Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3187445
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Guineagoldgelb 
Gummi 
Reliefmafchine, die die direkte Erzeugung einer Druckplatte nach einem Relief geltattet, 
wobei auch u. a. eine Verkleinerung oder Vergrößerung oder die Umwandlung eines Kreifes 
in ein Oval möglich ift. Bei der Reliefmafchine, die auch mit der Guillochiermafchine zum 
Univerfalapparate (z. B. von Krebs in Frankfurt a. M.) vereinigt werden kann, überträgt ein 
über das Relief geführter Stift den in vertikaler Richtung erlittenen Hub auf ein I-lebelwerk, 
das diefen in eine horizontale Schwingung des Gravierliiftes überfetzt. Die Licht- und Schatten- 
wirkung_wird dadurch von felbit hervorgebracht, daß die Erhöhungen des Reliefs im Gegen- 
fatze zum flachen Grunde, der gerade Linien bewirkt, Kurven erzeugen, die an gewiffen 
Stellen zufammem, an andern auseinanderlaufen.  Beim Photo-G uillo chierverfaliren 
der  Zürich, kommt eine Guillochiermafchine überhaupt nicht zur An- 
wendung. Irgendeine ornamentale Strichzeichnung oder auch das Objekt felblt oder eine fchwarze 
Scheibe mit entfprechendem Ausfchnitte über diefem wird fyltematifch in einer Kreisebene 
verfchoben, wobei jede Phafe auf ein und diefelbe Platte immer wieder photographiert wird. 
Die Teilaufnahmen müffen natürlich genau aneinanderpaffen. Man erhält fo eigenartige, echten 
Guillochen fehr ähnliche Mutter. Nach den Negativen können Druckplatten für Buchdruck, 
lilhographifche und folche für Tiefdruck (f. Druckverfahren undTiefdruckmafchinen) 
erzeugt werden. 
Literatur: Fritz, Handb. d. Lithographie, Halle a. S. 1898; Unger, A. W., Die Herltell. v. 
Büchern, Illuftrat. ufw., 3. Aufl., Halle a. S. 1923. A- W- Unser 
Gulneagoldgelb, gelbe Körperfarbe, licht- und luftbeltändig, durch Schwefel- 
wafferltoff veränderlich. 
10 Teile trockenes Bleifulfat oder gewöhnliches Bleiweiß werden zuerlt in verdünnter 
Effigfäure und dann mit 1 Teil doppeltchromfaurem Kali bis zur vollliändigen Durchfärbung 
verrieben. Man wäfcht mit viel warmem Waffer und trocknet an warmer Luft. J.K.Andes 
Guinee, englifche Goldmünze, bis 1718 : 20 Schilling, feitdem : 21 Schilling: 21,45 Mark. 
Guineen find feit 1816 nicht mehr geprägt und durch den Sovereign oder das goldene Pfund 
Sterling erfetzt worden. Plato 
Gulden, urfprünglich Gold-, feit dem 15. Jahrhundert Silbermünze. 
Nach dem Konventionsmünzfuß von 1763 waren 20 Reichs-, Kaifer- oder Kon- 
ventionsgulden : 1 kölnifche Mark, 1 Gulden : 2,10 Mark heutiger deutfcher Währung. 
Der rheinifclie Gulden nach dem  Mark, der feine fächfifche 
:2-2,33 Mark, der ältere füddeutfche (24112 :1 kölnifche Mark): 1,714 Mark, der 
neuere füddeutlch e (5211, auf 1 Zollpfund) : 1,714 Mark, der polnifche (feit 1841 durch 
Einführung der Rubelwährung abgefchafft : 30 Grofchen : 0,486 Mark : 24,3 Neukreuzer 
öllerreichifcher Währung, der neue öfterreichifche von 1858 (45 auf 1 deutfch.Münz- 
pfund): 100 Neukreuzer:2 Mark (je nach dem Kurie weniger). 6 ölterreichifche Gulden 
: 7 füddeutfche Gulden : 4 Taler (Vertrag vom 24. Januar 1857). Seit 1871 prägte Oetterreich- 
Ungarn Goldgulden : 2,5 Goldfrancs : 2,25 Mark. Der niederländifche Gulden 
: 100 Cents enthält 9912„ g Feinlilber und beträgt 1,701 Mark, die 10-Gulden-Stücke in Gold 
bei 6,048 g Feingold 16,87 Mark. Plato 
Guldinfche Regeln werden zwei Sätze über den Inhalt von Rotationsflächen 
und -körpern genannt, die {ich bereits bei dem griechifchen Mathematiker Pa p p u s 
in den „collectiones mathematicae, lib. VII" befinden und von Guldin (1577 
bis 1663) in feinen Werken „de centro gravitatis" 1635 und „centro- 
7 baryca" 1643 übernommen wurden. 
l. Der Inhalt der von einem ebenen Kurvenbogen erzeugten 
Rotationsfläche ift gleich dem Produkt aus der Länge des rotile- 
renden Bogens und der Weglänge, die der Schwerpun t 
Wo ds des Bogens zurücklegt. 
 Bezeichnet AB :s die Länge der um die y-Achfe rotierenden Kurve 
B (f. die Figur), fo beträgt die Größe des Flächenelementes der Rotations- 
flache, das von dem Kurvenelement ds erzeugt wird: dF: 2rrx. Hat 
x der Schwerpunkt S der Kurve AB den Abltand E v_on der Rotations- 
achfey, fo ift nach dem Schwerpunktsfatz: F: 2 n  j x  ds : 2 rr E  S. 
Hierin bedeutet 2:1 S den Weg, den der Schwerpunkt S bei der Rotation befchreibt; rotiert_der 
Bogen nicht um den vollen Winkel 21:, fondern um den Winkel q), fo gilt der Satz gleich- 
falls mit der analogen Ableitung: F:gv  E  s. 
2. Das Volumen eines Rotationskörpers ift gleich dem Produkt aus 
der rotierenden ebenen Fläche und der Weglänge, die der Schwerpunkt 
der Fläche bei der Rotation zurücklegt.  Rotiert die ebene Fläche F um die 
y-Achfe, fo befchreibt ein Flächenelement dF einen Kreisring von dem Volumen dV:2 rrx  dF- 
l-lat der Schwerpunkt S der ebenen Fläche den Ablland E von der Rofationsachfe, fo wird nach 
dem Schwerpunktsfatz  SF, und falls die Rotation nicht den vollen 
Winkel 2a, fondern nur den Winkel rp befchreibt, V:9r    _F. Eüvnmßn" 
Gummi. Gummiarabikum, Arabifches Gummi, ill das Gummi von verfchiederien Acacia- 
Arten: Acacia Senegal L. Willd. (acacia Verek Guillemin et Perottet), Leguminosae-Mimosaceae- 
Acacieae, kleiner, Iiacheliger, 6m hoher Baum oder Strauch mit doppeltgefiederten Blattern 
und blaßgelben Blüten, heimifch in Senegambien, im Stromgebiet des weißen Nils und des 
Atbara in Kordofan, füdlich bis Deutfchollafrika gehend, liefert das Kordofangummi, Sennaar- 
gummi und Senegalgummi. Das Gummi bildet (ich in der Rinde der Pflanzen durch Ver-
        

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