Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3197004
Mühmafdzinen 
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weggeht, itt an der äußeren Seite des Mefierwerks ein   
Scliwadenbrett angebracht, welches das Gut nach innen   i? 
zufammenfchiebt. Die Räder miiffen mit einer einfeitig  f 
wirkenden Kupplung (Freilaufkupplung) ausgerültet fein,  c 
damit beim Wenden an den Ecken das eine Rad gegen das  "tif"   
andere zurückbleiben kann. Die Arbeitsbreite ift l,2-1,4 m,   
die nötige Zugkraft beträgt 70-150 kg je Meter, alfo ünd     ijii 
zum Betrieb zwei mittlere Pferde nötig. Die Leiliung dari g    l  
je Tag mit 3,5 ha berechnet werden.  l  lief  1.11.35- 
Die Getreidemähmafchine (zum Schnitt des reifen  i l   
Getreides fowie zum Ablegen desfelben in zufammen- iiji i; Willi, Ä jiiij" 
hängenden Schwaden oder in Haufen verfchiedener Größe) Gljii; i   
befteht aus zwei Hauptteilen: der Mähmafchine felbß und ßpfl lj  
der Ablegigrrichtung. Die erttere ift faft übereinttimmend. ;liißiu_ i,   
in ihrem au mit der Äill.iiii_h"iegl   (ßwtzbl-Hßih, 
Grasmähmafchine, doch     _   äEllliyÄYF-s. I   
in m" ein einziges         
breites Fahrrad vorhan-  v     a; 
den: das Triebwerk _   
wenemewemgeniarke      
Uebsrfsflvng mit. T0            W. 5' 
daß die Meffergefchwin-       
digkeit kleiner wird;der  l     
Schneideapparat ift itär-  "l  
      
muß däS abgefEhnitterLe Fig. 7. Getreidemähmafchine mit Selbftablage. 
Getrei e nac rüc  
wärts und links feitlich gefchafft werden, fo daß es hinter die Fahrräder der Mafchine zu 
liegen kommt, damit eine freie Bahn für die Pferde entfteht. Man unterfcheidet Getreidemäh- 
mafchinen mit l-iandablage und folche mit felbtttätiger Ablage. Die erlteren (Fig. 6) werden 
aus den Grasmähmafchinen dadurch hergeftellt, daß an dem  
Fingerbalken ein Lattenrofl. angehängt und auf das Cieftell ein  g 
zweiter Sitz aufgefchraubt wird, auf dem der Arbeiter Platz  
nimmt, der die auf den Lattenroli; fallenden Halme mittels eines j       
Rechens nach rückwärts und hinter die Fahrräder der Mafchine  v  
ichafift, fobald ttirähßfo viel t   
ange ammelt ha , a es eine u I-    ß 
Garbe gibt, wobei er mittels  S    I ' 
eines Fußhebels den Roit I1 ' 4,  .i i 1  t  
hinten nach abwärts kippt.       M. 
Diefe Mafchinen eignen fich 6 Xf-iei"      
nur für den Kleinbetrieb I,  igbiiiiftiipgeel"    
und für Wirtfchaften mit x  g!     
überwiegendem Grasbau. M?      i'll,  
Bei den Getreidemähmafchi- "gigkr    i"  '_1   
nen mit felblttätiger Ablage    "m5? g ' f"; 
(Fig.7) belteht die Ableg-   _j4(?i  i,   
vorrichtungd auis hniehrefren        
 ie 1c an am      
Sälchzrilnä fenkrechte mäene Fig_8. Getreidemähmafchine mit Bindevorrichtung. 
drehen und dabei entweder die ftehenden Halme gegen das Mefferwerk m anlegen oder die ge- 
fchnittenen Halme garbenweife über den Ablegtifch b feitlich hinter der Mafchine ablegen. Zur 
Ausführung diefer Bewegung der Rechen dient eine Kurvenführung K, die durch eine (meift 
vom Führerfitz aus verftellbare) Weiche in zwei Teile zerfällt. Je nach Einftellung diefer Weiche 
können die Rechen einzeln oder zu mehreren fo geführt werden, daß fie die Halme nur gegen 
den Ablegetifch anlegen und in einem gewiffen Abftande über den Ablegtifch hinweggehen, 
oder fo, daß fie die auf dem Tifch gefammelten Halme von letzterem herunteritreichen. Während 
des Leerhubes werden die Rechen fo hoch gehoben, daß fie den auf dem Sitz befindlichen 
Fahrer nicht treffen können. Um zu verhindern, daß die Halme in das Getriebe der Mafchine 
kommen, itt das Brett e vorgefehen. Diefes fowie der Aehrenheber f dienen auch noch dem 
Zweck, die überhängenden Aehren fo anzuheben, daß fie nicht in den Bereich des Mefferwerks 
gelangen können. Durch den äußeren Abteiler d wird eine reinliche Scheidung der liehen- 
bleibenden von den gefchnitlenen Halmen erzielt. Als Haupttrag- und Antriebsrad dient das 
Rad a. Während der Arbeit wird der Ablegetifch und das Mefferwerk außerdem durch das Rad c 
geftützt. Zum Fahren auf Wegen werden die Rechen und der Tifch hochgeklappt. Das Radc 
wird dann abgenommen und auf eine am Mafchinenrahmen befindliche Achte aufgeiteckt. Bei 
ebenen und lteinfreien Flächen kann die durch einen Hebel und das an der äußeren Seite der 
Plßüfßfm befindlißhe Rad einzuitellende Stoppelhöhe fehr gering (5-8 cm) gewählt werden; 
andernfalls und bei Getreide, das in der Arbeitsrichtung gelagert ift, wird die Stoppel wefentlich 
langer. Die Zugkraft beträgt 5O-_l00 kg 18 Meter Schnittbreite. Diefe Getreidemähmafchinen 
werdendann angewendet, wenn infolge ftarker Verunkrautung ein fofortiges Binden zu Garben 
unmöglich ft und deshalb die Schwaden erft austrocknen müfien (Wenden derfelben). llt bei 
1-1193", Lexikon der-geiamten Technik. 3. Aufl. IV 52
        

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