Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3202224
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Ohr 
Öle, gehärtete 
Literatur: [l] v. Helmholtz,  Die Lehre v. d. Tonempfind., 4. Aufl., Braunfchweig 1877. 
 [2] Ewald, Das Endorgan d. Nervus octavus, Wiesbaden 1892.  [3] Wundt, Cirundz. d- 
phytiolog. Pfychologie, 4. Aufl., Leipzig 1893. (Aug. Schmidt) Reldr 
Ohr, 1. Vertiefung, Loch; 2. bei Gewölben mit Tür- und Fenlier-  
Öffnungen die obere Stichkappe, welche die Oeffnung überdeckt; "W e 
3. Eckverkröpfung des Profils bei Tür- und Fenltereinrahmungen (l. die  Ei. [i r, 
Flgllfl. Senf! "lfdbh  
Oildag, Schmiermittel in Paltaform aus Achefons kiinltlichem Graphit  lt 
und pflanzlichen oder mineralilchen Oelen. 
Oka, Einheit des I-landelsgewichtes in der Türkei und im ganzen Orient. 
ln der Türkei l Oka : 4 Litra : 400 Drachmen z 1282 g. 6 Oka : 1 Batmarin, 44 Oka 
: l Kantar (Zentner 56,4 kg). In Griechenland 1 Oka z 1280 g, Aegypten : 1236 g, Rumänien, 
Serbien : 1282 g. Pluto 
Oktave, das Tonintervall, für welches das Verhältnis der Schwingungs- 
zahlen 1:2 beträgt; l. Schall. 
Oktylaldehyd wird durch Oxydation von ri-Oktylalkohol mit Bichromat und Schwefel- 
fäure grhalten und dient__zur Herltellung von kiinltlichem Zitronenöl. 
Olablcheider, Olablcheldung itt bei Waffer, Dampf und Preßluft von 
Wichtigkeit. 
Oel vermindert fchon in dünnen Schichten die Wärmeübertragung. Es ilt deshalb bei 
Heizkörpern, l-ieizlchlangen, Vorwärmern, Oberflächenkondenfatoren, Dampfkammern von Ver- 
dampfapparaten, Dampfkelfeln durch Verwendung von ölfreiem Dampf bzw. Walter dafür zu 
lorgen, daß lich an den wärmeübertragenden Flächen kein Oelbelag bildet. Bei Dampfkeffeln 
können infolge Wärmeilauung Ausbeulungen der Bleche ulw. eintreten. Die Entfernung des. 
Oeles aus Dampf oder Waffer ilt ferner notwendig, wenn ölfreies Watier zu Fabrikationszwecken 
erforderlich ift. Oel in Preßluft kann in zertläubtem Zutland als Oelnebel bei Temperatur- 
lteigerung zu Explotionen führen. Mit Staub vermifcht führt es in den Preßluftwerkzeugen zu 
llarkem Verlchleiß.  Die Abfcheidung von Oel aus ölhaltigem Waffer kann durch 
Abllehenlaffen in großen Klärteichen oder Gefäßen oder durch Zulatz chemilcher Mittel (Ton- 
erdehydrat, Schwerlpat u1'w., die durch Flockenbildung das Oel aufnehmen) oder durch Filtration 
durch Sand, Kiefellteine, Sägmehl, Holzwolle, Koks, Filtertücher oder auf elektrolytifchem Wege 
(Hanomag, Hannover) erfolgen, wobei in letzterem Fall das Oel in Flockenform mittels Gleich- 
ltroms niedergefchlagen wird. Bisweilen werden auch zwei Verfahren kombiniert; f. a. Keflel- 
lpeifewalferreiniger, Wallerreinigung.  Die Abfcheidung von Oel aus öl- 
halti em Dampf geichieht durch Aufltoßenlatifen des Dampfes gegen Widertlände (Winkel- 
eilen, giebbleche ulw.), die in einem topfartigen, in die Abdampfleitung eingefchalteten Körper 
(Oelabfcheider, Qelfänger, Dampfentöler) eingebaut lind, oder durch die Zentrifugalkraft, indem 
der Dampf in kreifende Bewegung verletzt wird. Der Wirkungsgrad ilt von der Art des Oeles. 
