Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3192798
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Klinkbolzen 
Klinkerßraßen 
unterirdifch in Kabeln geleitet werden. Kanalifation und Stromregulierung muß die maximale 
Niederfchlagsmenge und Niederfchlagsdichte berückfichtigen. In Ländern mit ftarken Regen- 
giifien (Tropen) baut man die Wege auf den Kämmen der Hügel und Berge, weil fie fonft vom 
ablaufenden Regen als Flußläufe benutzt und zerriffen werden. Die Eifenbahnen im Schnee- 
wehengebiet müffen durch Holztunnels gegen Schneewehungen gefchützt werden. Derfelbe 
Pflug, der im gemäßigten Klima {ich bewährt, vermag in den zum Felfen eriiarrenden Boden 
eines fommertrockenen Klimas nicht einzudringen. Kurz, es gibt kaum ein Bauwerk der Technik, 
das nicht bei der Uebertragung in ein anderes Land dem Klima angepaßt werden mtißte. 
Literatur: Hellmann,  Das Klima v. Berlin, ll.Lutttemp.,' 1910 (I. Niederfchl. u. Gewitt., 
1891); Köppen, W., Klimakunde I, 2. Aufl., Samml. Göfchen 1911; Bigelow, F. H., Summary 
of the climatol. data for the Unit. States by Sections, Wafhington 1910; Brückner, Klimafchwank. 
feit 1700, nebft Bemerk. iib. d. Klimafchwank. d. Diluvialzeit, Pencks Geogr. Abh., Bd. 4, Heft 2, 
Wien 1890; Trabert, Das folare Klima, Met-Zeitfchr. 1894; Woeikof, Der Einfl. einer Schnee- 
decke auf Bodx, Klima u. Wetter, Pencks Geogr. Abh., Bd. 3, Wien 1889; Brückner, Ueber d. 
Einfl. d. Schneedecke auf d. Klima d. Alpen, Zeitfchr. d. Deutfch. u. Oefterr. Alpenver. 1893, 
Bd. 24; Zenker, Der therm. Aufbau d. Klimate aus d. Wärmewirk. d. Sonnenftrahl. u. d. Erd- 
innern, Nova acta d. Kgl. Leop. Karol. deutfch. Akad. d. Naturforfch., Bd. 57, Nr. 1, Leipzig 1895; 
Woeikof, Klimatolog. Zeit- u. Streitfragen, Met. Zeitfchr. 1891, 1894 und 1895; Meyer, Hugo, 
Anleit. z. Bearbeit. meteorol. Beobacht. f. d. Klimato1., Berlin 1891; Köppen, Anleit. zu klimatol. 
Unterfuch. in Brauns Lehrb. d. Balneotherapie, 5. Aufl., Braunfchweig 1886; Lehrb. d. Klima- 
tologie: Hann, Handb. d. KlimatoL, 3. Aufl., Stuttgart 1916; Woeikof, Die Klimate d. Erde, 
Jena 1887; de Marchi, L., Climatologia, Mailand 1899; Köppen, Klimalehre, Leipzig 1899; 
Supan, Grundz. d. phyfikal. Erdkunde, Leipzig 1896; Köppen, Verf. einer Klafiifik. d. Klimate 
vorzugsw. nach ihr. Bezieh. z. Pflanzenwelt, Leipzig 1901; v. Bezold, Ueber klimatol. Mittel- 
werte f. ganze Breitenkreiie, Sitzungsber. d. Kgl. Preuß. Akad. d. WifL, LlII, Dez. 1901; Atlas 
climatol. de Vempire russe, publie par l'Observat. Phys. Centr. Nicolas, Petersburg 1900; Kremfer, 
Klimatol. d. Oderftromgeb., Berlin 1896; Die klimat. Verhältn. d. Elbitromgeo, Berlin 1898; 
Desgl. d. Memel-, Pregel- u. Weichfelgeb., Berlin 1900; Desgl. d. Wefer- u. Emsgeb., Berlin 1901 ; 
Köppen, Klimate d. Erde, Berlin 1923. Wegener 
Klinkbolzen, Kopfbolzen zur Verbindung von Hölzern im Holzfchiffbau, 
deren Ende nach dem Schlagen über Klinkringe eingeklinkt wird. 
