Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Element bis Hebel
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3181322
Fahrkarten fd1rarzk 
Fahrrad 
Fahrkartenfchrank zur Aufbewahrung und bequemen Entnahme der zum 
Verkaufd beitimmten Edmonfonfchen Fahrkarten (f. Eifenbahnfahrkarten). 
n er älteren Anordnun befteht ein folcher F h k t fh k 'n e'nem R 1 "t wag- 
rechter und lotrechter Teilungfgfo daB in jeder wagrgcliteari geiiietargefähieden dufäiadriilrine Iot- 
rechte Zwifchenwände, viele fchmale, verhältnismäßig hohe Fächer von der Breite der Fahr- 
karten gebildet tind. Anfchriften über oder unter den Fächern geben die Fahrkartenforten 
(Zielttation, Zuggatfung, Wagenklaffe, einfache oder Riickfahrkarte ufw.) an. In jedem Fache 
liegen die Fahrkarten einer Sorte übereinandergefchichtet, in der Nummerfolge von unten nach 
oben, in der Regel bis zu 100 Stück. Damit die Fahrkarten nicht nach vorn herausfallen können, 
find die die Fächer trennenden Wände vorn mit fchmalen Blechltreifen gerändert, die indeffen 
nicht über die ganze Höhe des Faches reichen. Oben ift ein Spielraum zum Einlegen der Fahr- 
karten; unten endigen die Blechtireifen in der Höhe einer Fahrkartenftärke über dem durch- 
brochenen Boden jedes Faches, fo daß man die unterfte Fahrkarte, indem man fie von unten 
durch den durchbrochenen Boden des Faches mit dem Finger faßt, herausziehen kann. Erheblich 
weniger Raum beanfpruchen die Schränke mit aufrechtftehenden Fahrkarten. Die Fahrkarten 
ftehen hier mit der bedruckten Seite nach vorn in den Fächern und werden, nach Maßgabe 
des Verbrauchs, durch eine Feder nach vorn gedrückt. 
Die Fahrkartenfchränke lind verfchließbar und bei größerem Umfange oft fo eingerichtet, 
daß die Flügeltüren an der Rückfeite gleichfalls Fächer für die Fahrkartenauibewahrung tragen, 
fo daß die für die Unterbringung der Fahrkarten verfügbare Fläche etwa doppelt fo breit ift wie 
der gefchloffene Schrank felbtt.  Für Fahrfcheinhefte, Buchfahrkarten ufw. werden Schränke 
gniä entsprechender Fachteilung, für die Aufbewahrung der Bereitfchaftsbeflände in der Regel 
c rän e mit nur wagrechten Fächern verwendet. Bisweilen wird für folche Zwecke der Unterbau 
des Fahrkartenfchrankes benutzt. Um nicht fo viele Fahrkartenfchalter anordnen zu müffen, 
daß die Hälfte behufs Abfchluffes und Abrechnens gefchloffen gehalten werden kann, tieht man 
für jeden Schalter zwei Gruppen von Fahrkartenfchränken vor, zwifchen denen beim Beamten- 
wechfel getaufcht wird. Der Austaufch der Fahrkartenwechfelfchränke gefchieht durch Heben 
oder Senken, Vor- und Zurückrollen, feitliches Auf- und Zuklappen (vgl. z. B. Organ 1921, S. 66, 
ZVDEV. 18920, S. 768). Tunlich foll die Anordnung es ermöglichen, daß die Abrechnung 
nicht am chalter vorgenommen zu werden braucht. (Ganz entbehrlich wird der Abfchluß bei 
der Dienftübergabe bei Fahrkartendruckmafchinen). 
Abweichende Anordnungen der Fahrkartenfchränke bezwecken, die Benutzung zu erleichtern 
(z. B. Anbringung der Fächer an einem drehbaren, trommelartigen Cieitell) oder das Entnehmen 
von Fahrkarten außer der Reihe zu verhindern (z. B. die Fachteilung  verfchließbar  zum 
l-Ierausklappen eingerichtet, fo daß die Fahrkarten von hinten eingelegt werden und vorn nur 
durch die untere Spalte jedes Faches entnommen werden können) ufw. Befondere Einrichtung 
haben Schränke für Fahrkarten, die in Rollenform vorrätig gehalten werden. 
Literatur: Röll, Enzykl. d. gef. Eifenbahnw., 2. Aufl, 4. Bd., Wien 1913. Cauer 
Fahrkartenftempelpreffe zur Stempelung der Edmonfonfchen Fahrkarten 
unmittelbar vor ihrer Verausgabung mit dem Datum ufw. 
Die Fahrkartenftempelpreffen, auf der Schalterbrüllung oder dem Schaltertifch feftgefchraubt, 
enthalten einen auswechfelbaren Typenfatz oder einen Typenraderfatz und lind falt ausfchließlich 
zur trockenen Stempelung (Einpreffung vertiefter Schrift) eingerikchltet. In derRRt-gel Erfolgt die 
Stempelung durch Kniehebelwirkung. Nur bei fchwachem Ver e i'- werden an de en wohl 
auch Schla preffen oder Handttempel an ewandt. Zur Stempelung der Fahrfcheinhefte (Buch- 
f h k t n)gd' D hf hl ft 1 gf 't N deltypen 
a r are ienen urc c ag empe pre en m1 a  
Literatur: Röll, Enzykl. d. gef. Eifenbahnvin, 2. Aufl? 4.  Wien 1913. Cuuer 
Fahrpflllg, Räderpflug mit Führertitz, Deichfel und vom Führertitze aus 
veritellbarer Tiefeneinftellung. 
Fahrpflüge find zuertt in Amerika als Chilled-Cassaday-Sulky-Pflüge, kurz unter dem 
Namen .Sulky-Pfliige' bekannt, aufgekommen. Sie find dann unter dem Namen ,Origina1- 
Oliver-Sulky-Pflügv in Deutfchland eingeführt worden. In 
l Deutfchland wurden tie bald (1895 bis 1900) von einer Reihe 
  von Firmen nachgebaut, weil diefe Fahr- oder_Sulky-Pilüge 
  r am  ergrbrs-b 22: Väzteliar 
  j:- Y,  hav- r n urc n r 1 c I 
  "F.  durch zvgei Hebel vom Führerfitz aus. Diele 
 g-ri   Pflüge be itzen ltets ein verftellbares Radfech; tie 
 w. werden eilib, zweil-z Lälld dreifcharig gebaät. Die 
37er    "v" Pflug abri von u  Sack in Leipzig- lagwitz 
  äjifää.i.  baut nach dem Mutter amerikanifcher Sulky-Piliige 
          
i     frälche gahrpfläigä (f. FLgur), gie {ie mit „Siizpflug 
   i; i  e?   o er . eic ep ug" ezeic ne. 
   Literatur: Nachtweh, A., Die Geräte u. Mnfch. z. 
13m  r   Bodenbearbeit., Leipzig 1902- Perels,E.,Handb. 
    
Fahrrad (Veloziped), ein meitt zwei-, feltener dreirädriges Fahrzeug, bei 
dem der Fahrer mittels der Beine die Räder antreibt und durch Balancierung 
unter Ausnutzung der Schwungkraft der Räder die Fortbewegung erzielt. 
Das Zweirad. Die Urform des Zweirades mit den zwei in einer Linie ttehenden Rädern 
fowie der Steuerung des Vorderrades ging 1816 von v. D rais aus. Fifcher, Schweinfurt, kon-
        

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