Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3184006
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Förderrinnen 
1. Der Hub beträgt bei den Rinnen von Kreiß bzw. bei den Ausgleichrinnen (Patent 
Zimmer in London, Fig. 1 und 2) 25-30 mm, die minutliche Umlaufzahl 300-350 (letztere 
für geneigte Rinnen). Der Arbeitsaufwand fchwankt zwifchen lfm-lfao PS für die Metertonnen- 
ftunde; bei längeren und breiteren (alfo mehr leiftenden) Rinnen ilt er  auf die Einheit be- 
     Wagrechter   25 mm. 
zogen- geringer als bei kleinen Verhaltniffen. senkrechter; Weg bei einer Umdrehung rd.{ 3 
'S e k u n d 1 i ch e Fördergefchwindigkeit des Gutes fchwankt zwifchen 165 und 265 mm. 
Breite mm 150 350 600 800 1000 
Rinnen von Kreiß, Hamburg Tiefe , 120 150 200 250 250. Gebaut find Längen 
 Leiftung m3 3 11 28 45 70 
von 90 m und 2 m Weite. Befonders häufig für die Entnahme von Kohle und Koks aus Silos 
(Rütte lti ich von Weiß), für die Förderung zum Elevator; ebenfo für Kies und in chemifchen 
Fabriken ufw.  auch für Afche, Schlacke, Zement in glühendem Zuftande. 
2. Förderrinnen von Com-  
michau, Auffig (Neftomitz), Fi _3 lä-QJM""  {it'll-sei 
me er  mm, innenb echdicke   I   7:.  
2-4 mm  bei Koks größer als bei    
Kohle  Pleuelllange aus Holz    ""17    
elaltifcli).       
Rinnen für ftark fchleißendes     
Gut erhalten leicht auswechfelbare Fig. 3. Hangende Forderrinne von Gebr. Commichau. 
Stahlblecheinlagen. Sehr breite Rinnen werden in zwei nebeneinander arbeitende Tröge zer- 
legt; Antrieb von ge- 
 .  i  meinfamer läßhfe rgurcth 
iää; K72.    sil ö Zwei um 13 o Vßf etl e 
_ä' . i"     KurbelnNerwendungals 
'     ll Kühlrinnen (Zucker) und 
Siebrinnen (gleichzei- 
Flg. 4 u. 5. Propellerrinne von H. Marcus, Köln. tigeFöi-derung undTl-en. 
nung [Veredelung]). 
b) Förderung durch Befchleunigungswirkung mittels Propeller- oder Wurfgetriebes 
(Mafchinenfchaufel). Rinnen mit nur wagrechter Bewegung; Rinne und Fördergut werden lang- 
fam vorwärts-, die Rinne dann fchnell zurückgezogen. Umlauizahl wefentlich kleiner als bei a). 
l. Propellerrinnen von H.Marcus, Köln (Fig.4 und 5)  arbeiten nach reinem 
Befchleunigungsverfahren, eignen (ich für fait alle Maffengüter, befonders für ltark fchleißendes 
(infolge leichter Auswechfelbarkeit der in einem Geftell liegenden, 3-5 mm dicken Bodenbleche) 
und auch für warmes Gut, da die Geflellbauart Wärmedehnung zuläßt. Kleine Umlaufzahl, Be- 
wegung wagrecht, daher ruhiger Gang. Förderleiftung und Arbeitsverbrauch f. Z ahlentaiel: 
 
Trogbreite unten in mm l 250 l 350 l 450 l 550 l 650 l 800 
Trogbreite 
oben in mm 
T005 
Trogtiefe in mm     150 150 150 170 180 200 
Förderleiltung in tlst  tfst  tlst tlst tjst tfst tfst  
Arbeitsverbrauch in PS  
fürjeIOmRinnenIänge  PS PS PS PS PS IPS 
                     
                  
                   
                    
5 Afche, Schlacke   18 0,7 25 0,9 32 1,05 50 1,3 64 1,5 85 1,6 
                     
                      
2. Torpedorinne von Amme, Giefecke 8c Konegen, Braunfchweig  
Die Pendelrinne (Fig. 6 und 7) fchließt {ich nach Aumund [4] hiniichtlich des Förder- 
vorganges an die von Marcus eingeführte Propellerrinne an, die die fchüttelnde Bewegung 
der Wurfrinnen von Kreiß u. a. vermeidet, indem iie {ich mit befchleunigter Gefchwindigkeit 
vorwärts- und mit verzögerter Gefchwindigkeit zurückbewegt, fo daß während der Umkehr der 
Bewegungsrichtung der Rinne das Ilark befchleunigte Fördergut infolge feiner Bewegungsenergie 
die Vorwärtsbewegung beibehält oder wenigitens nicht in Riickwärtsbewegung übergeht. Die 
Rinne kann alfo unter dem Fördergut zurückgezogen werden, um ihm dann bei der nächlten 
Umdrehung der Antriebkurbel eine erneute Vorwärtsbewegung zu erteilen. Diefes für viele 
Zwecke geeignete Förderungsverfahren wird auch bei der neuen Förderrinne benutzt. Die Art 
des Antriebes weicht aber von der bisherigen ab, indem die Rinne mittelbar von einem Ge- 
itänge getrieben wird, das ein einfacher Kurbelantrieb mit gleichbleibender Geichwindigkeit 
einfach hin und her bewegt. Das Geftänge iit mit einzelnen Rollen auf einer hochliegenden 
Schiene gelagert und trägt unter {ich die eigentliche Förderrinne, die pendelnd an drehbaren 
Zugftangen hängt. Die Rinne nimmt alfo nicht nur an der hin und her gehenden Bewegung 
des Geitänges teil, fondern führt auch noch eine eigene Pendelbewegung aus. Wenn drefe zu-
        

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