Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3181869
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Faßherjiellung 
den Vollfteinen abwichen, fo fuchte man Ge noch leichter zu machen; Augultin erreichte dies 
dadurch, daß er in der FaffaJe nur Köpfe zur Erfcheinung brachte, von denen die eine Schicht 
(Fig. 2) durch halbe a, a, die andere durch Viertelfteine b, b gebildet wurde. Um einen guten 
Verband mit der Hintermauerung zu erhalten, ift es erforderlich, daß hinter jedem Viertelftein b 
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Fig. 2. Fig. s. Fig. 4. ä  
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zunächtt ein Dreiviertelhintermauerungsziegel c verlegt wird, wie dies in Fig.2 SXXWWWXX" 
dargeftellt ift.  Außer diefen nur eine Ziegelfchicht hohen Faffadenziegeln Figg 
wurden auch zwei oder mehrere Ziegelfchichten hohe Steine angewendet; 
ihre Breite in der Anfichtsfläche iit auch dementfprechend größer, fo daB lie den fogenannten 
M0 ellon s gleichen. Diefe mehrere Ziegelfchichten hohen Faffadenziegel werden in rechteckiger 
Form ähnlich den gewöhnlichen Ziegelfteinen, nur in größeren Abmeffungen angeordnet, wie 
Fig. 3 und 4 in Aniicht und Schnitt zeigen, wobei _die Steine alsianglociiiteine oder, wie in 
den Figuren angegeben, als Querlochfteine gefertigt werden konnen, oder lie werden als 
hinten offene Blöcke geformt, ähnlich den Ofenkacheln, wobei die Hohlräume ausgemauert 
werden. Um Material zu fparen, wird auch häufig jede zweite Schicht nur als flache Platte, 
die mit Vorfprüngen hinter die Falze der darunter oder darüber greifenden Schicht faßt. an- 
geordnet. wie in Fig. 5 dargeftellt, welche die Faffadenziegelverkleidung an _dem von Water- 
houfe 1873-1879 erbauten Naturgefchichtlichen Mufeum zu South Kenfington in London zeigt. 
Literatur: Dümmler, Der Ziegel u. {eine Yerwend. im Bauweferi, Halle a. 8.1914. Diimmler 
Faßherttellung. Man unterfcheidet: 1. ftarke, dichte Fäffer aus ait- und 
rißfreiem Eichen-, Efchen- oder Kaitanienholz, 2. leichte, dichte Fäffer aus den 
gleichen Holzarten und meift mit Feder und Nut verbundenen Dauben für dick- 
flüffige Stoffe, und 3. Packfäffer aus Tannen-, Fichten-,   
Kiefern- und Rotbuclienholz für trockene Stoffe.   
Die Dauben werden durch Spalten der Holzftämme   ' 
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nach der Faferrichtung oder durch Sägen gewonnen. Gefägte jßä 
Dauben werden aus Bohlen herausgefchnitten, deren Dicke   
gleich der Daubenbreite ift; die meift  
 angewandtenZerlegungsweifeilit 2215121112122:  
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fäge, Fig. 5, deffen Sägblatt eine dünnwandige Stahltrommel bildet, deren Rand die Sägezähne 
befitzt. Das Holz wird in einen Schlitten eingefpannt, der gegen die Säge verfchoben wird; die 
Dauben fallen in eine Rinne in der Trommel und werden beim Schlittenrückzug ausgeworfen 
(ltündliche Leiltung 300-800 Dauben je nach Länge und Holzart). Dauben für kleine Sardinen- 
und Heringfäifer werden auch auf faßförmigen Sägen, 
 71.     Fig. 6, gefchnitten, fo daß iie eine der LängSWölbuntg 
   des Faffes en  
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leichte Packfäffer 
verwendet man auch einfach ebene Dauben, die durch die Faßreifen in die Rundung gebogen 
werden.  
Zum Ablängen der Dauben dienen die Faßdaubenabkürzfägen. Sie befitzen zwei 
Sägeblätier, zwifchen denen die Dauben, deren Schniitflächen parallel oder gegeneinander 
geneigt lind, hindurchgefchoben werden. Bei Fig.7 (Ciebr. S ch m altz, Offenbach) iind die Sage- 
blätter fenkrecht oder fchräg einttellbar. Bisweilen wird die Schräge und die Rinne (K rofe)
        

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