Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3200866
Munition 
Kartufchen erhalten oben zum Abfchluß einen Kropf. Für die fcliweren Kaliber verwendet man 
zwei Kartufchen, log. l-lalbkartufchen, die hintereinander eingeführt werden. Man unterfcheidet 
ferner Gebrauchsladung für den fcharfen Schuß, Uebungsladung von fchwächerer Triebkraft zur 
Schonung der Rohre fowie Salutkartufchen zur Abgabe von blin- 
 den Schüffen   Neuerdings kommen die Kartufchen mit 
Metallhülfen, verbunden mit dem Gefchoß (Fig. 1) als Einheits- 
Fig. 1. Einheifspatrone. munition, für die Gefchiitzrohre der leichten und mittleren 
tillerie allgemein in Anwendung (f. unten). _Für fcliwere Gefchutze 
bevorzugt man Beutelkartufchen, und zwar für jede Ladung zwei bis drei getrennte Kartufchen. 
Nur Deutfchland und Oefterreich verwenden auch für diefe Gefchütze die fchwereren Metall- 
hülfenkartufchen. 
Die Gefchoffe unterfcheidet man nach ihrer Form in Rund- und Langgefchoffe, nach der 
Ausführung in Voll- und l-Iohlgefchoffe. l-lohlgefchoffe mit Sprerigladung nennt man Granaten 
 oder bei glatten Morfern Bomben, folche W da, O MM) W w .9 
zäaaee eäßage mit einer Anzahl von Kugeln aus Hart- v, mw-tmmgqy: illiztlßg 
g  9.232.  blei, mit Harz vergoffen und mit ge-  wßßgfßir ä? 
Ig I  ringerer Sprengladung gefüllt, Schrap-   äliiäfyrläjitgvßfää 
 nells (Fig. 2). Die Sprengladung wird l   
  " entweder am Gefchoßboden, in der Mitte 
FiE-i- Schraimell- oder am Kopf angebracht und dient Fig'3' Ka'tä"che' 
dazu, die Gefchoßwandung zu zertrümmern  Belleht die Gefchoßhülle zur Aufnahme von 
Kugeln aiä Ißlliacg, fo da? lie 13101111 iräißllilollifr dkurähtrdlen (Iiäasdgiickszslelrtrümniert Wänilä fßtnelnnt 
andas eco eine aräce cenaäce, g.. crapnesun aracen 
äzeichnet man im Gegenfatz zu den Vollgefchoffen und Granaten als Streugefchoffe; tie 
finden gegen lebende Ziele Verwendung. 
Die Konffruktion der Gefchoffe erfordert genügende Haltbarkeit für den Druck der Pulver- 
gafe, genügende Feftigkeit und Zähigkeit beim Auftreffen auf Panzermaterial, günltige Gefchoß- 
form zur Ueberwindung des Luftwi erftandes, zur Vermeidung unregelmäßiger Abweichungen 
und zum günftigen Ein- 
 7 d   p  1 _ N  
 Eflläilulg... aiiäläi;  
  Gefchoß im Gefchützrohr   , Jf . 
441  eine regelmaßige Dre-  , 
 E3351 z" 'eife'le"' "me X 
n vorric un en, um  
A Fig 4'  die Sprengladäng der Igig. 5. Hartgußpanzergranate. 
Granaten und Schrapnells hnt h d h K l 
zur Explofion zu bringen. Während die Gefchoffe der glatten Gefc u zro re urc weg uge  
    den Langgefchoffen 
gefchof f e waren, ging man mitEinführung der ezogenen Gefchutze zu   
über. Die Langgefchotle haben eine zylindrifche iorm mit_ konifchegroderfogivalle: iplitäzä 
Qer Radius des Boäensgder Spitze betragt 1,772 Kaliber. Die Gefcho ange c wan v . 
bis zlDgs lfvffftzffä [dlerllffanggefc hoffe beftand zunächit aus Gußeifen; fiür eiäeigiehfanzer; 
ziele verwendete man l-lartguß, Pallifer- und Grulongranaten, für Compoun  un a panze 
a wurden Srtalälglralnätelri 
  egäähäifdet lllilä  für?! h. Q 
WWMIMIIIWI, MM (H o l t z e r -Granaten) bzw. 'LÜ i") u-eku!  
FigIS. sprenggranate aus stahl.  Nickel.     zwßgflgämm 
In Fi8-4?53 ß Führungsrins- b Zßntnel" fchoffe waren bereits vor Fig. 7. 
"mm dem Weltkrieg aufgegeben.  
Die Panzergranaten (Fig. 5) werden als l-lohlgefchoffe gefertigt; Panzzirgragateäi milt 
Sprengladung erhalteä kelinä Zündder, da dafsnljälvert {tliftllläelielm Auftreffen des Ge cho es urc 
die Reibung an der ec o wan ung von_ e  en z     
Die Sprenggranaten wurden anfänglich aus Gußeifen gefertigt. Neuerdirlixgs zieht man 
 "e m 32a?) "fämgä," 23m  Siäißfg-ßilfiäächiääbäifäfäfäa äßäftäzäääl; 
Melinit) zu ü en ig. . ie e_c o e eizen  zu  
Auftreffen auf Bleche; lie haben eine vorzügliche_ Wirkung gegen ungepanzerteglachen der 
Bordwand und der Aufbauten    Die großte Steigerung der 66126203181 ung igelgen 
gehärteten Nickelttahlpanzer brachte die Einführung der Kappengefchoffe. Die e traglefn au 1 {er 
pitze eine Kappe aus weichem Stahl, die_durch magnetifche Kraft,_durch_ Au pre en I? neige 
Rille des Gefchoßkopfes oder durch Aufloten am Kopf beteiligt wird. Die Kappängec obß 
weifen bei hohen Gefchoßenergien 25e28"_[(, mehr Durchfchlagskraft auf. Fig. 7 Ite eine _t e- 
kappte amerikanifchePanzergranate _dar. Spater wurde die Kappe durch Auffetzeäi einer zweideili 
Kappe weiter zugefpitzt_(Fig. 7). Die Kappe verhindert beim Auftreffen ein_ ermamär; en 
Gefchoßfpitzelerwärmt die Panzerfläclie und laßt hierdurch die Gefchoßfpitze leichter ein r nge 
  [9] [12-  
Zur Erteilung der_ Drehung durch den Drall der Gefchützzüge erhalten die rgiäfchofle 
befondere F u h ru n gsri n_g e. Die l-linterlader betitzen Preffionsführung,  h. kupferne ü rlurhgsii 
ringe am Boden, die {ich in die Felder des gezogenen Teils _der Seele einpretffen. Das Gacugb 
(vgl, Fig, 4, 5, 6) erhält beim Uebergang des ogivalen Teils in die Zylinderform einen u
        

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