Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3195570
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Lederabfälle 
Lederbejdzwerung 
Pergament- und Trommelleder lind gut reingemachte und aufgetrorknete Blößen, die 
während des Trocknens in Rahmen gefpannt werden. Man verarbeitet vorzugsweife Kalb-, Ziegen- 
und Schaffelle. Die Blößen werden zunächft auf der Fleifchfeite forglältig von Fleifch und Unter- 
haut befreit, durch Schaben egalifiert, in Rahmen gefpannt, worauf der Narben mit einem 
fcharfen Werkzeug weggenommen wird. Die Felle werden alsdann mit naffer Schlemmkreide 
wiederholt kräftig eingerieben und vor der Sonne gefchützt an der Luft oder in befonderen 
Trockenräumen langfam getrocknet. Alsdann werden fie vollttändig glatt gefchliffen. 
Literatur: [1] Knapp, Dinglers Polyt. Journ. 1887, 267, 181.- [2] Seguin, Ann. Chim. 20, 53; 
Prechtl, Techn. Enzykl. 9, 238; Payer, Compt. rend. 43, 933; Stenhouse, Ann. Chim. 104, 239; 
Muntz, Ann. Chim. et Phys. lV, 20, 309; Knapp, Natur u. Wefen d. Gerb. u. d. Leders, München 
1858, Collegium 1919, 133; v. Schroeder u. Paeßler, Dinglers Pttlyt. Journ. 1892, 284, 256. 283; 
Fahrion, Zeitfchr. angew. Ch. 1903, 665, 697; 1909, 2083, 2135 u. 2187; Chem. Ztg. 1908, 32, 
357; Collegium 1908, 173; 1910, 249; Fahrion, Neuere Gerbemeth. u. Gerbetheon, Braunfchweig 
1915; Stiasny, Chem. Ztg. 1907, 31, 1218, 1241 u. 1270; Collegium 1908, 117, 172; Zeitfchr. 
Chem.1nd. Ko11.1908, 2, 257; Herzog u. Adler, Collegium 1908, 178; Wintgen, ebend. 1924, 
457.  [3] Küntzel, Die Hiltologie d. tier. Haut, Dresden u. Leipzig 1925.  [4] Dinglers Polyt. 
Journ. 1893, 287, 258, 283, 300; Collegium 1905, 340.  [5] Ber. üb. d. Verhandl. d. Komm.z. 
Fetlftell. einer einheitl. Meth. d. Gerbttoffbeftimm, Kaffel 1885.  [6] Päßler, Die Verf. z. Unter- 
fuch. d. pflanzl. Gerbemittel, Freiberg 1921.  [7] v. Schroeder, Meth. z. Bewert. d. Gerbmaten, 
Tharand 1922.  [8]Ding1ers Polyt. Journ. 1896, 301, 90.  [9] Ebend. 1893, 289, 137. 210, 229. 
 [10] Ebend. 1895, 295, 211.  [11] Ebend.1866, 181, 311; 1872, 205, 253, 358, 457.  An 
felbltändigen Werken tind folgende zu nennen: Jettrnar, Prax. u. Theor. d. Ledererzeug., Berlin 
1901; Jöriffen, Die deutfche Leder- u. Lederwaren-lnd, 1909; Adler, Die Entwickl. d. deutfch. 
Häutemarktes, Karlsruhe 1913; Link, Die Lederind., Tübingen 1913; Ebert, Die Entwickl. d. 
Weißgerb, Leipzig 1913; Dekker, Die Gerbltoffe, Berlin 1913; Lamb-Jablonfki, Lederfärb. u. 
Lederzuricht., Berlin 1913; Wood-Jettmar, Das Entkälken u. Beiz. v. Fellen, Braunfchweig 1914; 
Jettmar, Kombinationsgerb. d. Loh-, Weiß- u. Sämifchgerb, Berlin 1914; Stickelberger, Verf. ein. 
Gefchichte d. Gerb., Berlin 1915; Fahrion, Neue Gerbmeth. u. Gerbtheor., Braunfchweig 1915; 
Kopecky, Oftind. Kipfe, 1916; Ganffer, Tafchenb._d. Gerbers, Weimar 1917; Becker, Die wirtfch. 
