Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3182054
Feilen, Feilma_fdzinen, Feilenherjlellung 
daß das Stielende etwa in Höhe der Hammerbahn (ich befindet. Dlefe Form ili erforderlich, 
weil der Ellbogen des vor dem Amboß fallenden Feilenhauers [ich etwa in Höhe der Amboß- 
bahn befindet.  Die Meißel tind kurz, mit einem fchnialen Kopf und breiter Schneide. 
Diefe iti genau gerade gefcliliffen, entweder auf einem geraden Schleifftein oder auf wagrechten, 
fchnell umlaufenden, gußeifernen, felten blei rnen oder kupfernen, mit Schmirgel und Oel 
bettrichenen Scheiben. Der Meißel für den Unterhieb ift auf der einen Seite etwas gewölbt. 
Sollen die Feilen (wie für Blei, Zinn ufw.) nur Unterhieb erhalten, fo wird der Meißel einfeitig 
zugefchliffen.  Die Feile liegt beim Hauen auf einer Einlage aus Blei oder Zink und wird 
mit ihren über den Amboß herüberftehenden Enden durch eine endlofe Riemenfclileife, in die 
der Arbeiter mit den Füßen tiitt, gegen den Amboß gepreßt. Das Hauen beginnt meitt an dem 
von dem Arbeiter fortgerichteten Ende der Feile. Der Meißel wird in fcliräger Lage fo ge- 
halten, daß die Schneide zum Arbeiter hin geneigt iti, fo daß alfo der aufgeworfene Grat des 
einen Hiebes zur Führung des Meißels beim folgenden Hiebe dienen kann. Von Hand gehauen 
werden alle Feilen, die wegen ihrer Form auf der Mafchine nicht gehauen werden können. 
Die Feile nhaumafchinen iind Daumenfederhänimer; der den Meißeltragende Hainmer- 
bär wird durch ein- oder 
mehrfache Daumenfchei-   
ben gehoben, wobei eine 1 v! R  r 
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   13. t dert. _Die_Feile  _g   
    i liegt in einem Schlitten, der kontinuierlich oder ruck- 
   weile vorgefchoben wird. Bei der Feilenhaumafchine 
 f  Fig. 33 und 34 (Beche 8r Groß, Hückeswagen) ili 
1   die zum Heben des Bärs dienende Daumenwelle a in 
    V      zwei Hebeln b und c gelagert, die um die Achfe d 
g"  am Mafchinengeftell fchwingen. Zur Veränderung 
der Schlagftärke entfprechend der Feilenbreite wird die Daumenwelle felbfttätig durch eine 
Leitfchiene e eingeliellt, auf die lieh die Hebelanordnung unter Vermittlung einer durch Hand- 
rad f verliellbaren Stützeg und einer Gleitrolle I1 Iiützt, fo daß die Spannung der Feder ge- 
regelt werden kann. Der Antriebsriemen ilt um die Leiirollen i und k derart geführt, daß ein 
nach abwärts gerichteter Zug ftattfindet und (ich die Daumenwelle daher feft, ohne Erfchütte- 
rungen ausgefetzt zu fein, auf die Leitfchiene e ttützt. Der Vorfcliub des Feilenfchlittens erfolgt 
durch eine von einem Exzenter angetriebene Schraubenfpindel. Der feinere und fchwächere 
Hieb an der Spitze der Feile wird dadurch bewirkt, daß der Schlitten durch eine Leitfchiene 
verfchoben und der den Meißel tragende Hammer durch eine mittels Fußtritts einzuliellende 
Feder aufgefangen wird. Ferner wird der Vorfchub des Schlittens durch eine Bremsvorrichtung 
gebremfl, um ein gleichmäßiges Verfchieben des Schlittens und einen ticheren Hieb zu er- 
zielen. Da beim Hauen halbrunder Feilen jede Hiebbahn eine andere Kurve befchreibt, fo 
wäre für jede derfelben auch eine befondere Führungsleilie erforderlich. Dies wird dadurch 
vermieden, daß die Feile felbtt als Leitfchiene benutzt wird. 
Die Feilenhaumafchine Fig. 35 (Bäche 8: Groß, Hückeswagen) zeigt eine eintiellbare 
Schlittenführung.  Die Feilenhaumafchiiie Fig. 30 geliattet. gleichzeitig mehrere Feilen zu 
hauen, die nebeneinander auf demfelben Schlitten aufgefpannt lind. Jede Feile hat ihren eigenen 
Meißel, Hammer und Schlagfeder. Ueber Einzelheiten der Feilenhaumafchinen f.  
Die Zähne bei kleinen Feilen können nicht mehr durch Hauen hergeftellt werden, da 
diefe fich durchbiegen und brechen würden. Sie werden deshalb mit einer Sch neidfeile, 
die über die mit Zähnen zu verfehende Feile von Hand oder niafchinell unter Druck geführt 
wird, eingefchnitten. Die Sclineidfeile iti dreikantig und nur an den Kanten mit einem ein- 
fachen Hieb verfehen oder nach Art der runden Urehliähle gefialtet; ihre Zahne muffen bei 
jedesmaligem Schneiden wieder in denfelben Rillen gefuhrt werden, was bei den Feilenfchneid- 
mafchinen durch Zurückführen (unter geringem Druck) der Schneidfeile mit ihren Zähnen in 
den eingefchnittenen Rillen erzielt wird. Das Verfahren kommt aber auch für Rund- und Halb- 
rundfeilen und für mittlere und größere Feilen, bei letzteren insbefondere zur Herliellung des 
Unterhiebs, zur Anwendung, während der Oberhieb auf der Haumafchine erzielt wird. Der Unter- 
hieb kann durch entfprechende Bewegung der Feile während des Schneideris auch wellen- und
        

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