Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3183607
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Flettner-Rotqrfdzzff 
Bei feineren Sorten wie Zervelatwurft wird nur Schweinefleifch verwendet; im allgemeinen ift 
folgende Zufammenftellun des Fleifches gebräuchlich: lla mageres Schweinefleifch, 1], fettes 
Schweinefleifch (Speck), i, Rindfleifch. Fleifch von älteren Rindern ift fehr gut geeignet; es 
muß nach der Schlachtung gut durchgekühlt werden, jedoch darf es nicht altgefchlachtet 
fein. Fett und Sehnen müffen entfernt werden. Zur Zerkleinerung des Fleifches eignet {ich das 
Wiegemeffer oder der Wiegeapparat am beften, jedoch kann auch der Igeifchwglf verwendet 
werden. An Gewürz rechnet man auf 1 kg Fleifch 34-36g Salz, 3 g feffer, g Salpeter 
und lg Zuckend Plffeffer wird teilweife in ganzen Körnern, teilweife feingemahlen afngewendet. 
Man nimmt in ie em Falle auf 50 kg Fleifch 120 ggemahlenen und 80 g ganzen Pfeffer. Die 
Därme werden äußerii feft gefüllt; alsdann werden die Wiirfte in luftigem Raume zum Trocknen 
und Durchröten aufgehängt und fpäter im Kaltrauch leicht angeräuchert. 
Fleifchzerkleinerungsmafchinen. Das für Würfie bettimmteFleifch wird von Knochen 
und Sehnen befreit und auf den Hack- und Wiegemafchinen zerkleinert. Die Fleifchwiegeapparate 
(Fig. l) lind mit5-l3 großen halbrunden Meffern ausgeitattet. Während die Meffer wiegenartig auf- 
und niedergehen, dreht {ich der mit einem Kranz ein efaßte harthölzerne Wiegeblock um feineAchfe, 
g 
eine befondere Vorrichtung {ireift das Fleifch nach der Mitte des Blockes. Bei der F1 eifch fchnei de- 
mafchine (Wolf), Fig. 2, treibt eine in einem wagrechten Zylinder gelagerte Schneckenwalze 
das in grobe Stücke gefchnittene Fleifch durch eine mit Löchern verfehene Scheibe, vor welcher 
{ich ein {ternförmi es Meffer mit roßer Gefchwindi keit dreht; Mafchinen in ttärkiier Bauart für 
g G oßb t'ebg "t  St dg l 'ft g b's 100 Ztr Fleifch 
r eri emi einer un en ei un i   
 Klopf- oder Abfchlagmafchinen (Fig.3) zum Quetfchen von 
 fchlachtwarmem Fleifch. Das in Streifen gefchnittene ,  
 i Fleifch wird zwifchen gerippten Walzen zu einer lei-  i 
 _ migen Maffe gequetfcht, wodurch größte Bindekraft [.51 I 
iiifiitttlr  und Wafferaufnahmefähigkeit erzielt wird. Alsdann .  N  
 ß  wird die Maffe in derSchnellfchnei- w  i! 
 M;  demafchine (Cutter), Fig.4, völlig     
  äjiflfif-ii...  wg? -e-ßli zerkleinert und mit Wafferzufatz ausge- ,_1 1 h] 
      1.  fchafft; der Cutter erfetzt fomit die Brät-  j  g"  
f  "  fchaffmafchirie. An einer mit hoher Um- "    
:    k u; g drehungszahl lxalufgndetn fStäihltwaäze {iind  
     {icheltörmige efer ee ig, ie as  
ä l   in einer eifernen, umf ihre Achfe {ich   
     drehenden Schiiffel be indliche Fleifch  "N 3 
    i. zerkleinern und gleichzeitig vermengen.    
   Schüffelinhalt 25-60 kg Fleifch; ftärkite    1 Ä 
  Mafchine,l'0g.Doppelriegnenncutter,    i  
   für Großwuriifabriken mit chü elinhalt    
von 75-150 kg.    
 In der Knet- oder Brätfchaff-  
Fig. 4.      Flg 5. 
ma fchine wird in einem eifernen Troge 
durch eiferne, um ihre Achfe {ich drehende Flügel die Fleifchrnaffe bearbeitet und unter Zufatz 
von Waffer oder Fleifchbrühe und den nötigen Gewürzen ein äußerli zarter Brei (Wurftbrät) er- 
zielt. Das fertige Brät gelangt in die Füllmafchine (Fig. 5), einen Harken eifernen, mit einem 
Spritzenrohr verfehenen Zylinder. Durch eine Zahnftange wird im Zylinder ein Kolben vor- 
gefchoben, der die Wurftmaffe in die über das Spritzenrohr aufgeftreiften Därme drückt. Mafchinen 
für Hand- und Kraftbetrieb mit 30-501 Inhalt, für Großbetriebe bis zu 751 Inhalt mit 
2 Spritzenröhren, Hochdrücken des Kolbens mittels Druckluft oder Wafferdruckes. 
    
abgedrehte Wiirltchen, wodurch das zeitraubende Arbeiten mit Bindfaden in Wegfall kommt. 
Die Firma R. Heike, Berlin, liefert die fämtlichen Mafchinen. Wir verweifen ferner auf die 
Kataloge der Firma Karges-Hammer, Braunfchweig, Alexanderwerke Remfcheid, L. Eifele, Stutt- 
gart, Fr. Dick, Eßlingen a. N., für Mengemafchinen Werner 8i Pfleiderer, Cannftatt. Deubel 
Flettner-Rotorfchiff. Das Flettner-Rotorfchiff Buckau, deffen Probefahrten 
im Herblt 1924 berechtigtes Auffehen erregten, ftellt ein neuartiges Windkraft- 
fchiff dar, bei dem die bisher gebräuchlichen Segelflächen durch die Flächen 
zweier rotierender Zylinder, der fog. Rotoren, erfetzt find, deren Projektions- 
flache rund 10 mal kleiner iii als die frühere Segelfläche des Segelfchiffes 
 o wi Buckau. 
Xi {j 1' f] Der Umbau der Buckau zum Rotorfchitf wurde erft vorgenom- 
X7]   men, nachdem durch eingehende Verfuche im Windkanal der aero- 
 111;] dynamifchen Verfuchsanflalt in Göttin en die zuerft von Magnus 
Tiljäjflj fefigeiiellte Quertriebskraft rotierender Zylinder in ihrer Wirkung und 
III::IX Größe einwandfrei ermittelt war. Wird nämlich in einem Windkanal 
 ein horizontal gelagerter Zylinder in fchnelle Rotation verfetzt (Fig. 1), 
f  d d L ftfirahl d rch d'e Rü k irk n des rotierenden Zylinders 
Fig 1 biixgfilfle 511m [S300 abgeltenkt ifnd Eifglft Lfieä Zylinder eine Auftriebs- 
 ' kraft uer zum Windftrom. Diefe 1853 von Magnus feftgeltellte Tatfache 
(Magnus-Effekt) läßt {ich ngit Hilfe der neueren Strömungslehre wie folgt erklären   
Wird ein ruhender Zylinder von einem idealen Luftlirom getroffen, bei dem die Luft 
unzufammendrückbar und reibungslos itt, {o daß die ftrömenden Teilchen {ich nicht drehen
        

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