Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3189412
Hobelmafdzin en 
Hobel, Hobeln, 
und der verftellbare Schifthobel (Fig. 93), deffen Sohle aus einer federnden Stahlplatte 
gebildet ift, die durch eine Spannfchraube gebogen wird, fowie der Gefimsfchiffhobel 
(Schiffümshobel), dem gewöhnlichen Simshobel entfprechend. 
c) Hobel mitprotilierter Sohle und Eifen. Man faßt lie unter den Namen Kehl-, 
Leiften-, Faffon-, Protilhobel zufammen. Auch iie werden in den drei verfchiedenen 
Anordnungen Fig. 74-76 ausgeführt; ihre 
Bezeichnung wird nach dem Profil der Sohle 
bzw. des Eifens und der Spanlochgeitaltung 
gewählt, z. B. Rundftab Schlichthobel- 
faffon, Rundftab mit Anfchlag (Fig.94 
m95). RundftabSimshobe1faffon(Fig.96); 
weitere Profile {ind Hohlkehl (Fig. 97), 
 Karnies (Fi .98) u. v. a. Das Eifen diefer 
Flggi 95' 96' 97' 98' Hobel wird mäiit an der Schneide nach dem 
Profile zugefchärft; vorzuziehen lind durch Schmieden in Gefenken auf 40-50 mm profilierte 
Eifen, die fo fchräg angefchliffen werden, daß die Profilfeite die Schneide bildet. 
d) Hobel befonderer Art: Schweifhobel (Speichenhobel, Paftrin, Fig.99) zum 
Abhobeln fchmaler ebener oder gewölbter Flächen; Grundhobel (Fig. 100) mit L-artig ge- 
 kröpftem Eifen 
I. - zum] Hobeln in X 
i ertiefun en, 
 l deren Rändgr zur x  L 1 
Fig.99. HFührung des 
obels dienen; 
Rundhobel (aus zwei durch Schrauben zu- ES 
fammengehaltenen Hälften, je mit einer Ver-  Fig_1[)1_ 
tiefung von kreisbogenförmigern Querfchnitt), 
zum Herftellen von Rundltäben, Zapfen ufw. wirdhaut dem vorgerichteten 
w-e-e-H-   Stab ufw. edreht und län s verfchoben; Zünd ö zchenhobe , zur 
   ' Herftellunggvon Zündholzltgbchen (Holzdraht), mit ebener Sohle und aus 
i" ß"  einer Anzahl kleiner kreistörmigeroder quadratifcherDübeleifen beitehendem 
ißä  Eifen; Wagnerhobel (Fig. 101) mit befonders kurzer Sohle und ver- 
      
  "l  v 
   Inttrumentenmacher benutzen folche kurze Hobel [aus Eifen], und zwar 
   Flachhobel mit ebener Sohle von elliptilchem Umriß und Ausarbeit- 
  __j hob el mit einer der Länge und Breite nachb geäivölbten Sagte; das 
Fig, m; Eifen ift entfprechend bogenförmig geftaltet). Ue er ie von den öttchern 
ebrauchten Hobel f. B öttcherei, Bd. 2, S. 34. 
Zum Hobeln wächer Metalle und Legierungen werden den Holzhobeln ähnliche Hobel 
verwendet; Iie unterfcheiden fich von jenen durch den fchweren Kaften mit Metallfohle und 
durch ein {teil gettelltes ftarkes Eifen (Zufchärtungswinkel 60-75"), das entweder wie ein 
Zahneifen oder Schruppeifen befchatfen ilt. 
Den Uebergang zu den Holzhobelmafchinen bilden die Handkratthobel Fig. 102, die ähnlich 
jenen eine von einem Elektromotor unmittelbar oder mittels einer biegfamen Welle angetriebene 
Mefferwelle befitzen; bei Fig. 102 kann die Sohle konkav oder konvex gekrümmt werden. 
2. Holzhobelmafchinen. Die Arbeiten, zu denen die Holzhobelmafchinen dienen, und 
nach welchen iie näher bezeichnet werden, Iind folgende: 1. A b richten , d. h. windfchiete, ver- 
zogene Hölzer mit einer ebenen Fläche verfehen. 2. Dicktehobeln (Dickehobeln), d. h. ein 
Brett an allen Stellen gleich dick hobeln. Bearbeitet man windfchiefe oder verzogene Bretter 
auf einer Dicktenhobelmafchine, fo werden tie von diefer auf beiden Seiten glatt und rein 
gehobelt, bleiben aber ebenfo windfchief wie vorher; follen tie eben fein, fo müffen fie zuvor 
auf einer Seite abgerichtet werden. 3. Fügen, d. h. ein Brett an den fchmalen Seiten eben 
hobeln. 4. Nuten, d. h. mit fchmalen Mefiern eine Nut ein- 
hobeln. 5.Federn, d. h. Bretter, Stäbe ufw. mit Meffern,  
die einen Ausfchnitt beiitzen, fo bearbeiten, daß eine vor-  
fpringende Leiite (Feder) itehen bleibt. 6.Kehlen, d. h.    
Stäbe ufw. mit profilierten Meffern fo bearbeiten, daß ihr  Ä  
Querfchnitt ein beftimmtes Profil zeigt. Entfprechend der oben     
gegebenen Einteilung _l-i    
    kann man unterfcheiden:     K   
4 K rchttfioäfilottitilä"    i  
 f " endem Hobeleifen, i w 4'      r 
  läig. 103. Sie dient zum    
a    I: ' Hobeln fchmaler dünner   
   f Brettchen, die durch die Q [VS- 
WN  .i9{f' mit Gummi belegte Zu-   
  es g ijührxsäalfzzfizä a; deIm aus   f.     
    dasgin dem ausziehbaren v7 
F15 103_ Mefferkalten b ruht, Fig. 104.
        

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