Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3183547
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Flammendolomit 
Flafdzenfrillapparate 
brennung notwendige Sauerftoff getreten ilt, lo fcheiden lieh Kohlenftoff und fchwer verbrenn- 
bare Kohlenwallerltoffverbindungen als Ruß aus, der als lichtbarer Rauch weit fortgeführt werden 
kann. Von diefen oxydierenden oder reduzierenden Eigenlchaften der Flammen werden in der 
Induftrie weitgehende Anwendungen gemacht, fo namentlich in der Metallurgie und in der 
keramifchen lndultrie. Bei letzterer wird für befondere Zwecke, z. B. zum Dämpfen der Ziegel, 
logar eine künltliche Rauchbildung herbeigeführt, die fonft aus ökonomilchen Gründen, da mit 
einer Rauchbildung ftets eine große Brennmaterialverlchwendung verbunden ift, tunliclift ver- 
mieden werden muß (t'.Ziegelfabrikation). Dümmler 
Flammendolomlt, dichter oder poröler, gelber und braun gefleckter oder geflammter 
Dolomit an der Grenze zwifchen der unteren und mittleren Abteilung der Keuperformation in 
Bayern und Württemberg. 
Flammengefchoß, Arti_llerie- oder Minenwerfergelchoß mit Zünder, Sprengladung und 
leicht entflammbarer Flüfligkeit gefüllt, welches die Wirkung der Flammenwerfer auf größere 
Entfernung übertragen follte. Die Zündung des Oels verlagte leicht. Wille 
Flammenmergel, helle, dunkel gefleckte, getlreifte und geflammte, quarzfandreiche 
und fchiefrige Tonmergel. Sie gehören dem oberen Gault (untere Kreideformation) an (Wetifalen, 
Hannover). Manche Lager lind reich an Kalklilikat, daher lehr hart und lchwer verwitternd. Sie 
dienen beim Straßenbau als Packlage. Die ltarke Zerklüftung erzeugt erhöhte Aufnahmefähig- 
keit für Walter. Deshalb treten an der Grenze gegen die unterlagernden, lchwer durchläfligeii 
Tone zahlreiche Quellen hervor. Brduhdufer 
Flammenftil, Flamboyantltil, bezeichnet j enen Ablchnitt der gotilchen Spätzeit, 
der die Filchblafe oder Flamme in das Maßwerk einführte. (S. a. Fi fchblaf e.) 
Flammenwerfer, Gefäße, welche mit leicht entflammbarer Flülligkeit (Kohlenwaller- 
ltoff, Teeröl und Schwefelkohlenltoff) gefüllt lind, die durch Druck von komprimiertem Stick- 
ltoffgas (15 at) mittels eines Schlauchs verlpritzt wird. Beim Austritt aus dem Mundltück des 
Schlauchs wird die Flüftigkeit durch einen felbfttätig wirkenden Zünder entzündet. Die Flammen- 
werfer lind zum Tragen auf dem Rücken eingerichtet. Die Flammenwerfermannlchaften werden 
Sturmtrupps zugeteilt, um beim Angriff Malchinengewehrnelter und Stützpunkte außer Gefecht 
zu letzen. Flammenwerfer wurden auch zur Bewaffnung von Tanks, größere, ortsfelte zur 
Feltungsverleidigung verwendet. Reichweite 25 bis 40 m, bei Anwendung langer Schläuche 
50 bis 60 m. Die Brenndauer im Dauerftrahl beträgt bei den tragbaren Flammenwerfern 45 sek; 
lie lind imftande, etwa 35 kurze Flammenltöße abzugeben. 
Literatur: Theune, Die Flammenwerfer, ,Technik und Wehrmacht" 1920; Revue d'infan- 
terie, Paris 1923, Julihelt. Wille 
Flammieren (Chinieren), Art der Garnfärberei, bei der die Garnftränge 
geknotet und lo ausgefärbt werden, daß das Innere der Knoten ungefärbt bleibt. 
Geflammte (flammierte, Flamme) Garne 'werden auch in der Spinnerei durch Einlpinnen 
andersfarbiger Faferbülchel dadurch erzielt, daß entweder auf den Krempeln (der Streichgarn- 
lpinnerei) durch Einftreuen der Falerbüfchel oder durch Aufltreichen des andersfarbigen Spinn- 
gutes in Querltreifen durch mit Kratzen befchlagene Walzen an eine Krempelwalze die Faler- 
bülchel hineingebracht werden, oder dadurch, daß Stücke fertiger andersfarbiger Vorgarnfäden 
in beftimmten Abftänden quer über eine Krempelwalze, am beften die Kammwalze (Peigneur) 
aufgelegt werden. Eingehenderes hierüber in der Leipz. Monatfchr. f. Textilind. 1902, S. 675; 
Oetterr. Wollen- u. Leinen-lnd. 1895, S. 915, 1911, S. 937. Emft Müller 
Flanfch, kranzförmiger Rand an rohrförmigen Stücken (Rohre, Zylinder ufw.); 
bei Walzeifen fenkrecht zum Steg liebende Querlchnittsteile. 
Flafche, Gefäß aus Glas (f.  Ton (f.Tonwaren) oder Metall. 
Flafchenfüllapparate für Bier, Wein ulw. werden nach der Figur unter 
Anwendung des Saugheberprinzips ausgeführt. 
 Das abzufüllende Faß wird durch Rohrleitung 
 5 5„ oder Schlauch mit dem aus emailliertem Gußeilen 
E. m. Q    oder verzinntem Kupferblech hergeftellten Kalten 
 unter Einlchaltung eines Schwimmerventils verbun- 
  IÄäE 1er den, lo daß lich der Kalten ltets auf eine beltimmte 
F "Q,   Höhe felblttätig füllt. In den Kalten tauchen eine 
  ' l    "l"   Anzahl Heberrohre ein. Die im Kalten befindlichen 
{l  j r  , 3., l Rohrenden lind mit Gummiringen verlehen, die, lo- 
  l, f;   lange die Heber nicht durch das Gewicht einer Flafche 
f! .1 l   herabgedrückt werden, fich mittels GegengcWiChlS 
e; 3'     gegen die Wandung des Kaftens anpreflen und die 
 Heber luftdicht abfchließen. Bei neueren Ausfüh- 
 rungen gelchieht die Dichtung der Heber durch Me- 
 e"      P tallflächen. Sobald aber eine Flalche über das Rohr 
eines Hebers gefteckt wird, zieht diefelbe durch ihr 
Gewicht das innere Rohrende von der Wand ab, und die Flüfligkeit läuft durch den Heber 
in die Flalche lolange, bis (bei gefüllter Flafche) die Flülligkeit in der Flafche und im Kalten 
gleichhoch lteht. Ein Ueberlauien findet dabei nicht ttatt. 
Neben diefer Art von Flafchenfüllapparaten gibt es noch folche, bei denen die einzufüllende 
Flülligkeit in einem gelchlollenen Keflel unter Druck lteht (ilobarometrilche oder Gegendruck- 
füllapparate). Beim Anprellen des Flalchenhalles an das Füllventil entweicht die in der Flafche
        

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