Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3189119
Helium 
Helling 
Eine von Reitz [6] angegebene Konllruktion zeigt Fig. 4. Vor dem Objektiv eines Fern- 
rohrs F befindet {ich der zentrilch bei m durchbrochene Heliotropfpiegel H, welcher Strahlen 
von S nach Z fenden foll (H ift in der Figur parallel zur Zeichenebene gedreht). ln der 
Fernrohrziellinie und rechtwinklig dazu fleht die Ebeneeines zweiten kleinen Spiegels h, 
welcher die von H reflektierten Strahlen in das Fernrohr fendet, fo daß Z Licht erhält, wenn H 
fo um feine zwei Achfen gedreht wird, daß ein Sonnenbild (gefchwächt durch ein Blendglas 
vor dem Okular oder dem kleinen Spiegel) zentrifch zum Fadenkreuz in der Ziellinie gefehen 
wird  Zur Sichtbarmachung von Punkten nach allen Richtungen hin (z. B. zur Rekognofzie- 
rung bei Dreiecksnetzen oder ftir Küitenllationen) gab Reitz befondere Konftruktionen an, die 
er als Periheliotrop bezeichnete  
Das Heliofroplicht erfcheint bei der Entfernung, wie {ie ein Dreiecksnetz erller Ordnung 
(f. Triangulierung) bietet (rd. 60 km), bei günftiger Beleuchtung als eine kleine, helle, 
fternähnliche Scheibe und ift fehr fcharf elnflellbar. Zu {lark erfcheinendes Licht kann durch 
Verkleinern der Spiegelfläche oder durch Verwendung von Gitterblenden aus Flortuch vor 
dem Beobachtungsfernrohr gelindert werden  Das l-Ieliotroplicht reicht bei kleinen 
Spiegeln von wenigen cm Dmr. für die meilten meßbaren Richtungen (100 km) aus; nur in 
befonderen Fällen {ind Nachtbeobachtungen erforderlich geworden und dementfprechend eine 
anderweite Signalifierung durch Reflektoren oder Linfen (optifche Kollimatoren), in deren Fokus 
ein Leuchtkörper (Lampe, Magne{ium- oder elektrifches Licht) angebracht ift; vgl. hierüber  
Literatur: [1] Zeitfchr. f. Vermeffungsw. 1878, 8.34 u. 193; 1885, S. 122; 1895, S. 26; 
Zeitfchr. f. lnftn-Kde. 1897, S.l u. 201; Beffel und Baeyer, Gradmeff. in Oftpreußen, 5.65, 
Berlin 1838; Baeyer, Die Küftenvermeff. S. 52, Berlin 1849.  [2] A{lronom.Nachr., Bd.5, 
S. 329.  [3] Gauß' Werke, Bd. 9, S. 461, Göttingen 1903.  [4] Bauernfeind, Elem. d. Ver- 
meffungskunde, Bd. 1, S.174, Stuttgart 1890; Jordan, Handb. d.Vermeffungskunde, Bd. 3, 8. Aufl., 
Stuttgart 1923.  [5] Ailronom. Nachr., Bd. 1, S. 106, und Zeitfchr. f. Vermeffungsw. 1885, S. 125; 
Zeitfchr. f. Initn-Kde. 1897, S.1 u. 201; 1909, S. 261; 1910, S. 121.  [62] Protok. über d. Verhandl. 
d. allgem. Konfer. d. europ. Gradmeff., Neuchätel 1871, S. 21.  [7] eitfchr. f. Inltn-Kde. 1881, 
S. 338.  [8] Ebend. 1883, S. 265.  [9] Ebend. 1883, S. 308.  [10] Ebend.1883, S. 225. 
Lllmbrorm 
Helium, He, Atomgewicht 4, ilt ein nicht brennbares Edelgas, das be- 
fonders in Texas, Ohio und Kanfas dem Erdinnern entftrömt; es iil zweimal fo 
fchwer als Wafferltoff und {iellt das am fchwerlten kondenfierbare Gas vor. 
