Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3188472
Haustelegraphen 
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Birnenkontakte werden aus Holz oder Metall mit einer, zwei und mehr Druckfalten 
hergeftellt. Das zur Verbindung der Birne mit der Leitungsanlage dienende Kabel hat drei 
oder mehr Leitungsadern. Bei der dreikontaktigen Birne befinden üch die drei Kontaktfedern 
    flfzfa (Fig. 5) auf einem Einfatzltück  
i; m   p F aus Holz, an dem unten der gemein-  
lji ("flii f {ff  3 t 1  k fchaftliche Kontaktring r angelchraubt  
H; Xi,   l i", i: mlliüä-"e- äßm F! lll: Zu Jeder Kontaktfeder und zu der  f,- 
'      .  mit dem Metallringe verbundenen   
r E  P ri- k:    Metallplatte p führt je eine Ader des   
     sl äl 1' Verbindungskabels. 4,  
llmi e  Figß Preß-oderQuetfchkontakte 
r i"  "l beftehen meilt aus einem aufgefchlitz-   
Fig_ 4_ ten Holzzylinder, deffen innere Flächen mit zweiMetallfcheiben P n 
belegt lind, die in der Ruhelage einander nicht berühren. " E,  
Tilchkonfakte beltehen in ihrer einfachlten Ausführungsform aus einem  
gewöhnlichen Druckknöpfe, wie er für fette Wandkontakte Verwendung findet.  
Die Grundplatte ift mit einer Bleieinlage befchwert. ö ,j w 
Zugkontakte werden hauptlächlich für Haus- und Korridortiireri ver-  
wendet und lind folgendermaßen konltruiert. Eine Zugftange z (Fig. 6) wird mit  
ihrem Knopfk in der Ruhelage durch die Spiralfeder f gegen die Rolette r ge- Fig.5. 
drückt. Auf der Rückfeite der Grundplatte g ilt ein Hartgummiltück angelchraubt, 
das die beiden Kontaktfedern c und c, trägt. Diele berühren in der Ruhelage das aus einem 
Hartgummiring beltehende Ifolierflück i der Zugltange, hinter dem die Kontaktfcheibe k" an- 
gebracht ift. Die Zuführungsdrähte werden an die Klemmfchrauben s und s1 gelegt. Sobald an 
dem Knopf k gezogen wird, gelangt die Kontaktfcheibe k" zwifchen die Kontaktfedern c und a1 
und itellt Stromlchluß her. 
Tret- oder Fußbodenkontakte werden meift unter Tilchen fo angeordnet, daß lie 
unbemerkbar durch einen Druck mit dem Fuße betätigt werden können. 
Fortfchellkontakte(Fig. 7) ermöglichen eine dauernde Signalgebung.  
Sie beltehen aus einem gewöhnlichen Druckknopf, auf deffen Rückleite noch eine  
Fortfchellvorrichtungauseinemeinfachenl-IebelangebrachtilLderinentfprechender    
Lage dauernden Kontakt zwifchen den Stromlchlußfedern herftellt. Bei diefer  
 Hebellage arbeiten die eingefchalteten Wecker fo lange, 41:3" 
  Ex bis der Hebel wieder zurückgelchoben wird. ßß-  
q-  51g"   Streichkontakte wirken ficherer als die Be-  
Jiii Z  rührungskontakte. Der von R.Finftei-hölzLRavensburg,  3.;  
 i,  konltruierte „Rafi"-Kontakt (Fig. 8) wird für Stromftärken y  
,   bis 114 Amp bei 250 V geliefert, ilt alio auch für Stark- 4  
 ftrom verwendbar.  
 Ueber Sicherheits-Feuermelde- und Notfignalkontakte  {läf-l 
ä f. Alarmvorrichtungen, über fonftige Kontakte:Bade-   
Fig. 7. zimmerkontakfe, luft- und wafferdichte Kontakte für Berg- F128- 
werke und Gruben f.  
b) Wecker.  Am häufiglten finden die unter Alarmvorrichtungen bereits be- 
fchriebenen Raffelwecker für Selbltunterbrechung, weniger folche für Nebenfchlußfchaltung Ver- 
wendung. Einige der gebräuchlichlten Ausführungsformen lind die Wecker mit Schalmeiglocke 
oder Ruffenglocke und die Tirolerglocken. Erltere kommen da zur Verwendung, wo mehrere 
Wecker an einem Orte vorhanden lind und lich daher durch verfchiedenen Klang unterfcheiden 
müffen. Die Tirolerglocken lind kräftig tönende Läutewerke für Fabriken ufw., bei denen der 
auf Selbftunterbrechung gefchaltete Elektromagnet {ich im Innern der Glocke befindet und 
daher vor Witterungseinflüffen gefchützt ift. Bei Tirolerglocken, die befonders laute und aus- 
klingende Schläge geben follen, werden die Elektromagnetkerne (Fig.9) durch Polfchuhe p 
 nach oben verlängert. Auch der ,Lautfchläger' von 
Mix 8: Geneft, Schöneberg, ilt für geräufchvolle  ra 
m  Betriebe recht geeignet; fein Stromverbrauch ift ge-  w,  
 l ring. Der Anker diefes Weckers "ift mittels zweier 2mm U 
 F1 Bohrlöcher auf zwei Bolzen gehangt, die an den    
  Magnetpolen angebracht lind. Durch die an der  L5, 
-  ix Ankerverlängerung angreifende Spiralfeder, die ge- iimgwh  
"  l. KE nau einzuftellen ilt, wird der Anker in feine Ruhelage  
Q gebracht und durch ihn der Unterbrechungskontakt r 
Fig. 9, gelchloffen. Bei Stromfchluß wird der Anker ange- Qx 
zogen, und der Wecker wirkt in bekannter Weile f, " 
als Selbftunterbrecher. Aehnliche Konftruktion hat der „Lautfchläger" von ß  
Zwietufch 8: Co., Charlottenburg (Fig.l0), bei dem der Anker direkt 9' fip 
auf dem Rande der beiden mit großen Spulen verlehenen Magnetkerne f? i" 
aufliegt. Die regulierbare Abreißfeder gibt auch ihm einen größeren  f  
Ankerhub als bei einem gewöhnlichen Läutewerk mit Blattfeder. Wecker,   
die zur dauernden Verwendung im Freien beftimnit lind, erhalten waffer-   
dichte Gehäufe. Befonders widerltandsfähig gegen Ftuchtigkeit, chemifche H 10 
Einflüffß ufw. iFI der WßITCI- und gasdichte Membranwecker von Sie- g'  
man S ä HalSkß, Berlin-Siemensftadt, der logar unter Wafler Verwendung finden kann ohne 
zu leiden. Der dichte Abfchluß wird durch eine Membran erreicht, die als flache Scheibe über 
Lueger, Lexikon der gefarnten Technik. 3. Aufl. lIl 53
        

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