Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3183217
Figurenkapitelle 
Ftlofelle 
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Benzin, Aether, Efligäther, Terpentinöl, Azeton. Der nach dem Abdeftillieren des Terpentinöls, 
verbleibende Harzrückliand ift Flchtenharz, Burgundifches Harz, Weißpech, 
Gelbes Pech; diefe Harze {ind undurchlichtige kriftallinifche Maflen mit wenig oder gar 
keinem ätherifchen Oel und etwas Waffer, löslich in Alkohol, Chloroform, Efligäther, Benzol, 
Schwefelkohlenftoff, faft löslich in Aether, Terpentinöl, Petroläther. Wird dieler Harzrtickltand 
noch weiter erhitzt, bis zur völligen Entfernung des Waffers, {o hinterbleibt das amorphe 
K ol op h o n i u m (G eige n ha rz),gelbe bis fchwarzbraune, durchfcheinende Stücke, fpröde glas- 
glänzend und von mufcheligem Bruche; es ift unlöslich in Waffer, 
leichtlöslich in-Petroläther, Benzin, Schwefelkohlenltoff. Fichten-        
harz wird in der Lack- und Firnisinduftrie verwendet, ferner zur Be- f     3". 7  
reitung von Kitten,von Pflaftern, als Zufatz von Räuchermitteln, zur    f  
Darltellung des vegetabilifchen Harzleims für die Papierfabrikation.  w; 1. Ä-    "i 
Literatur: Wiesner,  RohffoffeILLeipzi 1916.-Muspratt,   I"   
Ergbd. III, Braunfchweig 1915122- KraisJZRNerkßoffe, Leipzig      
1920.  Tfchirch, Harze u. Harzbehälter, Leipzig 1906.  Dietrich, "i f  
R., Anal. d. Harze, Balfame u. Gummiharze, Berlin 1900.  Seelig-   
mann-Zieke, Handb. d. Lack- u. Firnisfabn, Berlin 1916.  Bottler,  
Harze u. Harzind., Leipzig 1924.  Wolff, H., Die Harze, Kunftharze,    
Firniffe u. Lacke, Leipzig u. Berlin 1921. Helnnsdrmidt  
Flgurenkapltelle oder Bilderkapitelle {ind 
Säulenknäufe mit figürlichem Schmuck.  
Im griechifchen und römifchen Stil und der Renaiffance ent-  (MWPVWF 
wickeln {ich aus dem Blattwerk der Kapitelle Tiergellalten und  
menfchliche Köpfe, aber nur der byzantinifche und romanifche Stil    
weifen Kapitelle mit ausfchließlich figürlichen Daritellungen auf, die   
meifi der biblifchen Gefchichte entnommen {ind (LdieFigur). Senf! 
Figurlerte Zahlen heißen die Glieder von arithmetifchen Reihen, wenn 
{ie {ich aus verkörperten Einheiten in Form von regelmäßigen Polygonen oder 
Polyedern darltellen laffen. S0 läßt {ich z. B. die Zahlenreihe 1, 3, 6, 10   . 
durch die  die Reihe 1, 4, 9, 16   
Reihe der  durch die 
Dreiecks- . Ö. ä " " Reiheder _ I1 EH   ' 
figuren 1 3 6 10 Quadrate i 4 9 16 
verdeutlichemufw. Indem man alfo die Zahlen der eriien Reihe als Dreiecks- 
zahlen, dlßjelllgßll der zweiten als Viereckszahlen bezeichnet, fetzt man dadurch 
einen kurzen, klaren Begriff fett, durch deffen Nennung man {ich das Anfchreiben 
der Reihen erfparen kann, ohne mißverltanden zu werden. 
Literatur: Hagen, Synopfis derhöheren Mathematik, Bd.l, S. 84, Berlin 1891. Wölffing 
Filet, Bezeichnung für Jede durchbrochene Kettenwirkware. S. a. Netzen. 
Filigranpapier, Luxuspapier mit zarten, geprägten, netzförmigen Muttern. 
Filling llp, Wagengrundfarbe, urfprünglich aus England kommend, graubraune Farbe, als 
Grundierung in der Wagenlackiererei vermöge ihrer befonderen Härte und Feltigkeit gute Dienfie 
leittend, be eht aus Umbra, Schwerlpat, etwas Bleiweiß, gemahlenem Schiefer und gemahlener 
Glätte in wechfelnden Verhältnifien. Oft wird als Filling up auch nur eine braune Erdfarbe verkauft. 
Films, photographifche, lind bregiame, durchlichtige, dünne Unter- 
lagen, auf welchen Bromfilbergelatine aufgetragen wird. 
1. Flache Films oder Planfilms in der Stärke von dünnem Karton werden ftatt 
Glasplatten in Kaffetten verwendet. Sie {ind in lichtdichter Packung zum Wechfeln bereit; 
Gefamtdicke 0,2- 0,3 mm, Emulfionsfchichte 0,08 mm; dünne Packfilms nur 0,08 mm Gefamtdicke. 
2. Rollfilms für Handkameras {ind 0,08 mm, Kinofilms 0,l4-0,l6 mm dick; Brom- 
{ilberfchichte 0,02 mm. Kino-Negativfilms enthalten ungefähr 14 g Bromiilber auf 1 m2, Kino- 
Pofitivfilms nur 7-8g Bromfilber. Negativfilms {ind mit Erythrofin orthochromatifch gemacht. 
Pofitivfilms enthalten ungefärbte feinkörnige Emullion (Empfindlichkeit etwa V11 von jener). 
Die Films werden größtenteils aus Nitrozellulofe (Tetranitro-Zellulofe [C12 H11,  
unter Zufatz von Kampfer hergetiellt. Sie lind leicht entzündlich. Der Azetylfilm oder 
Zellit beliebt hauptfächlich aus Pentaazetylzellulofe oder Zellulofepentaazetat der Haupt- 
maHe nach:  neblt einem Erfatzmittel für Kampfer: z. B.: Triphenyl- 
phosphat oder Hexachloräthan. Der Zellit ilt fchwer entflammbar, aber gegen mechanifche 
Abnützung weniger widentandsfähig und reißt im Kinoapparat leichter als der Nitrofilm- 
Löfungsmittel für Azetylzellulofe: Azeton, Melhylazetaf, Methylformiat ufw. Die Azetylfilms 
werden von der Agfa unter deni Namen „Sicherheitsfilm' (Agfa-Nonllam), von Pathe 
und von Kodak in befchränktem Maße erzeugt, konnten aber die Nitrofilms nicht verdrängen. 
 Auch Aethylzellulofe von der Zufammenfetzung: C11H15 O, (C1115), (Pentaätliylzellu- 
lofe) wurde von der Eastman-Kodak-Comp. verfucht. S. a. Kinematographie. 
Literatur: Agfa-Handb. f. Kinofilm, Berlin 1925.  Liefegang, F. P., Handb. d. prakt. 
Kinematogr., 5. Aufl., Düffeldorf 1918.  Derf., Wiffenfch. Kinemat0gr., Düffeldorf 1920.  
1111m, R_, Der Film i. d. Techn., Berlin 1925. J. M. Eder 
Filofelle, Filofellfeide, im Wiener Handel Bezeichnung für Florettfeide.
        

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