Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3180852
Efllgfäuredzlorid 
Etui 
2. Bafifche Bleiazetate entliehen durch Auflöfen von Bleioxyd in Blelzuckerlöfung. 
3. Bl eieffig, Aceium saturni, itt eine klare, farblufe Löfung von baiifchem Bleiazetat, die 
mit Waffer verdünnt als Goulardfches Waffer zu Umfchlägen bei entzündlichen Zulländen An- 
Wendung findet. 
Kalziumazetat, Ca (C2H3O2), ai- ZHBO, dient als Ausgangsmaterial bei der Effigfaure- 
fabrikation. 
Chromazetate: Man unterfcheidet zwifchen Chromi- und Chromoazetat. 
Eifenazetate: Man unterfcheidet zwifchen Eifenoxydulazetat und normalem Ferriazetat. 
Kaliumazetate: Man unterfcheidet zwifchen einfach-faurem und zweifach-faurem Salz. 
Kupferazetate: Griinfpan ift neutrales Kupferazetat und kriilalliliert in blau-grünen 
Säulen. Der blaue franzöfifche Grünfpan iit einfach bafifches Kupferazetat. Der grüne 
fchwedifche (deutfche, englilche) Grünfpan ift ein Gemifch von balifchem Azetat und 
zweibafifchem Salz. 
Effigarfenigfaures Kupferoxyd iit Schweinfurter Grün (lZbeiArfen). 
Magnefiumazetat findet in der Färberei Anwendung. 
Natriumazetat,  ilt ein weißes Salz vom Schmelzpunkt 319". In 
wafferfreiem Zultande wird es in der organifchen Chemie als wafferentziehendes Mittel ver- 
wendet. Zu erwähnen iind noch Queckiilberazetat, Silberazetat und Zinkazetat. Letzteres dient 
in der Färberei und Druckerei als Beizmittel. 
Literatur: Mierzinfki, Die lndutlrie der Efligfäure und ihrer Salze, Leipzig 1905; Ull- 
mann, Enzyklopädie der techn. Chemie, Berlin l9l4ff. Mezger 
Effigfäurechlorid, Azetylchlorid, CHSCOCZ, wird durch Einwirkung 
von Phosphoroxychlorid auf Kaliumazetat als eine tlechend riechende, farblofe 
Flüffigkeit gewonnen und dient in der chemifchen Induitrie zur Vornahme von 
Azetylierungen. Mßzgßr 
Efiigfäureefter. Wichtig lind der Methyl-, Aethyl- und Amylefter. 
Hergeftellt werden fie aus reiner Effigfaure bzw. einem Gemifch von effigfaurem Kalk und 
Schweielfäure, unter Zugabe des betr. Alkohols. 
Das Methylazetat findet als Löfungsmitiel fowie zur Hertlellung von küniilichem 
Fruchtäther und zur Bereitung von Lacken Anwendung, während der Aethyläther oder 
Effigäther in der Bonbons-, Zelluloid- und Film- fowie Kunftfeidefabrikation Anwendung 
findet. Dasfelbe gilt für das Amylazetat. M825" 
Eiter, f. v. w. zufammengefetzte Aether (f.  z. B. Aethylnitrit, der 
Aethyleiter der falpetrigen Säure; Amylazetat, der Efligiäureamylefier. 
Ettriche (Aeftriche) lind fugenlofe Fußboden aus erdigen oder tteinigen 
Stoffen, die als breiartige Maffe auf die Unterlage aufgetragen und geftampft, 
gefchlagen oder geiirichen werden und fpäter erhärten. 
Je nach Verwendung, Stoff und Unterlage wechfelt die Dicke von 25 bis 30 cm für Tennen 
und Durchfahrten bis zu 7-9 cm auf Balkenlagen. Nach den Stoffen unterfcheidet man: 
Afphalt-, Gips- (f.  Kalk- (f.  Lehm- und Zementeftrich (f.  bei dieiem 
noch die Terrazzo- (f. d.) und Mofaikfußboden. Senf! 
Etagenbruchbau, bergmännifche Abbauweife auf iiockförmigen Lagerilätten, 
deren Maffe durchweg abbauwürdig ift. 
Der Abbau wird in Scheiben (Etagen) von oben nach unten fortfchreiiend geführt; der 
Betrieb in jeder Etage itl ähnlich dem Pfeilerbau (f.  jedoch wird das Dach vom Bruch 
der nächfthöheren Etage oder von einem angebauten Teile der Lagerftätte gebildet. Das be- 
kannteiie Beifpiel ilt der Abbau der Diamantlageritätten Südafrikas; vgl. a.Bruchbau. 
Hierher gehört auch der Wiederholungsbau, der auf den mächtigen Blei-, Zink-, 
Eifenerzlagerilätten in Oberfchlefien geführt wird. Man gewinnt zunächft die untertlen etwa 
3 m der Lagerftätte und läßt die höher gelegenen Teile zu Bruche gehen. Nachdem {ich der 
Bruch im Laufe der Jahre gefeizt hat, geht man in derfelben Hohe von neuem mit dem Abbau 
vor, läßt das Hangende wieder zu Bruche gehen ul'w., bis die ganze Mächtigkeit abgebaut ili. 
Literatur: Treptow, Grundzüge der Bergbaukunde und Aufbereitung, 6. Aufl., Wien u. Leip- 
zig 1924, Treplow 
Etmal, die von Seefchiffen innerhalb 24 Stunden  von Mittag bis Mittag  
zurückgelegte Strecke in Seemeilen. 
Etui, Behältnis, Schutzkapfel, ein Erzeugnis der Lederwarenbranche, be- 
zeichnet eine auf fetter Balis aus Holz oder Pappe gearbeitete Hülle für kolt- 
bare oder empfindliche Gegenftände, die vor Befchädigung durch Stoß, Reibung 
und Verfchmutzen bewahrt werden muffen. 
Das Etui muß eine gewiffe Widerttandsfähigkeit haben, feine Höhlung {ich den Formen 
des eingelegten Gegenftandes möglichli anfchmiegen und fein Verfchluß derartig fein, daß er 
Staub, Licht und eventuell auch unberufene Hände abzuhalten vermag. Es befteht aus einem 
meiit höheren Unterteil, das die Höhlungsform oder Haltereinrichtung für die darin einzubettenden 
(jegenftände enthält und mit weichem Leder, Samt oder faltig gelegtem Seidenftoff ausgekleidet 
ift. Mittels Metall- oder Stofffcharniers itt daran der Deckel befettigt, der [ich dicht an den 
eingefchlotlenen Gegenliand anlegt und deshalb meill. wattiert ift. Der Verfchluß wird durch
        

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