Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3191212
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wobei die Größen A und B vom Seitenverhältnis gabhängen und aus nebenllehender Ta- 
Tabelle ll. belle 11 zu entnehmen {ind  Der Kältebedarf für die Er- 
 Zeugung von l kg Eis fetzt {ich zufammen aus der Abkühlung 
h A B des Waffers von t auf 00, der Schmelzwärme von 80 cal und 
F der Unterkühlung des Eifes von 0 auf tl". Die fpezififche Wärme 
 des Eifes iit 0,5. Daraus ergibt {ich der Kältebedarf für 1 kg Eis 
l 5 4060  0'029 zu Q0 zt -l- 80_0,5 tl. Hierzu treten noch 6-8 "[0 Verlufte für 
2' 4540 0'026 das Abtauen, der Kältebedarf für die Abkühlung der Zellen und 
4 5320 0'023 foniligen Metallteile und die Verlufte durch Leitung und Strahlung 
10 5850 0'021 von außen. Im ganzen rechnet man praktifch mindeftens mit 
O0 6250 0'020 120 cal für lkg Eis bei großen Anlagen. Bei kleinen Eis- 
' generatoren braucht man bis 160 callkg. 
W Das in obiger Weite hergetlellte Eis hat ein trübes milchiges Ausleben, weil die im 
affer abiorbierte Luft in Form kleiner Bläschen mit einfriert. Man bezeichnet es als „Matteis'. 
Will man ,Klareis' herttellen, {o rnuß die Luft aus dem Walter beim Gefrieren entfernt werden. Das 
gefchieht dadurch, ä 
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„Schüttelwerk' x  F _5o_  
bezeichnet. Die ig 
Lamellen {ind für jede Zellenreihe durch Querträger b verbunden. Die Schwingungsamplitude 
der Schütteliloffen nimmt mit zunehmendem Gefrieren der Eisblöcke ab, und die Floffen 
müffen vor dem vollftändigen Durchfrieren der Blöcke entfernt werden, wodurch der Kern 
(l0-l2ojo) trübe bleibt. Ein anderes moderneres Mittel zur Herllellung von Klareis befteht 
darin, daß man nach amerikanifchem Vorbild einen kontinuierlichen Druckluftitrom unten in 
die Zellen eintreten läßt. Die aufitei enden Luftblafen reißen dann die {ich beim Gefrieren 
ausfcheidenden kle' e Luftbläschengmt D'e 'kanlichen Eiszellen (Kannen) lind viel 
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größer und entfprechen Eisblöcken von 90-180 kg. Der obere lichte Querfchnitt beträgt 
565x295 mm und die Höhe der Kannen 78071450 mm. Stark eiienhalti es, kalk- oder 
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R Will man vollkommen klares und keimfreies Eis, fog. ,Krii'talleis' oder ,Detlillafeis', 
her ellen, dann muß das Waffer in befonderen Apparaten deltilliert und durch Aufkochen 
entlüftet werden. Manchmal begnügt man {ich damit, den matten Kern bei _der ,Klareis_'bereitung 
abzufangen und durch detlilliertes Waffer zu erfetzen. Gelegentlich wird zur Erzielung von 
Keimfreiheit das Waffer auch ozonlliert. Schließlich {ei noch das in Amerika {tärker vertretene 
,Platteneis' erwähnt: an Stelle kleiner Eisblöcke in Zellen werden große Eisplatten (bis 5 m 
Länge, 2,5 m Höhe und 350 mm Dicke) hergellellt. Die Gefrierdauer beträgt bis zu 10 Tagen 
und kann nach der oben an e ebenen Formel mitlzoo in Tabelle 11 berechnet werden. Bei 
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dem fehr langfarneni Frieren fcheiden {ich die Luftblafen (wie in der Natur) von felbtt ab, {o daß 
das Platteneis ohne befondere Maßnahmen {iets durchlichtig wird. Der Eisgenerator muB aber 
beim Platteneisiyftem etwa den 4fachen Inhalt wie beim Zelleneisfyitem haben. Vor dem Gebrauch 
mülTen die Platten zerfägt werden.  Hierher gehören auch die Anlagen für künftliche Els- 
bahneri (die ertte in New York 1879), die bis zu 2500 m2 Lauffläche gebaut wurden. Der Kälte- 
bedarf {teilt {ich dabei auf rund 150 callmß Lauffläche und Stunde. Genannt {eien ferner die 
Gefrieranlagen für Schachtabteufung in fchwimmendem Gebirge nach der zuerit von Poetfch 
1866 an e ebenen Methode 1 ; in den Schacht werden am anzen Umfan D0 elröhren verti- 
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kal eingetrieben, in denen eine Sole von --20 bis-150" zirkuliert, wogurch die umgeibende 
wafferhaltige (und oft auch falzhaltige) Schicht ausgefroren wird. S. a. efriergrü n urig. 
b) Raumkühlung. Je nach den im Raum geforderten Temperaturen und Feuchtigkeits- 
graden werden verfchiedene Arten von Luftkühlung verwendet. Vgl. das hierzu in Abfchn. 2 c) y) 
Gefagte. In Tabelle 12 lind für die wichtigtlen Verwendungszwecke die günftigflen Raumtem- 
peraturen, Feuchtigkeitsverhältniife und Kühlarten angegeben. 
Dabei bedeutet St. K.:{tille Kühlung, durch Kühlrohrfylteme an der Decke des Raumes, 
L.K.:Klihlung durch befonderen Luftkühler mit Ventilator und zwangläufig bewegter Luft, 
G. K.:gemifchte Kühlung, teils durch Deckenrohre, teils durch befonderen Luftkiihler.
        

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