Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Masse bis Schiffbau
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3198731
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3200215
Modul 
Molllffe 
127 
Literatur: [l] Foerlter-Johows Hilfsb. f. d. Schiffbau, Berlin 1920.  [2] Schwarz u. v. Halle, 
Die Schiffbauind., Berlin 1902.  [3] Rota, La Vasca per le Esperienze di architettura navale 
nel R. Arsenale di Spezia, Genua l898.- [4] Schütte, Unterfuch. üb. Hinterfchiffsformen, Jahrb. d. 
Schiffbaut. Gef., Berlin 1901.  [5] Wellenkamp, Eine neue Modellfchleppmetn, ebend., Berlin 
1908.  [6] Pollard u.Dudebout, Theorie du navire, Paris 1890.  [7] Gebers, Fr., Die Verfuchs- 
anti. Uebigau, „Schiffbau', Okt. 1906.  [8] Foerlter, E., Die l-lamburgifche Schiffbau-Verfuchs- 
anft., ,Werft u. Reederei' v. 7. 12. 21, S. 705.  [9] Kempf, G., Ueb. Durchführ. u. Auswert. v. Modell- 
fchleppverfuchen, ,Werft, Reederei, Hafen' v. 7.10. 22, S. 628.  [10] Derf., NeuereErfahr. im 
Schiffbau-Verfuchsweii, Jahrb. d. Schiffbaut. GeiI, Berlin 1927. T. schwarz 
Modul, a) einer komplexen Größe aqb bi ifl; die Größe V am M; er itt 
immer poiitiv und heißt auch abfoluter Betrag; b) f. Zahlentheorie; c) ganz 
im allgemeinenbedeutet Modul eine zu einer Gleichung oder zu einem geo- 
metrifchen Gebilde gehörige unveränderliche Zahl, z. B. das Doppelverhältnis 
der vier von einem Punkt einer Kurve dritter Ordnung an diefe zu legenden 
Tangenten. In diefem Sinne wird auch die Größe k in dem elliptifchen Integral 
dx 
 l M d l  h t 
 as 0 u bezeic ne  Wölfßrlg 
Modul (Stichzahl, Durchmefferteilurig) bezeichnet im Mafchinen- 
bau bei Verzahnungen die Zahl m, die man erhält, wenn man die Zahnteilungt 
durch n (3,14 .   dividiert: m I tjrr.  
Der Teilkreisdurchmeffer D eines Zahnrades ergibt {ich zu D:mz, wenn z die Zähne- 
zahl bezeichnet, da Dnrzzl und nach obigem tfnzm itt. Man braucht alfo, um den Teil- 
kreisdurchmeffer zu finden, nur die Zähnezahl mit dem Modul zu multiplizieren. Den Modul 
nimmt man in ganzen, halben, höchitens noch in viertel Millimetern (genormte Durchmeffer- 
teilungen f. Din 780); es entftehen demnach für den Teilkreisdurchmetfer meift ganze, im un- 
günftigen Fall Maße in halben und viertel Millimetern und nicht Maße mit unendlichen Dezimal- 
brüchen, wie es bei der Berechnung des Durchmetiers aus Teilung und Zähnezahl der Fall 
ift, fofern nicht die Teilung ein Vielfaches von n ill. Um für die übrigen bei Verzahnungen 
in Betracht kommenden Maße Regeln zu erhalten, die {ich leicht im Gedächtnis behalten laffen, 
fetzt man die Höhe des Zahnkopfs gleich dem Modul (t[n:0,3l8t an Stelle der fonft üb- 
lichen 0,3 t), und man erhält damit auch für den äußeren Durchmeffer der Räder glatte Maße: 
 m. Die ganze Zahnhöhe wird zu 2,16 Modul angenommen. Der 
Achfenabitand e zweier Räder ergibt {ich zu  i z2)m. Die Modulteilung bezeichnet 
man auch als n-Teilung. Widmuier 
Mofetten, Ausitröniungen von natürlicher Kohlenfäure, vornehmlich in vul- 
kanifchen Gebieten. 
Die Kohlenfäure, fpezififch fchwerer als Luft, fammelt {ich an den Ausitrömungsöffnungen 
am Boden an. Die Mofetten liehen häufig mit natürlichen Quellen, auch Mineralquellen, in Ver- 
bindung derart, daß die Kohlenfäure zum größten Teil im Quellwaffer abforbiert ift und bei 
deffen Austritt an die Luft frei wird. Brduhdufer 
MOfEItIWäICHS ift ein Erfatz für Zerefin, Bienenwachs ufw.  
Literatur: Chemiker-Ztg. 1924, S. 761. 
Mohairgarn wird aus den l-laaren der Angoraziege und der ihr verwandten Ziegen- 
arten, das Alpakagarn dagegen aus den Haaren des Schafkamels (Pako, Alpako) gefponnen. 
Betreffs Unterfcheidung diefer Garne vom fog. harten Kammgarn f. d. Emß Müller 
Mohnöl, durch Auspreffen der Mohnfamen gewonnenes, fettes, trocknendes 
Oel von blaß- bis hellgoldgelber Farbe, dünnflüflig, mit angenehmem Gefchmack, 
fchwer gefrierend; fpez. Gew. 0,925. S. a. Oelfabrikation. 
Dient in Frankreich hauptfächlich zur Heritellung der Mar fe il l er feife , fonü vielfach als 
Speifeöl; auch zu Kuniilerölfarben wird es verwendet. J. K. Andes 
MOlfE, Seiden- und Baumwollgewebe, die durch Glandern (Kalandern) einen Waffel"- 
glanz erhalten haben. Am leichteften erzeugt man diefe Art der Appretur, indem man zwei 
aufeinanderliegende Zeugftücke zufammen durch die Walzen laufen läßt. Budzerer 
Moire, in der Buchdruckerei Auftreten eines ftörenden moire- oder fchachbrettartigen 
Mutters, wenn nach Netzätzungeri abermals folche angefertigt werden müffen oder Klifchees 
mit feinen, engen Strich- oder Punktlagen in ungeeigneter Winkelung hergeitellt und (bei 
Mehrfarbendruck) übereinander gedruckt werden. A. W._Ur_iger 
Molvrefche Formel heißt die Formel (cos (p i isin m) " : cos n (p i i sm n q). 
MOkllmE, durch Schmieden hergeftellte, gemafertem Holz ähnlichfehende Mifchung von 
Eifen, Gold, Kupfer und Silber, japanifchen Urfprungs, zu Kunftgegenftänden verwendet. 
Mol, abgekürzte Bezeichnung für Gramm-Molekül, z. B. ilt 1 Mol H20 
: 18 g Waffer. 
Molaffe,_eine am Nordrand der Alpen, vom Genferfee bis nach Oeiterreich 
ziehende Schichtenreihe der Tertiärformation, vom mittleren Oligozän bis weit 
ins Miozän hineinreichend. 
Vorwiegend Sandfteine, Konglomerate, Tone und Mergel, an einigen Stellen (Miesbach,
        

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