Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3184372
Fruktofe 
Fühmngsfdzienen 
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Punktes auf der Ekliptik um nahe 50" bedingt, liegt der Frühlingspunkt heute im Sternbild 
der Fifche. ln etwa 26000 Jahren wird er die ganze Ekliptik durchlaufen. Die Art unterer Zeit- 
rechnung (Einfügen eines Schaltjahres) bewirkt, daß die Zeiten des Durchganges der Sonne 
durch Frühlings- und Herbftpunkt nicht immer auf dentelben Jahrestag fallen, fondern zwifchen 
20. und 23. März bzw. 20. und 23. September tchwanken (vgl. a. Kalender). L. Ämbronn 
F ruktofe, d-Fruktofefruchtzucker. Lävulofe,  enttteht neben Dextrofe 
bei der Hydrolyte des Rohrzuckers, krittallitiert in harten Nadeln und kommt mit 
Traubenzucker zufammen, in tüßen Früchten und im Honig vor. Mezger 
Fuder, ehemaliges Flüffigkeitsmaß.  
In Württemberg r: 6 Eimer Helleichmaß : 1736,56 1, in Baden : 10 Ohm : 1500 l, in der 
Rheinpfalz : 1000 l, in Preußen : 4 Oxhoft : 824,4 l, in Sachten : 6 Ohm : 808,35 1, in Ham- 
burg:6 Ohm:868,8 l, in Bremenzö Ohm:869,8 l.  An der Motel wird noch jetzt fatt 
allgemein der Wein nach Fudern zu rund 1000 l gehandelt.  In Oetterreich bezeichnet Fuder 
das in Form von Kegeln oder Pyramiden in den Salinen fetlgetchlagene Sudfalz. Plato 
Fuge, jeder Zwifchenraum zweier zufammenftoßender fetter Bauttoffe, die 
meitt durch Ausfüllen der Fuge miteinander verbunden werden. Trennungsfugen 
werden nicht oder mit weicherem Bauttoff ausgefüllt, damit tich die zutammen- 
ttoßenden Bauteile „bewegen" können (Stützmauern, Betonplatten). 
Die Fugen (0,2-l,5 cm) bei Werkftein- und Backtteinmauerwerk werden mit Mörtel aus- 
gefüllt, ertlere ausgegotfen, bei letzteren der Mörtel mit der Kelle (f. d.) aufgetragen. Die 
wagrechten liegenden Fugen heißen Lagerfugen, die tenkrechten ftehenden Stoßfugen, 
Bogen aus gewöhnlichen Backtteinen erhalten Keilfugen. Man untertcheidet volle Fugen 
und offene Fugen, je nachdem der Mörtel die Fugen ganz oder nur teilweife bis zur Antichts- 
flache füllt, letztere Art wird zum betferen Hatten eines Verputzes angewandt, 
oder falls noch „ausgefugt' (f. d.) wird._ Senf! M, v, 
Fügen, genaues Abhobeln (Abrichten) der Längskanten von "fit  w, - 
Brettern (Dielen). {i c für, t 
Häufig verbindet man damit das Nuten und Spunden von Brettern, indem fit") iiijjiti L 
an den Fugenflächen Nuten oder Federn gefchnitten werden.  Das Fügen m1" 
wird mit der Fügematchine oder mit dem Fügehobel auf der Hobelbank 1,11.: t). 
(f. d.) oder unter Benutzung des Fügebocks (Fugbock, Fügeladebock, Füge- jgtti; jäh a 
lade, f. die Figur) ausgeführt, der aus etwa 0,8 m hohen, durch den Kreuz-  AtiHH 
fuß b und das Querttück c verbundenen Ständern a betteht, in denen die zu  
behobelnden Bretter meift zugleich mit einem Richtbrett (Stoßlatte) mittels  
der Schraube d (oder Keilen) eingefpannt werden.  Wldmuier  b 
Fugenbau, Backtteinbau ohne Putz (Backtteinrohbau). 
Fugendicht, möglichtt dichtes Schließen der Fugen, damit Licht, Lutt, 
Waffer u. dgl. nicht durchgelatten wird. 
Fugenkelle, gebogenes Eifen mit Griff zum Auskratzen der Fugen und 
Austugen;      
Fugenleitte, tchmale Leitte, die die Längsfugen einer Brettert ch alun g 
(f. d.) überdeckt. Senf! 
Fugentchnitt, das Anordnen der Fugen auf der Anlichtsfläche des Mauer- 
Werks nach künttleritch-konttruktfven Gefichtspunkteri. 
Die Griechen fchlitfen die Werkttücke, um die Fugen möglichtt verfchwinden zu laffen. 
Erft die Renaiffance betonte die Fuge (f. Boffenwerk) und fchuf durch diefes ttarke Betonen 
des Fugenfchnitts eine weitere wirkungsvolle Ausbildungs- und Ausdrucksmöglichkeit der Faftade. 
Fugenttärke bei Mauerwerk hängt von der Oberflächenbefchaffenheit, d. h. 
dem Genauigkeitsgrade der Bearbeitung des Werkttückes ab. 
Starke Lagerfugen verurfachen ein tlärkeres Setzen des Mauerwerks. Die Fugenttärke bei 
Backtleingemäuer itt 1-1,5 cm, bei Werktteinen 0,5-0,8 cm. Senft 
Führungsfchienen für Gleitblöcke bilden Geradführungen von mäßiger 
Länge für einteitige oder beliebige oder auch wechfelnde Kraftrichtung. 
Man untertcheidet ,offene Führungen" (Fig. 1-5)und „gefchloffene Führungen' (Fig. 7-15). 
Die Form 1 eignet tich für Hobeltitche, deren zweiter Fuß nach 2 geführt wird. Die Führung 3, 
ttir deiifelben Zweck, hält das Oel befter als 4, während Späne und Staub in beiden Fällen 
durch die Vorderkante des Gleitfchuties oder durch angetetzte Filzleitten abgettreift werden. 
Führung 5 ift für Feinmeßmafchinen brauchbar, weil tie tich genau herttellen läßt, jedoch nur 
bei geringer Beanfpruchung erhalten bleibt. Die amerikanitche Supportführung 6 an Drehbänken 
[1] verhütet das Ecken in wagrechter Ebene etwas beffer als die gegen Abnutzung widertlands- 
fähigere, breite deutfche Form 7. Als Kreuzkoptführungen zeigen 8 die zweigleitige, 9 eine 
eingleitige und 10 die Rundführung. Die Schwalbenfchwanztuhrung ll gehört zu einer Feil- 
matchine. Die Prismenführung l2 kommt an leichten Sägegattern, Fallwerken u. a. vor, 13 und 14 
an Drehttühlen und kleinen Drehbänken. Auch die einfache Rundttange 15 führt eine Hütte, 
wenn tie mit Feder und Nut verbunden lind, prismatifch.  In jedem Falle itt die elattifche 
Ausbiegung der Führungstchienen durch geeignete Form und Stützung möglichtt zu befchränken.
        

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