Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hebelarm bis Mass
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188643
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3190772
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Kabel (elektrzjfdze) 
    wwmf    daß auszufüllende Hohlräume nicht entliehen. 
   M.  ext    Für kleinere Querfchnitte wird auch Draht 
  i.  .  2- M M v.-     fektorförmig ezo en; für rößere Querfchnitte 
   "wir;  ä wird die Sekäorgällalt duräh die Art des Ver- 
    3   feilens hergeftellt.  Außer den Kupferlitzen 
   r   J.-  i  i beützen die Kabel zuweilen noch gut ifolierte 
f-v J   r M;     Prüfdrähte.  Ueber die Stärke der Ifolation, 
E    e: des Bleimantels, der Armierung der Bleikabel 
  i     1'. die Normen des Verbands deutfcher Elektro- 
       i" techniker. 
Ü      Die l-lerftellung der Kabel erfordert 
1,  „  i_ k    je nach ihrem Aufbau eine Reihe von Arbeits- 
      Vorgängen, zu denen zunächlt die lfolierung 
        der Einzelleiter (Drähte oder Drahtlitzen) gehört. Bei der 
 .       Ifolierung mit Papierbändern werden diefe fchraubenförmig 
 hw-  um den Leiter mittels der Pap ierbewi ckler, Fig. 7 u. 8 
    (F r. K ru p p  Grufonwerk, Magdeburg), meift in mehr- 
H9 7 u_ 3_ fachen, gleichlauienden oder einander überkreuzenden Lagen 
gewickelt.  Gummibedeckte Drähte, Litzen oder Kabel 
werden durch Gurnmilängsbedecker, Fig. 9 (Fr. Krupp  Grufonwerk, Magdeburg), 
hergeltellt, bei denen bis zu 24 Drähte ufw. zwifchen einem oberen und einem unteren Gummi- 
ftreifen durch ein mit Rundkalibern verfehenes Walzenpaar hindurchgetührt werden, wobei die 
Gummiltreifen {ich verbinden; zwecks Auflage mehrerer Streiten Gummi werden die Mafchinen 
mit bis zu 4Walzenpaaren ausgeftattet. Mit Gummiftreifen in zwei- bis dreifacher Lage je mit 
Ueberlappung fchraubenförmig umwickelte Leiter werden auf den Papierbewicklern identifchen 
Mafchinen hergettellt. Man verwendet ferner S p ri tzma ich i n en (Schlauchmafchinen), Fig. 10 
(H um b old t, Köln-Kalk), bei denen auf die Drähte eine warme, plaftifche Gummimaffe ufw. auf- 
gepreßt wird, die nach dem Austritt aus den  in dem meitt auswechfelbaren Spritzkopf 
angeordneten Spritzdüfen allmählich erkaltet.  Die Kupferdrähte müffen durch Feuerverzinnung 
vor den chemifchen Einflüffen des Gummis gefchützt werden. Die Crummibedeckung wird nach 
dem Auftrag vulkaniiiert.  Für guttaperchaifolierte Leiter (für Fluß- und Seekabel) wird die 
etwa 90" warme Guttapercha gleichfalls mit der Spritzmafchine aufgepreßt. Das Anhaften der 
Cruttapercha wird durch Chatterton Compound (Mifchung aus 3 Teilen Guttapercha, 1 Teil Harz, 
1 Teil Teer) bewirkt. Die Adern werden in einem Wafferbottich fchnell abgekühlt, damit die 
Guttapercha rafch hart wird. Mit Seide und Baumwolle ifolierte (umfponnene) Leiter werden 
durch Bewickler hergettellt. Gewöhnlich wird zunächlt eine Lag Seide und auf diefe  ent- 
gegengefetzt- Baumwolle gewickelt. Kabel aus diefen Leitern tKlinkenkabeP) werden nach 
dem Umpreffen mit Blei an den Enden in Bienenwachs getaucht, um das Eindringen von 
Feuchtigkeit zu verhindern. 
Die Verfeilung der Drähte zu Litzen bzw. der ifolierten Drähte oder Litzen zu Kabeln er- 
folgt auf den Verfeilmafchinen (f. Bd. 2, 8.455). Die Drähte werden mafchinell auf Spulen 
(Bobinen) gewickelt und diefe auf den (rotierenden) Rahmen der Verfeilmafchinen gefteckt. 
Diefe betitzen in der Regel drei hintereinanderliegende Bobinenfätze, von denen der ertte fechs 
Spulen für die fechs Drähte der inneriten Seelenfchicht enthält, die den durch die hohle 
Welle laufenden Mitteldraht umfchließt. Der zweite Satz betteht aus 12 Spulen für die zweite, 
der dritte aus 18 Spulen für die dritte Drahtlage. Der Drehungsiinn der aufeinander folgenden 
Lagen wechfelt ab. Die blanke Kabelfeele wird dann in der Befpinnmafchine bei Kabeln für 
niedere und mittlere Spannung mit Faferftoff, Jutegarn oder Papier in mehreren Lagen be- 
wickelt.  Bei mehradrigen konzentrlfchen Kabeln bringt eine Verfeilmafchine auf die erfte mit 
Jute bedeckte Kupferfeele eine Hülle von Kupferdrähten auf, die den zweiten Leiter bildet. Auf 
diefe wird durch eine Befpinnmafchine die zweite Jutefchicht gewickelt. Bei dreiadrigen kon- 
zentrifchen Kabeln folgt fchließlich eine dritte Schicht von Kupferdrähten und darüber die 
Ifolationsfchicht.  Bei mehradrigen verteilten Kabeln bildet dagegen jede einzelne Ader für 
{ich eine ifolierte Kupferlitze, und die einzelnen Adern werden miteinander auf einer befon- 
deren Mafchine verfeilt. Dabei müffen gleichzeitig die Hohlräume zwifchen den einzelnen 
Adern durch Faferftofffeile ausgefüllt werden. Neben den üblichen hintereinandergefchalteten 
Verfeilmafchinen kommen für Fernfprechkabel befondere leichter gebaute Mafchinen mit großer 
Spulenzahl (Fig.1l [Humboldt Köln-Kalk] mit 108 Spulen) zur Verwendung. 
Auf die durch Verteilen hergeitellten Kabel kommt eine lfolation, die vorwiegend aus 
Papier befteht und mit Papierbewicklern aufgebracht wird. Nach Aufbringen der lfolation wird
        

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