abhängt  Es gibt auch Anordnungen, um das Oel zunächlt aus dem Dampf und darauf aus 
feinem äondenlat abzufcheiden.  Die Abfcheidung des Oels aus Preßluft gelchieht 
vielfach mit Abdampfentölern, die hierfür etwas größer als für Dampf gewählt werden. Druck- 
windkeflel in den Preßluftleitungen wirken auch ölablcheidend. Bei den eigentlichen Preßluft- 
Oelabfcheidern wird die Preßluft in feine Strahlen zerlegt. Hilfsmittel lind: 1. Scharf geräu- 
derte Löcher in Platten, an denen die Oelteilchen abgeltreiff und nach unten abgeführt werden; 
2. Stabelemente, gegen die der Luftltrom wechlelfeitig geführt wird; 3. flachwellige lchmale 
Kanäle; 4. Gazelchläuche aus Phosphorbronze mit Vor- und Feinfilter u. dgl. 
Literatur: Zeitlchr. d. Ver. deutfch. Ing. 1926, S. 543.  Wldmaler 
Oldruck, in der Befeltigungsweife der Farben im wefentlichen der Oel- 
malerei entfprechende Methode, einen Stoff mit Muttern zu verlehen. 
Er ilt erlt in den vierziger Jahren zu allgemeinerer Anwendung gelangt, hat aber für neue 
Stoffe nur eine belchränkte Verwendung gefunden. Dagegen il't er als Dekorationsmittel für 
gebrauchte, dunkelgefärbte Kleiderltoffe am meilten in den fünfziger und fechziger Jahren auf- 
genommen worden. Auf hellem Grunde erzielt man beim Oeldruck kein günltiges Ergebnis. 
ie Uebertragung der Mutter auf die Stoffe gelchieht meift durch Handdruckformen, aber auch, 
bei baumwollenem Gewebe, durch die Perrotine und die Walzendruckmafchine.  Die Druck- 
farbe letzt lieh zulammen aus dem Farbltoff (Zinkweiß, Zinnober, Mennige, Chromgelb, Zink- 
grün, Ultramarin) und dem Befeltigun smittel in Cieftalt von gekochtem Leinöl und Bernltein- 
lack. Nach, dem Drucken wird die Vlgre fo lange verhängt, bis die Farbe auf dem Stoff hart 
geworgen ift, damit beim Appretieren ein Verwifchen des Mutters nicht ltattfinden kann. Burherer 
Oldruck, photographifcher (Oelfarben-Kopierverfahren). Beim Oeldruck 
wird Chromatgelatinepapier unter einem Negativ belichtet, in Waffer gewalchen und mit Oelfarbe 
behandelt, die nur an den belichteten (unlöslich gewordenen) Stellen haftet. Diele Oeldrucke 
werden als lelbltändige Drucke verwendet oder auf anderes Papier in einem Satinierwalzwerk 
übertragen (O elumdruck), wobei nach Art des Lichtdruckes Vervielfältigungen erhalten werden. 
Literatur: Puyo, C., Das Oelfarbenkopierverf., deutfch von Stiirenburg, 2. Aufl. 1914; 
Fuhrmann, E., Der Oeldruck, Halle a. S. 1910; Streißler, Oeldruck u. Bromöldruck, Leipzig 1914; 
Eder, J. M., Die Pigmentvert, Oel- u. Brornöldruck, 4. Aufl., Halle l926. J-Eder 
 Ole, gehärtete. Die Glyzeride der ungefättigten Fettläuren, die den 
Hauptbeltandteil der Oele ausmachen, lind im allgemeinen flüllig. Die unge-
        

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