Es wird aus Radioelementen abgefpalten, kommt in der Luft, der Sonne, manchen Quellen 
vor und läßt {ich aus manchen Materialien, namentlich dem Cleveit. durch Erhitzen mit oder 
ohne Schwefelfäurezufatz abfpalten. Auf diefe Weife oder durch Fraktionieren fliiffiger Luft 
oder durch lfolierung aus Erdgafen läßt es fich technifch gewinnen. Helium diffundiert zwar 
nicht durch Metalle, aber durch Quarzglas hindurch. Es dient zur Füllung elektrifcher Glüh- 
lampen und wegen feiner Unverbrennlichkeit gegenüber dem fehr feuergefährlichen Wafferlloff 
als Ballonfullmittel. S. a. Fiillgas und Atmofphäre. Mezger 
Hellegat, Raum zur Aufbewahrung von Inventar und Material auf Schiffen. 
Die Hellegats auf Kriegsfchiffen werden nach den einzelnen Details getrennt in Boots- 
manns-, Zimmermanns-, Steuermanns-, Verwalter-, Feuerwerks- und Torpedohellegat. T. Sdzwurz 
Heller, Kupfermünze 20,01 Krone (f.  
Helling oder Helgen, der Bauplatz eines Schiffes, beitehend aus einer 
gegen die Wafferkante geneigten Ebene. 
Man unterfcheidet zwifchen Helling, welche den eigentlichen Bauplatz bildet und den Land- 
ftapel aufnimmt, und Vorhelling, d. h. der unter dem Wafferfpiegel gelegene Teil einer Helling. 
Ferner fpricht man von Längs- und Querhelling, je nachdem die Schiffe wlnkelrecht zur Watler- 
kante oder parallel derfelben auf Stapel gefetzt werden. 
Die Neigung der Längshelling beträgt für kleine Schiffe 1:12 bis 1:14, für mittelgroße 
Schiffe 1:15 bis 1:18 und für große Schiffe 1:20 bis 1:24. Die Vorhelling erhält meift eine 
größere Neigung. Land- und Seeftapel müffen in einer Kurve ineinander übergehen, auch baut 
man bisweilen den ganzen Stapel in einer Kurve  Kreisftapel. Der Bau der Helling hängt 
in der "Hauptfache von dem Stapellaufsgewicht der zu erbauenden Schiffe ab und rechnet man 
mit einem Belaftungsgewicht von 30-50 tlm Helling. An den Stellen der Helling, wo beim 
Stapellauf des Schiffes der Druck auf Vorkante des Ablauffchlittens beim Auffchwimmen des Hinter- 
{chiffes zu erwarten ill, ill die Helling erheblich zu verllärken. Die Fundierung der Helling 
erfolgt, falls nicht felfiger oder Sandboden vorhanden ift, auf Pfahlroften von Holz- oder Beton- 
pfählen und werden bei erfteren zuweilen Betonklötze zwifchengefchaltet, damit die Holzpfähle 
im Grundwaffer verbleiben. Bei größeren Hellingen wird eine durchlaufende Betonfohle vor- 
gefehen. Die Vorhelling erfordert mei{'t eine forgfältige Fundierung mittels Stein- und Beton- 
fchüttung. Die Gleitbahnen der Vorhelling für den Ablaufsfchlitten werden meift kurz vor dem 
Stapellauf hergerichtet und auf der Vorhelling mittels Ballafteifen verfenkt. Größere Hellinge 
erhalten an der Wafierfeite Abfchlußpontons, um die Helling während des Baues trocken halten 
zu können, oder einen Fangedamm, der beim jedesmaligen Stapellauf befeitigt werden muß. 
Die Schiffsneubauten werden auf den Stapelklötzen errichtet. Die Höhe der Stapelklötze 
richtet {ich nach der Neigung der Ablaufsbahn (f. Stapellauf). llt a die Neigung der Helling, 
ß diejenige der Ablaufsbahn und L die Länge der Helling vom oberften Stapelklotz bis zum 
Ende des Seeftapels, fo muß die Höhe des Stapelklotzes am Kopf der Helling fein: H :L tg 
 Die Richtung der Helling iit für Holzfchiffe möglichft von Nord nach Süd zu legen,
        

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