Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3203038
Perfonatenfandßeine 
Petitgrainöl 
409 
Leipzig 1888.  Stroobant (iehr fchöiie Verfuche) in Carls Repert., Bd. 113 (1891), Nr. 15, und 
Bd. 115 (1892), Nr. 26.  Braun, Das Paffagenmikrom, Leipzig 1865.  Neuer Vorfchl. z. Ver- 
meid. d. perfönl. Zeitfehlers bei Durchgangsbeobacht, Altron. Nachr. Nr. 2940, Bd. 123 (1890), 
S. 177; 1895, S. 59160, 229f30.  Ambronn, L., Handb. d. aftronom. lniir.-Kde., Bd. 2, S. 1027. 
 Struve, 11., Ueber d. Verbind. eines Uhrwerkes m. d. unperfönl. Mikrom. V. Repfold, AÜIOII- 
Nachr. 1901, Bd. 155, Nr. 3719, und Vierteljahrsfchr. d. Aftron. Gef., Bd. 33, S. 135. L- Ambrvnn 
Perfonatenfandiieine (Eiienfandfteine), gelbe bis braune, feinkörnige, 
glimmerieiche Sandlleine des Braunjura ß. Führen, befonders in Schwaben (Wafieralfingen), 
oolithifche Eifenerze. Dienen gelegentlich als Bauftein. Brduhäufer 
Perfpektiv, ein kleines Fernrohr. 
Perfpektive. Sie befchäftigt iich mit der Abbildung von Gegenttänden nach 
dem Verfahren der Projektionslehre (f.  
Man unterfcheidet zwifclien Linear- und Luftperfpektive; eritere zerfällt in die 
Zentral- bzw. Parallelperfpektive, je nachdem die Projektion aus einem im Endlichen oder 
Unendlichen liegend gedachten Zentrum oder Auge erfolgt. Die Abbildung gefchieht entweder 
auf einer ebenen oder gekrümmten Bildfläche oder in einem in beitimmter Weite abgegrenzten 
Bildraum. In diefem Falle fpricht man von einer Reliefperfpektive. Bei der Luftperfpektive 
kommt es in der Hauptfache auf die Fellilellung der mehr oder weniger großen Schärfe in 
den Umrilien der dargeftellten Körper fowie der Aenderung in ihrer Färbung an, hervor- 
gerufen durch die infolge der Entfernung des dargeilellten Gegenltandes vom Standpunkte 
des Befchauers bewirkte teilweife Auffaugung bzw. Brechung des Lichtes. Vonderlinn 
Perfpektograph, ein Apparat, der den Zweck hat, aus dem gegebenen 
Grundriß und Aufriß eines räumlichen Objektes deffen perfpektivifches Bild auf 
mechanifchem Wege mittels eines Zeichenftiftes zu zeichnen, wenn man den 
Grundriß und Aufriß mit zwei Fahrltiften durchfährt, die durch einen entfpre- 
chenden Mechanismus den Zeicheniiitt bewegen. 
Der erfte Perfpektograph diefer Art wurde von G. Hauck [1] erfunden und nach 
E. Brauers Konllruktion von Mechaniker Traifer in Darmltadt angeferti t  Ein zweiter 
Perfpektograph, der aber nicht die gleiche Vollkommenheit wie der Hauckgche befitzt, wurde 
von E. Ritter [3] erfunden und von der Firma Hartm ann 8a Braun in Bockenheim-Frankfurt 
ausgeführt. Ein dritter Perfpektograph, der kompendiöfer als der Hauckfche ift und iich in 
gleichem Maße zweckmäßig erweift, wurde von P. Fiorini [4] erfunden. Die Mechanismen 
diefer drei bis jetzt ausgeführten Peripektographen lind wefentlich verfchieden. 
Literatur: [1] Verhandlungen der Phyiik. Gefellfchaft in Berlin, 16. Mai 1883, Nr. 8; eine 
Befchreibung feines Perfpektographen hat G. l-Iauck mitgeteilt in der Feitfchrift der Technifchen 
Hochfchule zu Berlin, 2. Nov. 1884, S. 213.  [2] Die Koniiruktion diefes Perfpektographen hat 
E. Brauer befchrieben in der Zeitfchr. d. Ver. deutfch. Ing. 1891, Bd. 35, S. 782.  [3] Ritter, E., 
Der Perfpektograph, 2.Aufl., Frankfurt 1884.  [4] Ulngegneria civile e le arti industriali, Vol. 16, 
Ottobre 1890, Torino. (Burmefter) .41: 
Perfulfate find Salze der Perfchwefelfäure (HTSQOS), die in reinlier Form durch Ein- 
wirkung von Chlorfulfonfäure auf Wafferitofffuperoxyd entileht. Die Säure felbit fowie ihre 
Salze wirken als Oxydationsmittel, iie geben charakterifiifche Farbreaktionen mit p-Phenylen- 
diamin, p-Aminophenol und 2,4 Diaminophenol, mit a-Naphtol in alkalifcher Löfung eine 
dunkelviolette, mit ß-Naphtol eine gelbviolette Färbung. Die wichtigiten Salze lind das Ammo- 
niumperfulfat(NH„ 28208), das Natriumperfulfat und das Ka iumperfulfat  Das 
Ammoniumpeiful at bildet weiße monokline, das Natriumperfulfat (NazSzOg) ebenfalls Kriilalle, 
die leicht in Waffer löslich lind. Ausgedehnte Anwendung finden die Perfulfate wegen ihrer 
oxydierenden und bleichenden Wirkung in der Bleicherei, ferner zur Entfernung von Fixierialz 
in der Photographie. Mezger 
Perubalfam iii eine dunkelbraune, klare, mit Weingeiit zu gleichen Teilen 
klar mifchbare, angenehm riechende dicke Flüfiigkeit; fpez. Gew. l,l45äl,158. 
Er wird in San Salvador (Südamerika) aus einer Papilionazee (Myroxylon balsamum bzw. 
Pereirae) dadurch gewonnen, daß die Rinde beklopft und angefchwelt wird. Der auf diefe 
Weife austretende Balfam wird in Lappen aufgefangen, außerdem auch fchließlich noch die 
Rinde abgekratzt und ausgekocht. Anwendung in der Medizin, Parfümerie und Schokolade- 
fabrikation. Weißer Perubalfam iiammt von den Früchten von Myroxylon Pereirae. 
Literatur: Hagers Handb. d. pharm. Praxis, Berlin; Ullmann, Enzykl. d. techn. Chemie, 
Bd. 2, Berlin lglli-if. Mezger 
Perugen iit ein von der chem. Fabrik Reisho lz hergettellter fynthetifcher Perubalfam, 
der neben Gummiharzen Zimtfäure- und Benzoefäurebenzyleiter enthält. 
Petitgrainol wird durch Deltillation der Blätter, der jungen Schößlinge 
und der unreifen Früchte verfchiedener Rutazeen gewonnen. 
Am beften ift das aus den Blättern der bitteren Orange deftillierte Oel, das einen dem 
Neroliöl ähnlichen, allerdings nicht fo feinen Geruch befitzt. Das Hauptproduktionsgebiet fit 
das füdliche Frankreich, in neuerer Zeit auch Paraguay. Das Petitgrainöl belieht hauptfächlich 
aus Linalylazetat und findet vielfach in der Parfümerie Verwendung. 
Literatur: Gildemeifier u. Hoffmann, Die äther. Oele, S. 682, Berlin 1899. Semmler, Aether. 
Oele, Bd. I, S. 518, Leipzig 1906. Bauer
        

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