Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3196143
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hängig, und zwar belonders von derjenigen unter dem Stempel, weil hier die kleinere der 
beiden Ringflächen entlleht. Nun nimmt  a, alfo auch die Breite der angedrückten Ring- 
fläche, ab, wenn bei gleicher Probendicke der Stempeldurchmeller zunimmt. Man wird daher 
um lo befler zu reiner Scherbeanfpruchung gelangen, je größer das Verhältnis d]! gewählt wird. 
Die Folge der Druckbeaiifpruchungen ift ferner, daß lich unter dem Lochttempel und 
über der Auflagefläche der Matrize Druckkegel (f. Bd. 2, S. 541) bilden (Fig. 2), deren Mantel- 
flachen aa, bb, cc und dd zu der angeltrebten zylindrilchen Scherfläche ss geneigt liehen. 
Daß der Kegel au auftritt ift aus Druckverluchen bekannt, bei denen die Druckplatte kleiner 
gewählt wurde als die Druckfläche der Probe  Das Auftreten der Kegelfläche dd entlpricht 
demjenigen der Kegel a. Das Vorhandenlein der Druckkegel cc gibt lich häufig darin zu er- 
kennen, daß die Mantelf ächen des herausgedrückten Putzens nicht eben, fondern, wie Fig. 3 
zeigt (die fchraffierte Fläche ilt angefeilt), unterlchnitten lind; bei Verfuchen mit Hartgummi 
treten diefe Kegel an gefprengten Proben deutlich zutage (f. Fig. 4); fie führten fogar zum 
volllländigen Abtrennen des Umdrehungskörpers A. Die Kegel b lchließlich entfprechen aber 
wieder den Kegeln c; Fig. 4 läit ihr Vorhandenlein deutlich erkennen (rechts), ebenfo das der 
Kegel aa (links). Eine  
Folge der Ausbildung 653W?" 17 
diefler Iiruckkegel lliäd u  u ,l 
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Fig.3. LochputzemStahl). Druckkegel. (Hartgummi). von MßrterlS. 
die Probe zu lprengen luchen und um lo mehr zur fieltung kommen, je kleiner die Kanten- 
längen der Probeplatten find. Der Lochdurchmeffer fallt denn auch in der Regel etwas großer 
aus als der Stempeldurchmefler. Bei Lochmalchinen pflegt man daher unter gleichzeitiger Be- 
riickfichtigung des obenerwähnten Einfluffes von Biegungslpannungen däD- [8 I und 
41:04- llsl zu wählen, um den Lochdurchmeller D zu erzielen,  die Verluche von 
Kühne  Schließlich ift das Ergebnis des Lochverfuchs noch abhängig von der Form der 
fchneidenden Kanten am Stempel und an der Matrize, allo auch von den Feltigkeitseigen- 
lchaften des Materials dieler Werkzeuge, indem die Feftigkeitseigenlchaften die Formaiide- 
rungen an den Werkzeugen bei wachlender Scherkraft bedingen.   
D , Um vergleichbare Ergebnille zu erzielen, lind daher geometrifch ahn- 
 j liche Probeltücke zu verwenden und vor allem liets die gleichen Verhält- 
 _  nifle lld (Blechdicke: Stempeldurchmelfer) und dld, (Stempeldurchmeffer: 
q 5 Matrizendurchmeller) zu wählen. Martens fand mit feinem Lochapparat 
  f (Fig. 5) unter lonlt gleichen Verfuchsbedingungen mit ausgehöhlten Stem- 
, I4" peln um 801„ geringere Scherfeftigkeiten als IIUlIHCDSCHÜÄCHIgED Stempeln. 
Fig 6_ Die Abnahme der Feftigkeit mit wachlendeni Verhältnis dlld  1,005, 1,050 
und 1,100) war für beide Stempelformen die gleiche (lGO.98.91)  
Sipp hat Lochverluche mit Gußeilenproben nach Fig. 6 angeltellt, bei denen der obere 
an die Verfuchsfcheibe S angearbeitete Anlatz A als Lochltempel und der untere B zum Zen- 
trieren in der Matrize M dient  Bei Erforlchung der Fehlergrenzen dieles Verfahrens er- 
gaben lich [6] für die Form der Endfläche von A und für den mit dem DurchmellerD wach- 
fenden Sprengwiderltand folgende Einflülfe:  
a) Form der Endfläche eben i: gewölbt Wg], hohl ßgß] 
      
b) Durchmefler D in mm 25 30 35 40 
       
Rudeloff [7] benutzte dünne Probelcheiben, die in die Matrize eingelaflen und zur Be- 
leitigung des Sprengwiderftandes am Rande radial eingelchnitten waren, der Stempel (Patrize) 
war an der Matrize geführt. Für Gußeilen ergaben lich hierbei beltimmte Verhältniswerte zu 
den übrigen Feftigkeitseigenfchaften. 
Literatur: [1] A proposed method of testing structural steel, Engin. News 1893, Bd. 2, 
S. 86.  [2] Martens, A., Materialienkunde, S. 156.  [3] Baufchinger, MitteiL, Heft 6.  
[4] Zeitlchr. f. Werkzeugmalch. u. Werkz. 1908, 5. Okt., S. 2.  [5] Sipp, „Stahl und Eifen' 1920. 
S. 1697.  [6] Rudeloff, „Die Gießerei" 1924, S. 210.  [7] Derf., ebend. 1926, S. 577. Rudeloß 
Log, Vorrichtung zum Meilen der Schitfsgelchwindigkeit. Man unterfchetdet 
Cirundlog, Reelingslog, gewöhnliches Log und Patentlog. 
Das nur bei mäßiger Fahrt anwendbare, bei Strom falfche Daten ergebende Grundlog 
belteht darin, daß man mit der am Heck ausgeworfenen Lotleine zunächlt die Wallertiefe rnißt, 
die Zeit notiert, dann von der Leine beim Weiterfahren eine beftimmte Länge auslteckt und 
wieder die Zeit vermerkt. Die Wallertiefe entfpricht dann der Länge der einen Kathete, die 
Länge der fchräg ausgelaufenen Lotleine der Hypotenule eines rechtwinkligen Dreiecks, deffen 
andere Kathete die in einer beltimmten Zeit zurückgelegte Strecke, d. h. die Schiffsgelchwindig- 
keit, ergibt.  Zur Benutzung des Reelingslogs bringt man auf der Reeling in beliimmtem
        

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