Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3185378
Gemmen 
Generatoren 
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der Druckrohrleitungen; 3. die Heritellung der Abwafferbehandlungsanlage; 
4. der Betrieb der Kanalifation; 5. die Verteilung und der Einzug der ent- 
ftehenden Koilen von den Nutznießern. 
Es handelt {ich nicht felten darum, das Kanalnetz einer Siedelung aii eine betiehende 
Kanalifation des benachbarten größeren Ortes anzufchließen. Diefe wirtfchaftlich und technifch 
meiit wünfchenswerte Gemeinfchaft wird durch zu hohe Forderungen der die beftehende 
Kanalifation befitzenden Gemeinde oft erfchwert. Das ilt namentlich der Fall, wenn die Grund- 
fätze für die Einziehung der Kanalbeiträge und Kanalgebühren, die für eine vorhandene 
Kanalifationsanlage gelten, ohne weiteres auch für die Beitragsberechnung der anzufchließenden 
Kanalifation zur Anwendung zu bringen verfucht wird. Es erfcheint vielmehr angebracht, Bei- 
träge und Gebühren für eine neue Anfchlußentwäfferung möglichft nur auf Grund der für die 
aufnehmenden Befitzgemeinden wirklich entiiehenden Mehrkolten zu fordern. Die rechtliche 
Grundlage für derartige Kanalifationsanfchlüffe, die auch als Gemeinfchaftskanalifationen be- 
trieben werden können, bilden Kanalifationsverträge, die der Bildung eines Kanalifationszweck- 
verbandes in der Regel vorzuziehen find. Beifpiele diefer Art find die von der Stadt Gera mit 
einigen Vororten abgefchloiienen Kanalifationsverträge   
Literatur: [l] Das Kreisunternehmen z. Zufammenfiihren u. Reinig. d. Brauchwaffers aus 
Ortsgem. im Kreis Ofthavelland, Waffer u. Gas 1918, Nr. 9.  [2] Schubert, Gefundheitsing. 1918, 
Nr. 12,  [3] Gutkind, Neues Bauen, Kap. Be- u. Entwäffer. d. Geländes v. Brix, Berlin 1919.  
[4] Thumm, Abwafierbefeitig. bei Garfenftädten ufw., Berlin 1913.  [5] lmhoff, Die Entwäff. v. 
Siedl. im Ruhrkohlenbez., Techn. Gemeindebl. 1921.  [6] Genzmer, Von d.Entwäi1'. d. Kleinfiedl., 
Gefundheits-lng.l922.  [7] Derf., Die Entwäti. d. Städte, Leipzig 1924. Brtx 
Gemmen, in Stein (Quarz, Achat, Jafpis, Karneol), aber auch in Mufchel- 
fubitanz gefchnitteneoder gravierte Figuren, teils erhaben (Kamee), teils vertieft 
(Intaglie). lh_r Wert richtet {ich nach der Arbeit; nach dem Material nur infoweit, 
als die Arbeit in weicherem Material (Mufchel) leichter und daher billiger iit 
als in hartem. Vgl. Bd. 2, S. 594. Eiberger 
Genappesgarn. Den Rohttoff für Genappesgarne bilden fchon feit langer 
Zeit nicht mehr ausfchließlich die zur I-iertiellung von Mohair- und Alpakagarn 
dienenden Haare der Angoraziege und deren Abarten fowie des Pako oder 
Alpako, einer Lamaart, fondern auch Schafwolle aller Art, namentlich aber 
Merinowollen. Genappesgarn (gatiertes Garn) wird in naffem Zultaride fehr fett 
gezwirnt und danach gefengt. Es zeigt daher eine fehr fcharfe Zwirnung, eine 
glatte, von hervorttehenden Fafern freie Oberfläche und einen harten, meitt 
rauhen, ftrohigen Griff. EmftMüller 
Generatoren (Gaserzeuger) {ind Vorrichtungen zur Erzeugung von 
Kraftgas (f. d.) durch unvollftändige Verbrennung fetter Brenniioffe in Luft 
allein oder in Luft und Wafferdampf. 
Der Brennfioff wird in der Feuerzone vollftändig verbrannt, wobei der Sauertioff der Luft 
in Kohleniäure übergeht. In der darüberliegenden fog. Reduktionszone verbrennt der Brenn- 
iloif in Kohlenfäure, die {ich dabei in Kohlenoxyd verwandelt. Gewöhnlich führt man mit der 
Luft noch Wafferdampf ein, der in Waffertloff und Kohlenoxyd übergeht. Oberhalb der Re- 
duktionszone gibt das heiße Gas feine Wärme an den Brenntioff ab, fehwelt ihn, fofern er 
bituminös ift, und trocknet ihn (Schwel- und Trockenzone). Deswegen gibt man dem Gene- 
rator t'tets die Form eines Schachts von mindettens 2 m Tiefe; am oberen Ende erhält er eine 
gasdicht verfchließbare Oeffnung zum Einfüllen des Brennftoifs, unten eine Oeffnung zum Ent- 
fernen der Schlacke, die oft gleichzeitig als Lufteinlaß dient; inmitten oder oberhalb der Be- 
fchickung ift der Gaskanal zum Abführen des Generatorgafes _ 
angebracht. In der Decke des Gaserzeugers befinden fich meh- ,   
rere verfchließbare Oeffnungen (Stochlöcher) zum Einführen von xg 
Stangen, mittels deren die Befchickung niedergeiloßen werden  vyjj 
kann. Neben diefen allgemeinen Kennzeichen haben die Gas-   
erzeuger Je nach dem Brennfioff, dem Betriebsort und dem Zweck ä  V-rrgZ-{äafgliixiuilxiiäliiiiiltily 
noch befondere. Man kann fie in folgende Gruppen einteilen:   
1. Gaserzeuger mit unmittelbarem AnfchluB an den Ofen.  . 
Sie arbeiten mit Kaminzug, ihre Gafe werden ohne Reinigung  
in heißem Zuiiand verbrannt.  
2. Gaserzeuger zum Betrieb von Gaskraitmaichinen. Die  X 
zur Gaserzeugung nötige Luft wird von der Gaskraftmafchine t X 
durch den Erzeuger gefaugt, das Gas vor dem Eintritt in den f, 
Verbrerinungszylinder gekühlt und gereinigt.  
3. Druckgaserzeuger, felbttliändige Anlagen, denen die Luft   Fig- 1- 
durch Gebläfe zugeführt wird. Das Gas wird ftets gekühlt und gereinigt.  
l. Gaserzeuger mit unmittelbarem Anichluß an den Ofen werden als einfache Schächte 
aus feuerfeften Steinen ohne Eifenmantel errichtet und mit_Planroft oder Schrägroit oder beidem 
verfehen. Vom Roft ab erweitert {ich _der Schacht nach einer oder mehreren Seiten hin, damit 
die Luft nicht an den Wanden auffieigen kann. Fig. 1 zeigt einen Siemensgenerator alter 
Bauart mit Plan- und Schrägroft. Der Breiinftoif wird in den Trichter d eingefüllt und rutfcht
        

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