Entwickl. d. Lederind., Straßburg 1918; Auler, Die Entwickl. d. deutfch. erzeug. Lederind., Frank- 
furt a. M. 1919; Freudenberg, Die Chemie d. natürl. Gerbitoffe, Berlin 1920; Jeltmar, Die Eifen- 
gerb., Leipzig 1920; Graffer, Synthet. Gerbftoffe, Berlin 1920; Bottler, Die Lederfärb. u. d. Fabrik. 
d. Lackleders, Wien u. Leipzig 1921; Jettmar, Mod. Gerbmeth., Wien u. Leipzig 1921; Kohl, 
Luxuslederfabn, Berlin 1921; Burkhardt, Die prakt. Ledererzeug, Wien u. Leipzig 1922; Jettmar. 
Das Färb. d. lohgar. Leders, Leipzig 1922; Graffer, Handb. f. gerbereichem. Labor., Leipzig 1922; 
Zeidler, Die mod. Lederfabr., Leipzig 1922; Borgman-Friedenthal, Die Feinlederfabn, Berlin 
1923; Borgman-Krahner-Friedenthal, Die Unterlederfabr., Berlin 1923; Dief., Die Oberlederfabr., 
1923; Jettmar, Chrorngerb., Leipzig 1923 u. 1924; Graffer, Tafchenb. f. Gerbereichem. u. Lederfabn, 
Dresden 1924; Gnamm, Die Gerbfloffe u. Gerbemittel, Stuttgart 1925; Wagner-Päßler, Handb. 
f. d. gef. Gerberei u. Lederind., Leipzig 1925; Procter, Leather lnd., London 1898; Derf.,The 
Principles of leather manuf., London 1903; Watt, Leather manuf., London 1906; Lamb, Leather 
dressing and dyling, London 1907; Bennetl, The manuf. of leather, London 1909; Wilfon, The 
chemistry of leather manuf., New York 1923. Zu den bedeut. Zeitfchr. u. Fachzeitungen gehören: 
Collegium, Darmltadt, feit 1899; Lederind. m. wifL-techn. Beil. „Ledertechn. Rundfchau", Berlin; 
Ledermarkt, Frankfurt  Lederztg., Berlin; Der Gerber, Teplitz-Schönau. Päßler 
Lederabfälle, wegen ihres Strckiloffgehaltes zu Düngemitteln verarbeitet. 
Ihr Stickftoffgehalt {chwankt je nach Art des Leders zwifchen 4 und 11 010.- Die Lederabiälle 
werden zu Ledermehl verarbeitet; da Ledermehl aber eines der am fchlechteften wirkenden 
Stickftoffdüngemittel iit, fo verarbeitet man fie neuerdings unmittelbar, indem fie in einem Blei- 
keffel mit Schwefelfäure von 50 bis 60" ee erhitzt werden. Das Leder löft [ich hierbei in 
der Schwefelfäure auf, und diefe wird dann wie gewöhnliche Schwefelfäure zum Auffchließen 
bei der Fabrikation der Superphosphate (f. Phosphorfäuredünger) bzw. zur Herftellung 
ftickttoffhaltiger Superphosphate verwendet. Hierdurch wird der Stickftoffgehalt des Leders 
erhalten, feine Subttanz hingegen zerftört. Hafelhoj 
Lederabfchärfmafchine dient zum mafchinellen L 
Zufchärfen (Abfchärfen) der Kanten von Leder, Kunfi- , T, -  
   "urlunnnßßü. 
leder, Karton, Filz, Pappe, Gummrftoff ufw.    
Diele Mafchine, f. die Figur (Fortu n a werke, Stuttgart-  f); ä]  
Cannltatt), befrtzt ein rotierendes ringförmiges Meffer a, an dem "1 V  
das zu fchärfende Leder durch Transportwalzen vorbeigefchoben    
wird. Für das Schärfen des Meffers itt ein Schmirgelfchleif-  i? i;  1;" 
Itein b in die Mafchine eingebaut. Widmrzier   j l: 
Lederbefchwerung ift eine unzuläfiige Füllung von   1:138 J 
Leder entweder mit Stoffen, die im normalen Leder überhaupt  
nicht oder nur in fehr geringen Mengen vorhanden lind, oder  
mit folchen, die einen Beftandteil des Leders bilden, ihm zur 
künftlichen Erhöhung feines Gewichtes jedoch in größerer Menge einverleibt worden lind. Zu 
den Stoffen der erlten Gruppe gehören namentlich Zucker (gewöhnlich Stärkezucker). Chlor- 
barium und Bariumfulfat, von denen befchwerte Leder bis zu 2001,. enthalten, feltener Kochfalz 
und Bleifalze, und zu denen der zweiten Gruppe Waffer, Fett und Gerbftoff. Befchwerungen 
diefer Art liegen vor, wenn Leder fchlecht getrocknet, zu ftark gefettet (Ueberfettung) oder
        

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