Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bohröle bis Elektrum
Person:
Lueger, Otto Frey, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3171668
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3178536
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Ezjenbahnwagen 
bewirkt; bei den Fahrzeugen des Vereins Deutfclier Eifenbahnverwaltungen find die 
Puffermitten 1750 mm voneinander entfernt und müffen im unbelafteten Zuftande der Fahr- 
zeuge 1040 mm über Schienenoberkante liegen. Die Wagen haben an jeder Stirnfeite 
zwei federnde, auf den Enden der Kopfitücke beteiligte Puffer; die, vom Wagen aus gefehen, 
rechts liegenden Puffer haben gewölbte, die links liegenden ebene Scheiben, fo daß immer 
eine ebene und eine gewölbte Scheibe einander gegenüberftehen. Neben den heute in Puffern 
noch fait ausfchließlich verwendeten Schneckenfedern kommen neuerdings Reibungsfedern 
(Reibungspuffer) in Aufnahme, die die beim Aufltoßen entftehende Stoßarbeit größtenteils zu 
vernichten vermögen und dadurch das Zurückfedern der Wagen vermindern. Bei den langen 
D-Zugwagen werden die beiden Puffer eines Wagenendes zwecks befferer Einilellung in 
Gleiskrümmungen durch Ausgleichhebel miteinander verbunden (Ausgleichpuffer). Ueber die 
Bauart der Zug- Glfld Stoßvorrichtungen f. Puffer und Kup plung.- Die Bauform des Ober- 
teiles ift vom erwendungszweck des Wagens abhängig. 
Bauvorfchriften: Beim Bau der liifenbahnwagen lind befondere Vorfchriften einzu- 
halten, die teils von den Ländern, in welchen die Wagen verkehren follen, teils von den 
einzelnen Eifenbahnverwaltungen oder von einer größeren Gruppe aneinander angrenzender 
Verwaltungen erlaffen worden iind, um den Uebergang der Fahrzeuge auf fremde Strecken 
zu ermöglichen fowie die Betriebs- und Zollliclierheit zu gewährleiften, fie alfo freizügig zu 
machen. Erwähnt feien als rein deutfche Verordnung die „Eifenbahn-Bau- und -Betriebs- 
ordnung vom 4. November 1904", dann für das Gebiet des Vereins Deutfcher Eifenbahn- 
Verwaltungen, das Deutfchland, Oeiterreich, Ungarn und Holland umfaßt, die .Technifchen 
Vereinbarungen über den Bau und die Betriebseinrichtungen der Haupt- und Nebenbahnen" und 
das „Uebeieinkommen betreffend gegenfeitige Wagenbenützung', ferner für fait alle Eifenbahnen 
Europas die ßeftimmuiigen über die Technilche Einheit im Eifenbahnwefen" und die ,.Beflim- 
 mungen über die zollfichere Einrichtung der 
    Eifgnbahnwagen im internationalen Verkehr-Q 
         In diefen Vorfchriften lind u. a. die Umgren- 
     f     _ T "f?   zung der Fahrzeuge, der zuläfiige Achsdruck, 
     "  i e, d;   die zuläfiigen Achsftände, Form der Radreifen 
 l      iirif und Spurkränze, Bauart der Zug- und Stoß- 
    4:04    Vgfrjchtunggn, der Fgdem, Brei-Ufer] ufw_ vor. 
Fig.l.  
gefchrieben. Außerdem hat jede Eifenbahn-  l   E  U lf 
verwaltung noch befondere technifche Lie-    i-l T1-   1 3 2  
ferbedingungen für die Herftellung der Wa- {J ä       U 1x 
gen und ihrer Einzelteile. S. a.Eifenbahn- "L1;      A).    g] 
betrieb.  Güterwagen, diE den Beltim-  
Fig.2. 
rege   . munge" d" Tech- 
        
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Perlonenwagen  g , 
  nteilung: Nach t     v? 
der Anzahl der Achten    Magma, ihr-im?! gar  u  
unterfcheidet man zwei-,   tiwum   I i!  3,3mm;    1- w: 
drei-, vier- und fechs-  .  ' g  r ä 184m x.  I    ,1 
achfige Perfonenwagen. in; IIiIK C i:  X   
Die Vieh und fechsactb Zr-wlza.     . _I-  
fige" Wagen haben Zwei p."  
Drehgeitelle und werden         
gvegin _ihresäuhigIenhLau- H5 4_ 
es ei gro en a rge- 
fchwindigkeiten hauptfächlich für Schnell- und D-Züge (D-Zugwagen), die zwei- und dreiachfigen 
Wagen rneiit für Perfonenzüge, auf einzelnen Bahnen aber auch für Schnellzüge verwendet.- 
Nach der Bauform und Unterteilung des Wagenkaftens fowie Anordnung der Eingänge (Wagen- 
grundriß) unteifcheidet man Abtei lwa gen (Fig. 1), bei denen der Wagenkalten durch Zwifchen- 
wände in mehr oder weniger voneinander abgefchloffene Abteile getrennt ift, die durch Türen 
in den Seitenwänden betreten werden, und Durchgangswa en (Fig. 2-4) mit oder ohne 
Unterteilung durch Zwifchenwände, in die man von den Endbiihgnen aus durch Stirnwandtüren 
gelangt. Von einer Endbühne zur andern ift ein Durchgang vorhanden, entweder in der Mitte 
des Wagens äwderwentlangr einer Seitenwand. Die Endbühnen haben Uebergangseinrichtungen 
zu den näch en agen, o daB ein Durchfchreiten des anzen Zu s mö lich ilt. Die Abiei  
wagen ermöglichen vollitändige und weitgehende Trgennung där Reigienden nach Gruppen 
(Raucher; Nightraucher? Fräuenä fdwiä fchnelles Ein- undhAusitfeigen, tind aber beihlaäigeihFihrt 
un ar er eetzung ür ie ei en en weniger angene m; ie eignen ich me r iir ar en 
Verkehr mit häufigen und kurzen Aufenthalten, Vorort- und Stadtbahnverkehr. Die Durch- 
gangswage n ermöglichen eine zweckmäßigere Anordnung der Aborte, erlauben einen freieren 
Verkehr der Reifenden im Wagen, die auch durch das Ein- und Auslleigen weniger geftort:
        

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