Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3196267
Lokomotive 
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und kleinere Oeffnungen, fog. Wafchluken, angebracht, die durch Lukenpilze oder Wafch- 
bolzen verfchloffen werden. An tietfter Stelle befindet {ich ein Hahn zum Ablaffen und Wieder- 
einfüllen des Waffers beim Auswafchen des Keffels. Der Keffel itt vorne unter der Rauchkammer 
mit dem Rahmengettell fett verfchraubt, im übrigen aber derart beweglich auf dem Gefteil ge- 
lagert, daß er {ich bei der Erwärmung frei nach hinten zu ausdehnen kann. 
Laufwerk und Rahmen. Man unterfcheidet Blechrahmen mit Rahmenwangen aus 
Blechplatlen von 25-35 mm Dicke, Fig. 9, und Ba rren ra h men (heute bevorzugt) mit Rahmen- 
wangen aus kräftigen Eifenbarren von 80-110 mm Dicke, Fig. 10, die, früher aus einzelnen 
Schweißttahlbarren zufammengefchweißt, in Europa neuerdings aus vollgewalzten Platten her- 
geftellt, in Amerika aus Vanadiumftahl in einem Stück gegoffen werden. Ferner In n en rahmen 
mit zwifchen den Rädern liegenden Wangen, heute faft ausfchließlich ausgeführt, und Außen- 
rahmen mit außerhalb der Räder liegenden Blechwan en. Die vorderen Pufferträger Iind 
meift aus Preßblech oder Formeifen, der hintere, die lgupplung zwifchen Lokomotive und 
 Tender enthaltende Zugkaften aus Gußeifen oder 
"litt:  X j_ Flußttahlguß." Bei Lokomotiven mit Außenzylindern 
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Fig, 11, Fig. 12. Biftel-Geftell. 
bracht; bei Lokomotiven mit Innenzylindern bildet der Zylinderkörper felblt, der zugleich als Sattel- 
ltück für den Keffel ausgebildet ilt, die Querverbindung. UeberAchfen, Achslager, Räder, Tragfedern, 
Federaufhängung f. die Einzelartikel. Die Tragfedern der einzelnen Achien werden gruppenweife 
meilt durch Au sglei chhebel, Fig. 11, miteinander verbunden, um die Belaltungen der Achten 
auszugleichen und die während der Fahrt auftretenden Veränderungen in den Achsbelaftungen mög- 
lichlt zu verringern.  Die Entfernung zwifchen vorderlter und hinterller Achfe heißt Achsftand, 
zwifchen vorderer und hinterer im Rahmengeitell feft (ohne Seitenverfchiebung) gelagerter Achte 
fefter Achsftand. Je größer der Achsftand im Verhältnis  
zur Länge der Lokomotive ift, um fo ruhiger läuft die Lokomotive. 1    
Bei mehrachligen Lokomotiven mit großem Achsttand lind aber    g-  i 3m"  
zum zwanglofen Durchfahren von Gleiskrümmungen befondere     gggg- rwlt 
Vorkehrungen nötig: Seitenverfchiebbarkeit einzelner, im { 5'; l   
Hauptrahmengeltell gelagerter Achfen, feitlich verfchiebbare f; r  5    
oder zwanglautig einftellbare Laufachfen, Drehgeftelle. Seit- i?   
lich verfchiebbare Kuppelachfen nach Gölsdori im" m, gamma"; 
erhalten in den Achslagern fo viel Spielraum, daß iie in Krüm-  "I!  l 
mungen mit ihren Spurkränzen an der äußeren Schiene an-   E  mäßig  
laufen, {ich alfo felbft führen können. Bei mittleren Trieb- ä; I   i 
achten, die wegen des Kurbelantriebs kein Seitenfpiel erhalten "E" Jung EEERÜJF.WL_ 
dürfen, werden die Spurkränze fchmäler gedreht oder ganz     
weggelaffen. Vordere und hintere Laufachfen ünd feitenbeweg- 
lich und meift zwangläuiig nach dem Mittelpunkt der Gleis-_ Qg w-"AATÄ; 
krümmung einftellbar ausgebildet. Die in Amerika und auch 1' 'g' 13' Adammmhfe" 
in Europa weit verbreitete Biffel-Achfe, Fig. 12, ilt in einem befonderen kleinen Rahmen- 
geltell mit einer hinten angebrachten Deichfel aus kräftigem Flacheifen feltgelagert, das {ich 
um einen am Hauptrahmen befeitigten, gegen die folgende Achfe zu gelegenen Drehzapfen in 
Krümmungen quer zur Gleisrichtung drehen kann. In Europa viel verwendet iit die zwangläufig 
einltellbare Adams-Achfe, Fig. 13, bei der die 
am Hauptrahmen beteiligten Führungen der in 
C: einem Stahigußftück vereinigten Achsgehäufe 
nach einem reisbogen gekrümmt iind, fo daß 
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 134i: lgeegs-aäiä; 2:25.   a?! E!  im?  
        
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Fie- 14- Drehgeftell. Fig.15. KrauB-Drehgeitell.
        

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