Klinke, 1. Falle, Türverfchluß, wohl die einfachite und , 
älteiie Art, beitehend in einem Eifen- oder Holzitab, deffen   
eines Ende an der Türe befeftigt iit; 7„ C- i L   
das andere in einem Bügel laufende  VQ  '  q; 
Ende kann durch einen Handgriff i   . 
gehoben und über einen Klink- I?  äxäTxxi-Sixxxxxxx ea- 
oder Schließhaken eingefpannt   
werden (f. die Figur). Um die Bewegung auch von der andern Seite der Türe zu ermöglichen, ift 
diefe in halber Länge der Klinke durchbohrt. Hier wird der Klinkhebel eingefetzt, deifen 
Griff auf der Riickfeite hervorfteht. 2. Fälfchlich wird auch der Türdrücker (Hebeldrücker) 
Klinke genannt.     Hvdl 
Klinker, bis zur Sinterung gebrannte Ziegeliteine.  
Ein guter Klinker foll eine Waiferaufnahmefähigkeit von höchitens 201„ haben. Literatur 
und weitere Angaben f. unter Pflafterklinker, Tonwaren, Ziegelfabrikation. 
Klinkerftraßen lind hauptfächlich in den Küfiengegenden Deutfchlands 
und der Niederlande, wo es an natürlichen Geiteinen und an Kies mangelt, 
angewendet worden, vielfach auch in Amerika. 
Die Güte und Dauerhaftigkeit der Klinkerilraßen hängt wefentlich von der Gleichmäßig- 
keit und Güte der Klinker (f. d.) und von der zur Herilellung des Pflafters angewendeten 
    Sorgfalt ab. gsbglntlörlage Swirld eine Sang- [XIV 
   __r etung von s cm är e in geic   
  mäßiger Dicke nach der Schablone im Erd-  
yii-"i"? W-"Viiwi kalten der Straße abgerammt und abgewalzt.  
 An den beiden Seiten der Fahrbahn werden  
zwei oder mehr Läuferreihen im Verband als  
Saumiteine gelegt, worauf zwifchen diefe die X X x 
1 Klinker hochkantig der Länge nach, fenkrecht F,g_3_ 
5mm L H; 2_ zur Straßenachie, reihenweife im Verband ge- 
fetzt werden. Der Verband erfolgt entweder nach dem 
Läuferverband (Fig. 1) oder beffer, indem die Stoßfugen jeder Schicht um 1], Stein gegen die 
vorhergehende verfchoben werden (Fig. 2). Dadurch wird einem Durchbrechen der Klinker in 
der Mitte vorgebeugt. An Wegübergängen oder Krümmungen wird der Aehrenverband (Fig. 3), 
in letzterem Falle werden auch vielfach keilförmig angeordnete Steine verwendet. Nach Her- 
ilellung des Pflaiters wird reiner Quarzfand unter andauernder Befprengurig mit einem ftumpfen 
Befen in die Fugen eingekehrt; die fertige Straße wird mit einer 1-5 cm hohen Sand- 
fchicht überfchüttet. 
Das für ltädtifche Straßen verwendete Klinkerpflaiter wird meifi in Zementmörtel verlegt. 
Die Größe der Klinker ift fehr verfchieden. im allgemeinen wechfelt die Länge zwifchen 18 
und 23 cm, die Breite zwifchen 10 und 11 cm, die Dicke zwifchen 4,5 und 5,5 cm. Die Bock- 
horner Klinker find 22,8 cm lang, 18,8 cm breit, 5,2 cm dick und wiegen je 3 kg.
        

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