Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3181972
Federringe 
Federuiehjiälle 
183 
gewicht ausgerüfteten Hebelvorrichtung oder aber mittels hydraulifchen Preßkolbens belatlet. 
ln belatietem Zuttand wird dann die Feder durch die Hebelvorrichtung oder aber durch Auf- 
und Abbewegen der wagrechten Untelage in Schwingungen verfetzt. 
Literatur: Organ f. d. Fortfchr. d. Eifenbahnw. l879, S. 258. Dduner _  
Federringe, aus Stahl, unter die Muttern der Lat'chenbolzen- und E? 
Klemmplattenfchrauben gegen Lockern der Muttern; f. die Figuren und 
Oberbau. Kaum 
Federttoff, Gewebe aus Baumwollgarn und Federn als 
Befatz für Frauenmäntel oder aus Wollgarnen mit Federn  
für Herrenüberzieherftoffe. 
Federtapeten,-teppiche, Decken oder Teppiche, in die bunte Vogelfedern 
eingewirkt find; bei den Indianern Südamerikas geübte Technik, die von den 
dort eingewanderten Europäern jetzt noch betrieben wird. Ernft Müller 
Federung wurde von manchen die Verfchiebungsarbeit (f. d.) eines 
Körpers bis zur Elattizitätsgrenze genannt (R ankin e, Handbuch der Bauingenieur- 
kunit, S. 250, Wien 1892). Heute verlteht man darunter die elaftifche Längen- 
änderung des gezogenen oder gedrückten Stabes pro Längeneinheit desfelben. 
Federviehitälle gebraucht der Landwirt zur Unterbringung von Hühnern, 
Puten, Enten, Gänfen und Tauben, die teils der Eier, teils des Fleifches, teils 
der Federn wegen gehalten werden. 
Die Ställe lind fehr einfach und erfordern befondere Einrichtungen nur, wenn man edle 
Raffen rein züchten will. 
Federvieh leidet viel von Ungeziefer, deffen Brut alle Ritzen befetzt; deshalb find maflive 
Fußboden. Wände und Decken den hölzernen vorzuziehen. Der Fußboden, am betten aus 
Beton, wird täglich mit Sand und etwas Schwefelblüte befireut und der 
Sand nebft dem Mift der Tiere täglich ausgefegt. Gegen Eindringen von -  
lltis, Marder und Ratten fchützen die maflive Bauart, Drahtgitter vor den I   I 
Fenflern, dichte Schieber vor den Schlupflöchern und teile Türen mit blech-    l 
befchlagenen Kanten. Innen werden die Ställe öfter mit Kalk geweißt, die l   l 
belle Desinfektion! Warme Lage der Geflügelitälle neben Rindvieh- oder I   
Wlf TWTZLh   h l     
 xßßxxßßß 73,? i  "r  Jg? -1- _l_i . 
  "Im; nliiiiiü [I  j 17,141  I 
      i  a ä     - 
   i"   "e  z l     In 
  er a:  Iß  t  1,2    
Fig. 4. trig. 3. Fig. 2. Fig. l. 
Schweinetiällen oder Heizung mitte s Oefen von Ziegellleinen, bis an die Decke reichend, von 
außen ge.euert, ifl notwendig und kürzt die Winterpaufe beim Eierlegen erheblich ab. Neben 
dem Rauchrohr liegt ein Lüftungsrohr, zur Sommerlüftung werden die offenen Fentier und Türen 
mit Drahtgeflecht verfchloffen.  Weit iiberltehende Dächer und überbaute Nifchen gewähren 
dem Geflügel Unterftand in frifcher Luft bei fchlechtem Wetter. 
In kleineren Betrieben werden Hühner und Puten gemeinfam, Enten und Gänfe gleichfalls 
zufammen untergebracht, und zwar werden Enten und Cränfe llets zu ebener Erde, Hühner und 
Puten darüber, die Tauben hoch oben gelegt. (S. Taubenfchläge.) 
Hühnerftälle, für höchttens 100 Hühner je 0,12 m"; wenn im Obergefchoß liegend, führt 
die Hühnerleiter hinauf zum Schlupfloch, 18 zu 24 cm groß, und eine fchmale Treppe für Per- 
fonen.  Der Schlaf- und Legeraum erfordert Sitztlangen und Legekaiien. Siizftangen, 
3 zu 5 cm ilark mit gebrochenen Kanten, bilden das unter 45-60" anfteigende oder wie Fig. 1 
horizontale Stangengerüft. Legekatien von Holz, 40 zu 40 cm weit, 15 cm tief, find teils auf 
dem Fußboden, teils übereinander an der Wand befeftigt, davor eine Sitzttange. Fig. 2 zeigt 
ein Stangengerült nach amerikanifchem Mutter. Hinter den Sitzftangen ift eine Schrägfläche, 
von der der Miit abrutfcht; darunter liehen Legekatien. 
Der Brutraum, warm gelegen oder auf 180 geheizt, mäßig hell, dicht gegen Un- 
geziefer, hat keine Sitzitangen. Die Brutneiler von Korb- oder Drahtgeflecht, etwa 50 cm weit, 
werden mit einer Glocke von Drahtgeflecht bedeckt, um die Glucken in den erlien Brütetagen 
auf den Eiern fetizuhalten. Dazu dienen auch Brutkaften, 40 zu 40 cm weit, 70 cm hoch, wie 
Fig. 3. Im Brutraum darf eine Trinkfchale mit reinem Waffer und ein Sandbadkatten mit feinem 
Sand nebft etwas Schwefelblüte nicht fehlen. 
Putenftälle find den Hührierftällen gleich, nur größer, weil eine Pute 0,30 m2 Fläche 
nötig hat. Puten find fchwer aufzuziehen; deshalb muß der Stall fehr forgfältig herg ftellt fein. 
Enten- und Gänfeftälle, für eine Ente 0,15 m", für eine Gans 0,25 m2 groß, liegen 
ttets ebenerdig und find baulich gleich den Hühnerflallen, aber einfacher. Sie werden nicht 
geheizt. Legekaften werden nach Fig.4 mit feitlichem Schlupfloch hergettellt; die Eier werden 
jedoch zuverläffiger von Hühnern und Puten ausgeorütet. Sitzftangen lind unnötig.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.