Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3179210
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Ezjfengießerei 
Schalen fclinell bis zu einiger Tiefe eritarrt. Dabei bleibt der getarnte Kohlenftoffgehalt mit 
dem Eilen legiert; es entiteht weißes, ltrahliges Eilen, das nach derHTiefet hin allmalälich din 
graues, weiches und feltes Eilen übergeht. Für das Gelingen des Gu es i es no wen ig, ie 
Schalen vor dem Vergießen auf einige hundert Grad 
{ zu erwärmen. Es wird dann das Elfen, weil das   
n. Temperaturgefälle geringer ili, nicht abgefchreckt  7 
a l f ü (woiiunter man däe Bildung eineih dünnen hKruüe  ; 
1:1- e en Ei ens an der chalenwand ver eht, welc e die   x-v 
 Wärmeleitung wefentlich hindert und eine dickere Schicht ggf! X f 
 weißen Eifens nicht entliehen läßt). Erwärmte Schalen 
ja,   lind ferner dem Springen weniger unterworfen. Die Schalen werden auch vielfach 
3 'j;   durch warm aufgezogene lchmiedeeiierne Ringe gebunden. 
   Umgekehrter Hartgu ß. Darunter verlteht man das Auftreten harter, aus 
i, i; ggf; weißem Eilen beltehender Partien inmitten von Graugußltücken, wodurch diele zu 
 il 5131; ÄllsfChlitiß werdemh Diele lchon früher ab und zu beobaclätete Erlchei- 
  j  nungi namentlic in den Kriegsjahren, in denen neben oheilen viel 
 511 1'  Bruch mitverlchmolzen werden mußte, häufiger aufgetreten. Es fehlt 
511;!  bis jetzt eine durchaus befriedigende Erklärung über die Urfachen, 
211i  l!  welche die Entltehung des umgekehrten Hartgulfesveranlaüen. (Gießerei- 
  ätghwläztS. 39g  351 1919, s. ss; Der Betrieb 1919, s. a4; 
  Y     2 ,  ,  
411  u [e eflerlneräcanilche Gießereien) ünd wohl zuerft dazu übergegangen, 
  5,1l K auch Grauguß in Formen aus Gußeifen herzuitellen (Krümmer, Ab- 
  {J x zvlireigrohlge, dltinfiiwalnciige fAglaufmliifgenrohre ufw.). Däe beidenKguß- 
    orm n älte n d 'h  eb ;d' e 
          
    s".  Gußltück eben erltarrt und noch gelbglühend ift. Das Gußiiück felblt 
3     wird hellrotglühend aus der Form genommen, die auf einer Temperatur 
 11   von etwa 150" erhalten werden muß, und belitzt dann keine harte GiiB- 
 U?  (h  haut (,Stahl und Elfen" 1908, S. 867, 17.69, 1809, 1849; 1909, S. 1035, 
r A  m,   g 1391).  Ebenfo werden Dauerformen bei der Maffenherliellung kleiner 
 3:32.31; ätlfetnäaiitäirtäiäeäichääiiäliäSitfib?tifiililiiftimtfl" 
   i  i u  a" 1 186"  
   gierungen angewendet. Diele Gießmafchinen arbeiten völli felbfttätig. 
 Die leere Form fchließt lich, das Metall wird durch eine lgumpe unter 
 Druck eingeführt (S pritz- oder Matrizenguß), die Form öffnet lich 
 zur Entnahme der Gußiiiicke, und nun wiederholt lich der Vorgang 
Fl_g'31' (Veeder-Gut! nach C. H. Veeder in I-iartford, Conn.). Die Gußliticke 
erhalten durch dies Verfahren große Schärfe und lo genaue Abmeliungen, daß lie austaulchbar 
lind. Um dichte Güffe zu erzielen, hat man das Vergießen in Luftleere vorgenommen, wodurch 
die vom flüfligen Metall aufgenommenen Gafe entweichen und der Guß blalenfrei wird (Werk- 
ltattstechnik 1908, S. 88; Zeitfchr. f. prakt. Mafchinenbau 1910, S. 772; „Stahl und Elfen" 1912, 
S. 1064, 1240; Gießerei-Ztg. 1918, S. 76, 150, 170; ,Stahl und Eifen" 1919, 8.1125; Spritzguß, 
Gießerei-Ztg. 1922, S. 36, 618; Uhlmann, Der Spritzguß, Handb. zur l-lerltellung von Fertigguß in 
Spritz-, Preß-,Vakuum- und Schleuderguß, 1919; Die Werkzeugmalchine 1917, S. 341; Otto, Das 
Spritzgußvleifaliren, Der Mafchinenbau 1925, Heft 1). 
roc nen der Formen. Alle Formen aus Malte und Lehm und alle Kerne mülTen ge- 
trocknet werden. Es gelchieht dies entweder in Trockenkammern (Darrkammern) oder an Ort 
und Stelle. Die Trockenkammern lind längliche, mindeltens 1,8 m hohe gemauerte Räume, die 
mit Koks auf unter der Sohle liegenden Rollen, in neuerer Zeit auch mit Rohbraunkohle, Brikett- 
und Koksgrus bei Unterwindfeuerung (Die Gießerei, 1920, S. 399) 
oder mit Gas (ebend. 1918, S. 300) geheizt werden und vielfach I 
mit Schienengleifen verleben lind, um fchwerere Formen und (i) 
Kerne auf Wagen einbringen zu können. Die Benutzung der   
 Trockenkammernhatnotwendigflin- und Herbewegung derFormen   
 im Gefolge, wodurch die Her-   
ftellungskoften und die Gefahr   w.  
.2 einer Zerliörung der Form er- x  l, E,   
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 P1533. leren Rohre e über dem Ein- Fig.32.
        

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