ueberdrucks im Windkellel der 
Komprellor auf Leerlauf und bei Druckabnahme um etwa 1], at wieder auf Vollalt gelchaltet
        

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